AT18230U1 - Diele - Google Patents
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Abstract
Eine Diele (1) für Terrassenböden umfasst einen stabverleimten Grundkörper (2) aus Holz und eine mit dem Grundkörper (2) durch Kleben verbundene Auflage (4) aus gepresstem Kork.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Diele für Fußböden, Terrassenböden oder dergleichen.
[0002] Insbesondere Dielen, die für Terrassenböden verwendet werden, sind sehr beansprucht und erfüllen nicht immer den gewünschten Zweck hinsichtlich Trittsicherheit und Haltbarkeit.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Diele der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die nicht nur ein ansprechendes Aussehen aufweist, sondern auch haltbar ist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Diele für Fußböden, die die Merkmale von Anspruch 1 aufweist.
[0005] Bevorzugte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Diele sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Durch die an der in Gebrauchslage oberen Fläche der Diele vorgesehene Auflage aus Kork ergibt sich guter Komfort beim Begehen, gute Trittsicherheit und Rutschsicherheit, auch wenn die Diele, insbesondere wenn es eine Diele für Terrassen ist, nass ist.
[0007] Der Grundkörper der Diele besteht vorzugsweise aus Holz oder Holzwerkstoff. Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung Kiefern-, Lärchen- oder Douglasienholz in Betracht gezogen. In einer möglichen Ausführungsform ist der Grundkörper der Diele ein Körper aus Massivholz. Im Rahmen der Erfindung ist eine Ausführungsform der Diele in Betracht gezogen, deren Grundkörper aus Holzwerkstoff, wie Sperrholz, Leimholz, Holzspanplatten, Holzfaserplatten, Holzbeton oder Kunstharzpressholz, besteht.
[0008] Bevorzugt umfasst der Grundkörper Stäbe aus Kiefern-, Lärchen- oder Douglasienholz, die miteinander verleimt sind.
[0009] Wenn der Grundkörper der Diele Stäbe aus Holz umfasst, sind die Stäbe bevorzugt parallel zur Längserstreckung der Diele ausgerichtet.
[0010] In einer Ausführungsform sind die Stäbe aus Holz Stäbe mit rechteckigem Querschnitt, wobei bevorzugt ist, dass die Stäbe so miteinander verleimt sind, dass die Schmalseiten der Stäbe parallel zur Ebene des Grundkörpers ausgerichtet sind.
[0011] Die Auflage aus Kork ist beispielsweise eine Auflage aus gepresstem Kork.
[0012] Die Auflage aus Kork kann auch eine Auflage aus einem Korkwerkstoff, wie einschichtigem Presskorkbelag, furniertem mehrschichtigem Korkbelag (mit einem Träger, wie Presskork, aufgeklebtem Korkfurnier), Korkmosaik (aus massiven Korkstücken) oder Korkparkett, sein.
[0013] Die obere Seite der Auflage aus Kork oder Korkwerkstoff kann bearbeitet, beispielsweise versiegelt oder mit einem Ol behandelt, sein.
[0014] Um Beschädigungen der Ränder der Auflage zu vermeiden und den Trittkomfort zu verbessern, können die freien Längsränder der Auflage aus Kork abgeschrägt oder abgerundet sein.
[0015] Die längslaufenden Schmalflächen der erfindungsgemäßen Diele können eben sein. Alternativ können die längslaufenden, also parallel zu der Längserstreckung der Diele ausgerichteten, Schmalflächen der erfindungsgemäßen Diele gegengleich profiliert sein, damit nebeneinanderliegende Dielen einfach miteinander fluchtend ausgerichtet aneinandergefügt werden können. Beispielsweise weist eine Schmalfläche der erfindungsgemäßen Diele eine längslaufende Rippe und die gegenüberliegende Schmalfläche der Diele eine längslaufende Nut auf. Dabei sind die Abmessungen der Rippe und die Abmessungen der Nut so gewählt, dass die Rippe in die Nut eingeführt werden kann. Die längslaufende Rippe kann von einer nach Art einer Feder in eine Nut in einer längslaufenden Schmalfläche der Diele eingesetzten Leiste gebildet sein. Bei dieser Ausführungsform der Diele gemäß der Erfindung sind längslaufende Nuten in beiden längslaufenden Schmalflächen der Diele vorgesehen, wobei in eine Nut eine Leiste nach Art einer Feder eingesetzt ist.
