AT17711B - Verfahren zur Darstellung von 8-Mono, Di- und Trichlormethylxanthinen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 8-Mono, Di- und Trichlormethylxanthinen.

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AT17711B
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trichloromethylxanthines
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17711. C. F.   BOEHRINGER   & SÖHNE IN WALDHOF BEI   MANNHEIM.   



   Verfahren zur Darstellung von 8-Mono-,   Di- und Trichlormethylxanthinen.   



   In den deutschen Patentschriften Nr. 121224 und   Nr., 128212 wurden   Homologe des Xanthins beschrieben, welche an Kohlenstoffatom (8) eine Methylgruppe enthalten. Es wurde nun gefunden, dass die Wasserstoffatome dieser Methylgruppe sich ziemlich leicht durch Chlor substituieren lassen, u. zw. kann man, je nachdem man ein, zwei oder drei Moleküle Chlor auf die 8-Methylxanthine einwirken lässt, zu Mono-, Di-und Trichlorsubstitutionsprodukten der genannten   S-Mothylxantliine gelangen.   So erhält man z.

   B. aus dem in   Patentachrift   Nr. 128212 beschriebenen 1, 3, 7, 8-Tetramethylxanthin oder   8-Methylkaffeïn   durch Einwirkung eines Moleküls Chlor ein 1, 3, 7-Trimethyl-8-monochlormethylxanthin von der Strukturformel 
 EMI1.1 
   Uisst   man zwei Moleküle Chlor auf das   8-Methylkaffeïn reagieren,   so werden zwei Wasserstoffatome der 8-Methylgruppe substituiert und es entsteht das 1, 3, 7-Trimethyl- 8-dichlormethylxanthin oder 8-Dichlormethylkaffeïn ; drei Moleküle Chlor endlich bewirken die Bildung des   8-Trichlormethylkaffeïns   von der Formel 
 EMI1.2 
 
Analog verläuft die Einwirkung des Chlors auf das 3, 7,   8-Trimethylxanthin   oder   8-Methyltheobromin   u. s. w.

   Die Darstellung der erwähnten Chlorsubstitutionsprodukte erfolgt am einfachsten, wenn man gasförmiges Chlor in der berechneten Menge auf eine Lösung oder Suspension des 8-Methylxanthinderivates bezw. seines salzsauren Salzes einwirken lässt. Auch andere chlorierende Agenzien, wie z. B. Sulfurylchlorid, Phosphorpentachlorid, Antimonpentachlorid u. s. w. können mit Erfolg angewendet werden. Die so erhaltenen neuen Verbindungen sind gut charakterisierte, ziemlich beständige Substanzen, die keine basischen Eigenschaften mehr besitzen. Sie sollen als Ausgangsmaterial für die Darstellung pharmazeutischer Produkte Verwendung finden. 



   Beispiele. I. Darstellung von 8-Monochlormethylkaffeïn. 50 g trockenes   8-Me-thylliaff-ein   werden in 250   cm3   wasserfreiem Chloroform gelöst. Diese Lösung wird unter Eiskühlung mit trockener, gasförmiger Salzsäure gesättigt, wobei sich das salzsaure 

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 EMI2.1 
 freiem Chloroform und erhitzt unter gleichzejtigem Einleiten von Chlor am   Rücknusskühler   zum Kochen. Nach Verbrauch von zirka 18 g Chlor ist Lösung eingetreten ; das Chloroform wird nun abdestilliert, wobei ein dicker Sirup zurückbleibt, der beim Erkalten kristallinisch erstarrt. Das so erhaltene   Ohlorprodl1kt   wird durch Umlösen aus Alkohol oder besser   Essigäther   gereinigt, woraus es in schneeweissen, derben Nadeln kristallisiert. 



   Die Analyse gibt für die Formel   Cg     H   O2 N4 Cl stimmende Zahlen. Der Körper schmilzt zwischen 208 und   2100.   In heissem Chloroform und   Kssigäther   ist er leicht löslich, schwerer in Alkohol. 



     1I.   Darstellung von 8-Dichlormethylkaffeïn. 200 9 trockenes 8-Methylkaffeïn werden in 500 cm3 wasserfreiem Chlor gelöst und in die Lösung bei Zimmertemperatur unter beständigem Rühren 140 g Chlor (= etwa zwei Moleküle) eingeleitet, wobei geringe Temperaturerhöhung eintritt. Das Chloroform wird nun möglichst abdestilliert, der kristallinisehe Rückstand fein gepulvert und mit der etwa fünffachen Menge Essig- 
 EMI2.2 
 beigemengte Monochlorverbindung wird vom Essigäther gelöst. Das Dichlormethylkaffein ist ziemlich löslich in Chloroform, schwerer löslich in Alkohol, woraus es in farblosen Nadeln vom Schmelzpunkt 230 bis   2320   kristallisiert. Nach der Analyse besitzt es die Formel   Cg   H10 O2    Mg.   



   III. Darstellung von 8-Trichlormethylkaffeïn. a) Mittels Chlorgas. In 
 EMI2.3 
 und schüttelt diese Suspension bei gewöhnlicher Temperatur vier Stunden. Dabei verschwindet das Chor allmählich und die Substanz geht zum grössten Teile in Lösung. Man filtriert nun von etwas unverändertem Methyltheobromin ab und verdampft das Phosphoroxychlorid im Vakuum. Das zurückbleibende Trichlormethyltheobromin (oder 3, 7-Dimethyl-8-trichlormethylxanthin) wird aus   Essigäther     umgelöst   ; es kristallisiert daraus in glänzenden Prismen, die   Kristallessigäther   enthalten, diesen aber schon beim Trocknen an der Luft   anrnäh ! ich   wieder verlieren. Der Schmelzpunkt der Substanz liegt bei 211 bis   2120.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von 8-Mono-, Di- und Trichlormethylxanthinen, darin bestehend, dass man auf die Lösung oder Suspension eines 8-Methylxanthins die ein-, zweioder dreifach molekulare Menge Chlor oder die entsprechende Menge eines Chlorierungsmittels einwirken lässt.
AT17711D 1902-10-01 1903-12-02 Verfahren zur Darstellung von 8-Mono, Di- und Trichlormethylxanthinen. AT17711B (de)

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