AT17926B - Verfahren zur Herstellung geschweißtre Ketten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geschweißtre Ketten.

Info

Publication number
AT17926B
AT17926B AT17926DA AT17926B AT 17926 B AT17926 B AT 17926B AT 17926D A AT17926D A AT 17926DA AT 17926 B AT17926 B AT 17926B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
welding
chain
chain link
production
link
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Duisburger Maschb Act Ges Vorm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Duisburger Maschb Act Ges Vorm filed Critical Duisburger Maschb Act Ges Vorm
Application granted granted Critical
Publication of AT17926B publication Critical patent/AT17926B/de

Links

Landscapes

  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung geschweisster Ketten. Bei einem bekannten Verfahren werden die Enden des etwa auf die ovale Form gebogenen Gliedes in der Weise zusammengehalten, dass die zu vereinigenden Enden in der Weise zugeschärft sind, dass das Verschweissen durch in der Richtung senkrecht zu der durch die beiden Durchmesser des Ringes bestimmten Ebene wirkende Hammerschläge erfolgt, wobei die   Ringfläche   über dem Amboss gehalten wird. 



   Dieses Verfahren bietet, namentlich für schwere Ketten, mehrfache Nachteile, deren Beseitigung durch die Erfindung erreicht ist. Nach dem neuen Verfahren werden die Kettenglieder auf kreisrunde Gestalt vorgebogen und die aneinanderzuschweissenden Flächen der 
 EMI1.2 
 messer des Kettengliedes bestimmten Ebene liegen. Die Schweissung erfolgt ferner durch Walzen, die auch gleich zur Nachbearbeitung und Glättung des Gliedes dienen können, worauf erst nachträglich das gewalzte Kettenglied auf die ovale Form gebracht wird. 



   Bei dem Vorgang der Schweissung wird bekanntlich infolge der hohen Temperatur   (Schweisshitze)   die dem Schweisseisen und auch dem gewalzten Flusseisen eigene, sehnige oder langfaserige Struktur aufgehoben, was die Festigkeit wesentlich vermindert. Dadurch, dass ferner die Kettenglieder bei dem bisher gebräuchlichen Verfahren an den zu verschweissenden Stellen einer nur stellenweisen Bearbeitung unterliegen, werden in dem Kettengliede Spannungen und Struktur-Veränderungen hervorgerufen, die die Haltbarkeit beeinträchtigen. 



   Bei dem neuen Verfahren ist es ein wesentlicher Vorteil, dass der Druck der Walzen gleichmässig und stetig über der   Schweissstelle vorwärts   gleitet, indem dadurch die Herstellung des ununterbrochenen Verlaufes der Materialfaserung in der Schweissstelle erfolgt. 



  Die Schweissung ist deshalb besonders haltbar und zuverlässig, weil der von den Walzen   ausgeübte Druck nahezu   normal zu den   Schweissfläche   erfolgt. Infolge der gleichmässig fortschreitenden, über die ganze Breite der   Schweissfliichen   sich erstreckenden Druckwirkung der Walze wird die   Schwcissschlacke   nicht nur in der querrichtung, sondern auch in der Längenrichtung der Schweissfläche ausgepresst und erhält die Schweissstelle eine grössere Haltbarkeit, als bei der sonst durch Hämmern, Pressen oder   dgl. bewirkten Schweissung.   



  Dabei kommt in Betracht, dass die Schweissstelle eine viel grössere Länge erhalten kann. 



  Weiter   kommt   in Betracht, dass die zusammengeschweissten Enden des Kettengliedes einander umschliessen, so dass das   aussen   liegende Ende dem innen liegenden Ende Stützung bietet. Hiedurch wird die Abnutzung der Kettenglieder in den Biegungsstellen vermindert, weil die eine Kante der Schweissnaht nicht in der inneren Fläche der Biegungsstelle liegt. Ausserdem ist es wichtig, dass der in der Längsrichtung der Kette wirkende Zug senkrecht zu den   Schweissnächea   wirkt, wodurch das Aufreissen der   Schweissstellen   verhindert wird. 



   Für die Fabrikation, ist es wichtig, dass gleich nach dem Schweissvorgange durch die Bearbeitung mittels der Walzen die Verdichtung des Materials und die Kalibrierung dos Kettengliedes stattfinden kann, ohne dass   oino   erneute Erhitzung des Kettengliedes erforderlich ist. Das Kettenglied erhält durch den Walzvorgang eine verdichtete, härtere und   glättore Oberfläche.   



   Schliesslich kann unmittelbar nach dem Walzen, während die Ringe noch die für das   Zusammendrücken   derselben geeignete Temperatur besitzen, ihre Umgestaltung in die ovale 
 EMI1.3 
 Erhitzen des Kettengliedes nicht erforderlich ist. Hiebei kann die Einsetzung eines Steges erfolgen. Es können somit alle Arbeitsvorgänge, welche dem   Zusammenschweissen dos   Kettengliodes folgen, in einer Hitze durchgeführt werden.

   Während bei der alten Her-   stellungsweiso   der Kettenglieder diese in den   Biegnngsstellen   infolge der Anwendung der auf die Biegestellen   wirkenden Press-oder Druckvorrichtungen vielfach dünner   waren, wie 
 EMI1.4 
 Biegung aus der   kreisrunden   Form in die ovale Form eher eine Verstärkung des Gliedes in den Biegungen, jedenfalls aber keine Schwächung erfolgt, weil dort das Material einer Stauchung unterliegt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



    Ftir das Auswalzen der Kettenglieder wird zweckmässig eine Walzvorrichtung benutzt, welche ähnlich wie ein Bandagen-Walzwerk eingerichtet ist. 



  Auf der Zeichnung ist die Durchführung des neuen Verfahrens veranschaulicht. 



