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JOSEF STRAUCH m STOCKERAU.
Alarmläutewerk für Fahrräder.
Vorliegende Erfindung hat ein Alarmläutewerk. zum Gegenstande, welches beim unbefugten Entfernen eines Fahrrades von seinem Standorte bezw. bei der geringsten Bewegung des in Ruhe befindlichen Fahrrades in Tätigkeit tritt. Bei der Einschaltung dos Läutewerkes, welche der Eigentümer beim Verlassen eines Fahrrades vornimmt, wird gleichzeitig eine die Drehung des Vorderrades verhindernde Sperrvorrichtung betätigt und kann die Ausschaltung des Läutewerkes und der damit verbundenen Sperrvorrichtung nur durch den Eigentümer, der sich im Besitze des hiezu nötigen Schlüssels befindet, vorgenommen werden.
In beiliegender Zeichnung ist : Fig. 1 eine Ansicht der Vorrichtung nach vorliegender Erfindung mit durchschnittenem Gehäuse, Fig. 2 eine Draufsicht auf dieselbe, Fig. 3 eine Endansicht, zum Teil Schnitt der am Fahrrad angebrachten Vorrichtung. Die Fig. 4 und Fig. 5 zeigen Einzelheiten.
An einer Wand des Gehäuses 1 ist eine Platte 2 befestigt, weiche die einzelnen Teile der Vorrichtung trägt und ebenso wie das Gehäuse zwecks Befestigung an dem zwischen den Radspeichen befindlichen Teil der Nabe ausgenommen ist. Das Läutewerk besteht aus einer gewöhnlichen Uhrwerksglocke 3, deren Hammer bei ausser Tätigkeit befindlicher Vorrichtung durch einen unter dem Einfluss einer Feder in eine Kerbe des 1I. unmerlropfes 4 eingreifenden Hebel 5 festgehalten wird.
Der über seinen Drehpunkt fortgesetzte Hebel v umgreift an seinem unteren Ende mit Spielraum ein drehbar an der Platte 2 befestigtes und bei 10 geführtes Stängelchen 6, welches an seinem Ende rechtwinklig umgebogen ist und einen sich in der Richtung gegen die Platte 2 hin erstreckenden Stift 7 trägt. Eine am Drehzapfen des Stängelchens 6 angebrachte Feder drückt das umgebogene Ende desselben beständig gegen das Ende eines mit seinem Drohzapfen 9 fest verbundenen und mit letzterem in der Platte 2 drehbaren Hebels 8, der mittelst des durch das Gehäuse gehenden und an seinem Ende mit einem Knopf versehenen Stiftes 33 betätigt werden kann.
An diesem Hebel 8 sind zwei durch einen Stift 11 miteinander verbundene Arme 12 drehbar befestigt, welch letztere einen auf einer mit der Platte 2 fest verbundenen Platte 13 gleitenden Riegel 14 umgreifen und von welchen der eine einen Schlitz besitzt, in welchem ein an der Platte 13 befestigter, zur Führung dienender Stift 36 eingreift. Zwei an der Platte 18 befestigte und durch Schlitze des Riegels 14 greifende Stifte 15 dienen zur Führung desselben, während die Feder Je ihn beständig gegen die Öffnung 17 im Gehäuse zu drücken strebt. Gegenüber der Öffnung besitzt der Riegel 14 Stufen, in welche der zur Auslösung der Vorrichtung dienende Schlüssel 18 (Fig. 5) eingreift.
Die zur Führung dieses Schlüssels vorgesehene, an der Platte 13 befestlgtr Hlilse 19 kann gleichzeitig zur Begrenzung der Bewegung des Riegels J gegen die Öffnung 17 hin dienen. An dem Zapfen 9 ist eine Feder 20 befestigt, die den Hebel 8 in einer derartigen Lage zu halten strebt, dass der Stift 11 sich oberhalb der Nase 34 des Riegels 14 befindet und das Stängelchen 6 durch das Riegelende nach aufwärts gedrückt wird, so dass der Hebel 5 den Hammerkopf 4 festhält. Mit dem Zapfen 9 ist weitors ein an seinem Ende mit einer kreisförmigen Platte versehener Arm 21 fest ver- bunden.
