AT18233B - Brennstoffeinlaßhahn mit Entlüftungsventil und Kühlwasserventil für Explosionskraftmaschinen. - Google Patents

Brennstoffeinlaßhahn mit Entlüftungsventil und Kühlwasserventil für Explosionskraftmaschinen.

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AT18233B
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Austria
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Heinrich Spuehl
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Heinrich Spuehl
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Description


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  HEINRICH   SPÜHL   IN ST.    GALLEN.   
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   Die meisten Explosionskraftmaschinen besitzen neben dem Brennstoffeinlassorgan noch besondere   Anlassvorrichtungen,   die   gewöhnlich   das Anlassen der Maschinen dadurch er- 
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 weichen lassen, damit nicht die ganze Ladung verdichtet zu werden braucht. 



   Diese Entlüftungsvorrichtungon müssen sowohl vor als auch nach der Ingangsetzung der Maschine besonders von Hand betätigt werden, was die Bedienung einer solchen Maschine umständlich macht. Ausserdem muss beim Anlassen die Kühlwassorleitung ebenfalls besonders geöffnet werden. Noch umständlicher wird die Bedienung, wenn z. B. bei Petroleumkraftmaschinen zuerst solange mit Benzin gearbeitet wird, bis der Vergaser genügend erwärmt ist. 



   Es sind zwar Vorrichtungen bekannt, bei denen mit der Brennstoffzufuhr auch gleichzeitig die Kühlwasserzufuhr verändert wird ; hiebei kann es aber bei entsprechender Einwirkung der Steuerung auf das   Kühlwassoreinlassventi)   vorkommen, dass nach Abstellung der Maschine der Kühlwassereinlass offen gehalten bleibt, so dass das Kühlwasser nutzlos verloren geht. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun eine derartige Verbindung von   Brennstoffeinlass-   organ mit einem sogenannten Entlüftungsventil und einem   Kühlwasspreinlassventil, dass alle   drei genannten Abschlussorgane von einem und demselben Handgriff betätigt werden. Der Handgriff, welcher unmittelbar den   Brennstoffeinlasshahn   bewegt, setzt auch das Entlüftungsventil und das Kühlwassereinlassventil in   Tätigkeit,   so dass, wenn der Hahn geschlossen ist, also bei Stillstand der Kraftmaschine, auch   Entlüftungsventil   und Kühlwasserventil geschlossen sind. Wird der Handgriff auf die Anlassstellung gedreht, so öffnet sich sowohl der Brennstoffeinlasshahn zum Teil als auch das   Entlüftungsventil,   um einen Teil der Ladung entweichen zu lassen.

   Gleichzeitig wird das Kühlwasserventil geöffnet. Nach der Inbetriebsetzung wird bei Weiterdrehung des Handgriffes die Brennstoffzuführung vergrössert und das Entlüftungsventil selbsttätig geschlossen, so dass die   Kraftmaschine   voll arbeitet. 



   Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Brennstoffhahn sowohl mit Benzin-als auch mit Petroleumzuführung versehen. Es können jedoch auch
Spiritus und die sonstigen bei Explosions- und Verbrennungskraftmaschinen gebräuchlichen Brennmaterialien, Gas u. s. w. Verwendung finden. Soll der Betrieb mit Gas erfolgen, so muss ein Gashahn mit entsprechend grosser   Durchgangsöffnung   vorgesehen werden. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Kraftmaschine nach Anwärmen durch Benzinbetrieb durch Weiterdrehen des Handgriffes auf Petroleumbetrieb eingestellt werden. 



   Auf der Zeichnung ist Fig. 1 ein lotrechter Längsschnitt durch die Hahn- und Ventil- einrichtung, Fig. 2 ein wagerechter Schnitt durch das Hahngehäuse mit Ansicht des Zeiger- handgriffes und Entlüftungsventils. Fig. 3 ist ein Querschnitt durch den vorderen Teil des   Hahnes, u.   zw. durch die Petroleumbohrung. Fig. 4 stellt eine Seitenansicht des Hahn- gehäuses, u. zw. die Einlassseite dar. Fig. fi ist eine Vorderansicht mit der Skala tafel und dem Zeigerhandgriff, Fig. 6 ein Querschnitt durch   llahnspindel   und Entlüftungsventil. 



   Fig. 7 stellt zwei Schnitte durch das   Hahnküken   dar, u. zw. ist die Benzinbohrung zum
Teil geöffnet, die   Petroleumbohrung   geschlossen. In Fig. 8 ist die   Petroleumbohrung ge-     öffnet   und die   Benzinbohrung   geschlossen
Mittels des Handgriffes Dl, der in einen Zeiger D2 endigt und vor der festen, mit den   Aufschriften #Benzin" und #Petrol" versehenen Skalatafel spielt,   wird das Hahn- küken A1 des Brennstoffeinlasshahnes A betätigt.