[0016] Alternativ können die längslaufenden Schmalflächen der Diele als Stufenfalz ausgebildet sein.
[0017] Die erfindungsgemäße Diele kann auch so ausgebildet sein, dass eine „verdeckte“ Montage der Diele auf einem Untergrund möglich ist. Zur „verdeckten“ Montage werden in längslaufende Nuten in den Schmalflächen der Dielen Platten, die je ein Loch aufweisen, eingesetzt und dann die Dielen mit Hilfe von durch die Löcher in den Platten gesteckten Befestigungsmitteln, wie Schrauben oder Nägel, auf einem Untergrund, beispielsweise einem Unterboden aus Holz, befestigt.
[0018] Die Dielen können dicht an dicht aneinander liegend oder mit Abstand voneinander verlegt werden.
[0019] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen, in welchen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Diele gezeigt sind. Es zeigt:
[0020] Fig. 1 in Schrägansicht eine Diele,
[0021] Fig. 2 im Schnitt eine Ausführungsform der Schmalflächen der Diele, [0022] Fig. 3 im Schnitt eine andere Ausführungsform der Diele,
[0023] Fig. 4 im Schnitt eine Ausführungsform der Diele mit Stufenfalz und [0024] Fig. 5 in Schrägansicht eine zur „verdeckten“ Montage ausgebildete Diele.
[0025] Eine Diele 1 umfasst einen Grundkörper 2, der eine insgesamt rechteckige Querschnittsform hat. Der Grundkörper 2 ist aus mehreren, miteinander verleimten, Stäben 3 aus Holz zusammengesetzt. Die Stäbe 3 aus Holz sind beispielsweise so miteinander verleimt, dass bei Stäben 3 mit rechteckiger Querschnittsform die Schmalseiten der Stäbe 3 parallel zur Ebene des Grundkörpers 2 und die Breitseiten der Stäbe 3 quer zur Ebene des Grundkörpers 2 ausgerichtet sind.
[0026] An der in Gebrauchslage oberen Fläche des Grundkörpers 2, der also ein stabverleimter Grundkörper 2 ist, ist eine Auflage 4 aus Kork, insbesondere eine Auflage 4 aus gepresstem Kork, aufgebracht.
[0027] Die freien Längsränder 5 der Auflage 4 können abgeschrägt oder abgerundet sein.
[0028] Die Auflage 4 ist mit dem Grundkörper 2 verbunden, wobei insbesondere das Verkleben der Auflage 4 mit dem Grundkörper 2 in Betracht gezogen ist.
[0029] Bevorzugte Kleber sind beispielsweise Melaminharz-Kleber und Polyurethan-Kleber.
[0030] Die Seitenflächen der Diele 1 können - wie gezeigt - eben oder profiliert sein. Profilierte Seitenflächen erlauben es, Dielen 1 formschlüssig aneinanderzulegen. Mögliche Profilierungen sind Stufenfalze oder Nut-Feder-Profile, wobei die Federn als gesonderte Leisten oder mit der Diele 1 einstückig ausgebildet sein können.
[0031] Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Diele 1 weist an einer ihrer längslaufenden Schmalflächen 6 eine Nut 8 und an der anderen Schmalfläche 6 eine Rippe 7 auf. Bei aneinander liegenden oder mit Abstand voneinander nebeneinander angeordneten Dielen 1 greift die Rippe 7 in die Nut 8 ein.
[0032] Bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform sind in beiden Schmalflächen der Diele 1 Nuten 8 vorgesehen. Bei dieser Ausführungsform ist eine nach Art einer Feder teilweise, also überstehend, in eine der Nuten 8 eingesetzte Leiste 9 vorgesehen. Der über die Schmalfläche 6 überstehende Bereich der Leiste 9 greift in die Nut 8 in der gegenüberliegenden Schmalfläche 6 einer benachbarten Diele 1 ein.
[0033] In Fig. 4 ist gezeigt, dass die längslaufenden Schmalflächen der Diele 1 so profiliert sind, dass bei aneinander liegenden oder mit Abstand voneinander nebeneinander angeordneten Dielen 1 ein Stufenfalz 10 vorliegt.