Zwischen den Platten 2 und 13 ist eine auf einem Zapfen der Platte 2 frei dreh- bare Scheibe 22 angeordnet, welche an ihrem Umfange in zwei konzentrischen Kreiszylinder- näcbcn liegende, zur Achse der Scheibe parallele und über die Scheibenfläche vorragende
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befestigt, so dass bei der geringsten Bewegung oder Erschütterung der Vorrichtung die Scheibe gedreht wird. Mit dem Zapfen 9 ist weiters ein Arm 25 fest verbunden, der in den gabelförmigen Arm 2C eines an einer auf der Platte 3 sitzenden Stütze drehbar befestigten llebels eingreift. Der zweite Arm 27 dieses Hebels besitzt einen Ansatz, mit dem
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Will nun der Eigentümer sein Fahrrad verlassen und die jede Bewegung des Rades anzeigende Alarmvorrichtung einstellen, womit die gleichzeitige Betätigung einer die Um-
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obere Fläche der Nase 34, gleitet längs derselben, den Riegel entgegen der Wirkung der Feder 16 verschiebend, herab und schnappt in die darunter befindliche Ausnehmung ein.
Während dieser Bewegung ist das Stängelchon 6 unter dem Einflusse seiner Feder solange nach abwärts gegangen, bis der Stift 7 auf eines der Plättchen 2B zu liegen kam. Hiebei bewegte sich das Stängelchen 6 in der Bohrung des Endes des Hebels 5, ohne denselben zu betätigen. Infolge der Drehung des Zapfens 9 wurde der Arm 21 in eine derartige Lage gebracht, dass sich die kreisförmige Platte desselben über den zur Einführung des Schlüssels - der zum Aufziehen des Uhrwerkes der Glocke nötig ist-dienenden Löchern befindet.
Der gleichfalls mit dem Zapfen 9 fest verbundene Arm 25 folgt der Drehung des ersteren
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Rad gesperrt und das Alarmläutewerk eingestellt. Das Wegfahren mit dem Rade ist damit unmöglich gemacht, während das Wegtragen oder irgendwelche Bewegung des Fahrrades durch das Läutewerk angezeigt wird. Kommt nämlich die leicht bewegliche Scheibe 22 aus ihrer Ruhelage, so gleitet der Stift 7 von dem Plättchen 23 ab, das Stängelchen 6 fällt unter Einfluss seiner Feder herab und löst den Hebel 5 aus, so dass dieser den Hammerkopf freigibt und die vorher aufgezogene Uhrwerksglocke ertönt.
Soll nun das Läutewerk und die damit verbundene Sperrvorrichtung ausgeschaltet werden, so wird der Riegel 14 mittelst des Schlüssels 18 entgegen der Wirkung der Feder 16 zurückgedrückt, so dass der Stift 11 aus der Ausnehmung unter der Nase 34 heraustritt und von dem dem Zuge der
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und der Hebel 5 fällt in die Kerbe des Hammerkopfos 4 ein. Der Arm 25 gelangt gleichzeitig in seine Ausgangslage und nimmt die Arme 26, 27 mit, wobei der Ansatz des letzteren den Kopf dos Stiftes 28 zurückzieht, so dass dieser Stift aus der Vertiefung 32 des Gehäuses 35 tritt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Das unbefugte Entfernen eines Fahrrades von seinem Standorte selbsttätig anzeigendes Alarmläutewerk, dadurch gekennzeichnet, dass auf den am Umfange einer im Gestell frei drehbaren und mit Übergewichten versehenen Scheibe (22) in zwei konzentrischen Kreiszylinderflächen angeordneten Plättchen (23), von welchen die inneren sich unterhalb der Zwischenräume zwischen den äusseren befinden, bei eingestellter Vorrichtung
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gedrückten Stängelchens (6) aufliegt, welch letzteres von dem einen Ende eines mit seinem anueren Ende in die Kerbe des lIammerkopfes einer Uhrwerksglocke bekannter Anordnung eingreifenden Hebels (5) derart umfasst wird, dass es sich während der Bewegung
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