   Dieses   Hahnküken     A'ist mit   zwei Kanälen versehen, dem Benzindurchlass B und dem Petroleumdurchlass C, durch die einerseits der   Bcnzineinlass BI   mit dem   Denzinauslass B2   und andererseits der   Petrolenmeinlass   Cl mit 
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 Öhnungen Bl und Cl vorübergehen. Die Durchgangsöffnung verändert sich bei gleicher   Drehung dos Kükens viel   weniger schnell, als dies bei einem gewöhnlichen Durchlasshahn geschebenwürde. 

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   Hinter dem Einlasshahn A1 ist das Entlüftungsventil F (Fig. 1, 2,6) angeordnet, das ebenfalls vom Handgriff Dl aus, u.   zw.   mittels des auf der Kükenspindel sitzenden und mit dem Daumen F2 versehenen Ringes F1 betätigt wird. Dieses Ventil hat den Zweck, einen Teil der Ladung des Zylinders durch den Kanal F3, der mit dem   Zylinderinnern   in Verbindung steht, und den Kanal F4 nach dem Auspuff entweichen zu lassen, so dass beim Andrehen der Kraftmaschine die Ladung weniger stark verdichtet wird. Das Ventil F wird 
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   küken   gekuppelt, so dass die Bewegung der Ventilspindel von der Bewegung des Handgriffes   D'abhängig   ist. Sobald durch Drehung des Handgriffes D1 der Einlasshahn A für die Brennflüssigkeit geöffnet wird, wird auch das Kühlwasserventil G1 geöffnet.

   Das Kühlwasser strömt durch die Zuleitung G2 und die Leitung G3 nach dem Zylinder. Die Regelung der   zufliessenden   KUhlwassermengen geschieht durch eine gewöhnliche Drosselanordnung K. 



   Bei Stillstand der Kraftmaschine sind das Kühlwassereinlassventil G1 und das Entlüftungs-   vontil   F geschlossen, ebenso der   Benzinzufll1ss     81   und die Petroleumzuführung Cl. Soll nun die Kraftmaschine in Gang gesetzt werden, so wird der Zeiger D2 auf den Anfang der Skala mit der Aufschrift   #Benzin" eingestellt. Hiedurch   wird, wie es Fig. 7 darstellt, der   Bonzinkanal B zum Teil geöffnet.   Der Petroleumlianal C bleibt noch geschlossen. Gleichzeitig drückt der   Daumon F2 die Ventilspindel   des   Entlüftuiigsvontiles   F herunter und öffnet dieses Vontil.

   Ebenfalls wird mit der Drehung des Zeigers D2 das Kühlwasservontil G1 geöffnet, indem die Ventilspindel G mit flachem Gewinde ausgestattet ist, das sich in entsprechendem Muttergewinde des Ventilgehäuses bei der Drehung der Spindel bewegt. IIiedurch wird der Ventil teller von seinem Sitz abgehoben. 



   Statt ein Ventil hiebei zu verwenden,   kann natürlich a ! s Abschlussorgan   für die   Kühlwasserzuführung   auch ein Hahn Anwendung finden, der dann ebenfalls   zwangläufig   von der Bewegung des   Hahnkülwns   Al abhängig zu machen ist. 



   Ist nun die   Kraftmaschine   in Gang gesetzt, so wird durch Weiterdrehen des Handgriffes D1 der Benzinzufluss verstärkt. Hiebei gibt der Daumen F2 das Ventil F frei, das 
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 Fig. 2 zu ersehen ist. 



   Die in obigem dargestellte vereinigte Hahn- und ventileinrichtung lässt sich sowohl für stationäre als auch für Automobilmaschinen, überhaupt für jede Art von Explosionskraftmaschinenverwenden. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. BrennstoffeinJasshahn mit Entlüftungsventil und Kühlwasservontil für Explosionskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennstoffeinlassorgan A sowie ein Ent- 
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 dass sie durch einen einzigen Handgriff Dl   derart betätigt werden, dass   mit Öffnen des Brennstoffeinlassorganes A zwangläufig das Entlüftungsventil F für die Anlassporiode und Kühlwasserventil G1 geöffnet werden, worauf durch Weiterdrehen des Handgriffes D1 zwecks vermehrter Brennstoffzufuhr, nachdem die Maschine im richtigen Leerlauf ist, das entlüftungsventil sich selbsttätig schliesst. 
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Claims (1)

  1. Vergasers mit einem anderen Brennstoff (z. B. Petroleum) arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassorgan für den Brennstoff als Hahnküken mit doppelter Bohrung ausgebildet ist, dio derart gegeneinander versetzt sind, dass der Durchlasskanal im Hahnküken für den zweiten Brennstoff erst dann öffnot, wenn nach Schluss des Entlüftungsventiles F und nach genügender Anwarnnmg des Vergasers mittels dos ersten Brennstoffes der Handgriff DI weitergedreht wird. EMI2.5
AT18233D 1903-12-03 1903-12-03 Brennstoffeinlaßhahn mit Entlüftungsventil und Kühlwasserventil für Explosionskraftmaschinen. AT18233B (de)

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