[0034] Die in Fig. 5 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Diele 1 ist so ausgebildet, dass eine „verdeckte" Montage der Diele 1 auf einem Untergrund möglich ist.
[0035] Die Dielen 1 sind bei dem in Fig. 5 gezeigten Anwendungsbeispiel mit Abstand voneinander angeordnet. In die längslaufenden Nuten 8, die zu den längslaufenden Schmalflächen 6 offen sind, sind mit Abstand voneinander und über die Länge der Dielen 1 verteilt Platten 11 eingesetzt. Die Platten 11 haben je ein Loch 12. Zum Befestigen der Dielen 1 auf einem Untergrund 13 werden Befestigungsmittel, wie Nägel oder Schrauben 14, durch die Löcher 12 in den Platten 11 gesteckt und in den Untergrund 13 geschlagen oder geschraubt.
[0036] Im Rahmen der Erfindung ist in Betracht gezogen, auch bei den in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Ausführungsformen von Dielen 1, die Dielen 1 mit Abstand voneinander anzuordnen.
[0037] Ebenfalls ist im Rahmen der Erfindung in Betracht gezogen, dass die Rippe 7 der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform und/oder die nach Art einer Feder wirkende Leiste 9 der Ausführungsform von Fig. 3 über die Länge der Dielen 1 nicht durchgehend, sondern unterbrochen ist. Die Teilstücke der Rippe 7 und/oder die Teilstücke der Leiste 9 sind bevorzugt über die Länge der Diele 1 verteilt, insbesondere gleichmäßig verteilt, angeordnet.
[0038] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben werden:
[0039] Eine Diele 1 für Terrassenböden umfasst einen stabverleimten Grundkörper 2 aus Holz und eine mit dem Grundkörper 2 durch Kleben verbundene Auflage 4 aus gepresstem Kork.
Claims (15)
1. Diele (1) für Fußböden, Terrassenböden oder dergleichen, gekennzeichnet durch einen Grundkörper (2) und eine mit dem Grundkörper (2) verbundene Auflage (4) aus Kork oder Korkwerkstoff.
2. Diele nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus Holz oder einem Holzwerkstoff besteht.
3. Diele nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) ein stabverleimter Grundkörper (2) ist.
4. Diele nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) Stäbe (3) aus Kiefern-, Lärchen- oder Douglasienholz umfasst.
5. Diele nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Stäbe (3) quer zu der Ebene des Grundkörpers (2) größer sind als die Abmessungen der Stäbe (3) in Richtung der Ebene des Grundkörpers (2).
6. Diele nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (4) aus gepresstem Kork, furniertem Korkbelag, Korkmosaik oder Korkparkett besteht.
7. Diele nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Längsränder (5) der Auflage (4) abgeschrägt oder abgerundet sind.
8. Diele nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (4) mit dem Grundkörper (2) über einen Kleber verbunden ist.
9. Diele nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kleber aus der Gruppe umfassend Melaminharz-Kleber und Polyurethan-Kleber ausgewählt ist.
10. Diele nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die längslaufenden Schmalflächen (6) der Diele (1) gegengleich profiliert sind.
11. Diele nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schmalfläche (6) eine längslaufende Nut (8) und die andere Schmalfläche (6) eine längslaufende Rippe (7) aufweist.
12. Diele nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden Schmalflächen (6) der Diele (1) Nuten (8) vorgesehen sind und dass in eine Nut (8) eine über die Schmalfläche (6) überstehende Leiste (9) eingesetzt ist.
13. Diele nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen nebeneinander liegenden, profilierten Schmalflächen (6) von Dielen (1) ein Stufenfalz (10) ausgebildet ist.
14. Diele nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Diele (1) im Bereich ihrer längslaufenden Ränder zur verdeckten Montage auf einem Untergrund ausgebildet ist.
15. Diele nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass in beiden längslaufenden Schmalflächen (6) der Diele (1) Nuten (8) vorgesehen sind, und dass die Nuten (8) nebeneinander liegender Dielen (1) zur Aufnahme von Platten (11), in denen je ein Loch (12) für ein Befestigungsmittel, wie eine Schraube (14), vorgesehen ist, ausgebildet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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