  Der Ring r wird, nachdem er durch eine besondere Vorrichtung aus einem geraden Stabe zu einem fast geschlossenen Ringe vorgebogen ist, durch das vorher fertig gestellte Kettenglied hindurchgeführt, dann mit den zugeschärften Schweissstellen c und d zusammengelegt und durch die mechanisch, hydraulisch oder pneumatisch gegeneinander gepressten Walzen unter beständigem Umlauf der letzteren zusammengeschweisst. Hiebei ist es wichtig, dass die. gegeneinander liegenden Schweissssächen der beiden Enden c und (l des Gliedes senkrecht oder nahezu senkrecht zu der durch die Durchmesser des Kettengliedes bestimmten   
 EMI2.1 
 und b statt. 



   Unmittelbar an den Vorgang des Schweissens schliesst sich die weitere Bearbeitung und Kalibrierung des Ringes durch die Walzen a und b an. Der Ring kann in ähnlicher Weise wie der Reifen eines Bandagen-Walzwerkes durch die beiden Rollen   9   und h Führung 
 EMI2.2 
 den   Ring l'verschiebbar,   um sich seiner Grösse und der Veränderung seines Durchmessers anzupassen. 



   Die Enden des Kettengliedes könnten auch in der in Fig. 3 angegebenen Weise zugeschärft sein. 



   Ist die lichte Weite des Kettenringes gering, so kann die Walze b nach Fig. 2 in einem einseitig gelagerton, drehbaren Kaliberdorn bestehen. 



   Für die Fabrikation ist es wichtig, dass nur die   Schweissstelle   des Kettengliedes auf Schweisshitze gebracht zu werden braucht und dass der Walzvorgang dem Schweissvorgang unmittelbar folgen kann, indem die Hitze der Schweissstelle während und kurz nach dem Schweissvorgang so weit auf dass ganze Glied sich überträgt, dass dieses die für die Einwirkung der Kalibrierungswalze richtige Temperatur hat. Infolgedessen wird das Material dos Kettengliedes unmittelbar nach dem Schweissen   gleichmässig verteilt,   während gleichzeitig ein Verdichten und Glätten der Oberfläche erfolgt und alle Materialspannungen beseitigt worden. 



   Auch die nachträgliche Umgestaltung des Kettengliedes aus der kreisrunden in die ovale Form kann in derselben Hitze erfolgen. Sollen Stegketten hergestellt werden, so 
 EMI2.3 
 folgen. Alsdann wird das nächste, bereits auf die Ringform vorgebogene, aber noch nicht vollständig geschlossene Glied in die zwischen dem Steg in der einen Hälfte des Kettengliedes gebildete Öffnung eingeführt, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt. 



   Es fällt also bei diesem Verfahren das wiederholte Erhitzen der Kettenglieder zum   Zwecke dpr Einbringung   der Kettenglieder weg, was ein wichtiger Fortschritt ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   l.   Verfahren zur Herstellung geschweisster Ketten, gekennzeichnet durch die Anwendung von zwei in entgegengesetztem Sinne rotierenden Walzen für Kettenglieder, deren Enden mit quer zur Druckrichtung laufenden   Schweissfläche   versehen sind, so dass die   Schweissschlacke   nicht nur in der Querrichtung, sondern auch in der Längenrichtung der   Schweissfläche   ausgepresst wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung geschweisster Ketten gemäss Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ende des Kettenstabes zweiseitig zugeschärft und in das aufgeschlitzte andere Ende eingefügt ist.
AT17926D 1902-03-17 1902-03-17 Verfahren zur Herstellung geschweißtre Ketten. AT17926B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT17926T 1902-03-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT17926B true AT17926B (de) 1904-10-10

Family

ID=3521065

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT17926D AT17926B (de) 1902-03-17 1902-03-17 Verfahren zur Herstellung geschweißtre Ketten.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT17926B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3614237C2 (de)
DE60014889T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum verschweissen von länglichen elementen
DE1452877A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Druckgefaesses
DE1552869A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Geraderichten und Aufdrehen von vollen oder hohlen Metallprofilen
DE138058C (de)
DE711617C (de) Rohr mit verstaerkten Endteilen
DE589465C (de) Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern mit Schweissnaht fuer hohe Druecke
DE19533618C2 (de) Verfahren zum Einformen von Schlitzrohren auf einer 3-Walzen-Biegemaschine
DE614989C (de) Verfahren zur Strangpressen von nahtlosen Rohren
DE125292C (de)
DE462049C (de) Verfahren zum Anbringen eines Mantelrohrs weicheren Metalls in einem Rohr haerteren Metalls
DE57416C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schweifsen von Röhren
DE58752C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von Röhren und röhrenförmigen Stangen beliebigen Querschnittes ohne Schweifsnaht
AT21524B (de) Walzverfahren und Walzwerk zum Umformen von Schienenköpfen in Schienenflansche.
DE91181C (de)
DE2706380C3 (de) Verfahren zum Herstellen von mehrschichtigen Hüllen
DE908284C (de) Verfashren zur Herstellung von Kathodenhuelsen fuer indirekt geheizte Kathoden von elektrischen Entladungsgefaessen
AT248365B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kaltverformten Bewehrungsstahlsträngen für den Betonbau aus Walzstahl
AT21110B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Walzen von tiefen, steilwandigen Rippen und breiten Tälern in Platten oder Rohren.
DE462840C (de) Verfahren zum Schweissen von Laengsnaehten, insbesondere von Rohren, mittels Wassergas
DE8720C (de) Verfahren und Einrichtung zum Auswalzen von Röhren aus Ringen
DE1602325A1 (de) Verfahren zum Herstellen mit Rippen versehener Stahlrohre
DE145372C (de)
DE135788C (de)
DE51516C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Blechröhren