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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 17497.
WALTHER BROCKHAUS IN WIESENTHAL BEI PLETTENBERG I. WESTF. UND LOUIS ENK IN ASCHERSLEBEN (PROV. SACKS.).
Vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von Hufeisengriffen aus Profilstahl.
Die Zeichnung stellt das Verfahren in den einzelnen aufeinanderfolgenden Stadien dar. Um mit dem Schneiden anzufangen (siehe Fig. 1), wird der Anfang der Pron ! stah ! stange bis l, wo sich ein Anschlagzeichen befindet, vorgeschoben und dann durch den ersten Druck der Presse das kantige Stück a ausgeschnitten, sodann wird die Stange bis 2, dem zweiten Anschlagzeichon, vorgeschoben und mit dem zweiten Pressengang die beiden Stücke b und ausgeschnitten. Der dritte Vorschub geschieht bis zum Ende der Lochplatte bis 3, wodurch beim (rang der Presse die beiden Stücke c und c'ausgeschnitten werden.
Der vierte Vorschub geschieht bis 4, dem Ende des Abschneidostempels, welcher dann den ersten fertigen Griff abschneidet, während durch die vorherigen Stempel die beiden Stücke d und d'ausgeschnitten werden. Von diesem Zeitpunkt, also vom vierten Pt'f'ssengang ab, liegen Werkzeuge und Arbeitsstücke so, dass alle Stempel in Tätigkeit sind und das Schneiden und die Fertigstellung des Griffes ohne Störung vor sich gehen kann. Die Stahlstange muss jetzt bei jedem Gang bis 4, wo sich ein Anschlagzeichen befindet, vorgeschoben werden, um jedesmal einen Griff fertig zu stellen. Es gibt jetzt keinen Aufenthalt mehr, da sich der Anfang der zweiten Stange an das Ende der ersten anschliesst und die nötigen Vorlochungen rechtzeitig gemacht werden.
Bei dem Verfahren nach Fig. II ist die doppelte Anzahl Lochstempel und in der Lochplatte die entsprechenden Löcher vorhanden, so dass zwei Griffe gleichzeitig vorgeschnitten werden. Um diese auch gleichzeitig abzuschneiden, wird der Griff mittelst des entsprechenden Stempels durch das hiefür in der Lochplatte befindliche kantige Loch ge- drückt, d. h der zweite Griff wird bei e und f gleichzeitig abgeschnitten und der erste bleibt auf der Lochplatte liegen, bis er durch das nachzuschiebende Material heruntergestossen wird. Das Anschneiden geschieht genau wie nach Fig. 1.
Zunächst wird die Profilstange
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auszuschneiden, dann bis 3 für c, c1, c2, und c3, sodann bis 4, worauf der erste fertige Griff abgeschnitten wird, indem der Stempel den zweiten, ebenfalls fertigen Griff durch das betreffende Loch hindurchdrückt. Mit demselben Pressengang werden gleichzeitig d, dl, d2 und d3 ausgeschnitten. Nach diesem vierten Hub ist das Material soweit vorgearbeitet, dass mit jedem weiteren Hub zwei Griffe fertig werden.
Die durch Fig. III und IV dargestellte Abänderung des Verfahrens zeigt die Ver- arbeitung des doppelten l'rotilstahles, welcher flach gewalzt mit Längsrillen in den Zähnen angeordnet ist und für welchen die gezeichneten Stempel Verwendung finden, weiche die doppelte Grosse und daher auch die doppelte Wirkung der einfachen durch die bei Fig. 11 gekennzeichneten Stempel haben. Nach dem unter Fig. 1 und 11 beschriebenen Verfahren werden hier (Fig. II ! und IV) gleichzeitig zwei bezw. vier Griffe gebrauchsfertig.
Die dem Stahl entsprechend profilierten Leisten dienen in allen Fällen dazu, den Stahl festzuhalten und deshalb glatt abschneiden zu können.
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mit jedem weiteren Gang der Presse gleichzeitig drei bezw. sechs Griffe fertig werden. In derselben Weise lassen sich durch entsprechende Anordnung der Durchstosslöcher und Stempel noch mehr als drei bezw. sechs Griffe gleichzeitig fertigstellen.
Um die Schweissfläche der Griffe mit weiteren Erhöhungen und Vertiefungen zu versehen, werden vermittelst geeigneter Schnitt- und Oberstempel Rillen quer durch die schon eingewalzten Erhöhungen und Vertiefungen geschnitten. Durch diese Arbeit wird die Schweissfläche riSeIig"und wie gefeilt gestaltet, weil dadurch der dem Material anhaftende Zunder beseitigt und die Schweissbarkeit der Griffe bedeutend erhöht wird, da sich die ganze Form in das Hufeisen eindrückt und trotzdem Schlacke oder sonstiges die Schweissung hinderndes Material den Rillen entlang entweichen kann.
Zu obigem Zweck erhalten die Schnitte und Stempel die durch Fig. VI und VII dargestellte Gestalt, die es ermöglicht, Illit der gleichen Arbeit, wie durch Fig. l, II, III, IV erläutert, gleichzeitig und ohne jede Nacharbeit die Riffclung und Reinigung der Schweissfläche zu bewerkstelligen.
Mithin lehnt sich die durch Fig. VI dargestellte Ausführung an die durch Fig. I und 1I gekennzeichnete Arbeitsweise an, während die durch Fig. VII dargestellte Ausführung sich an die durch Fig. III und IV beschriebene Arbeitsweise lohnt. Die Rille x dient in allen Fällen zur Aufnahme der Verbreiterungsleisten am Griffstahl. r und r1 zeigen die Querschnitte der Stempel zu den durch Fig. VI gekennzeichneten Löchern s, s passend. t, t sind die Querschnitte der Stempel zu den durch Fig. VII gekennzeichneten
Löchern u, u passend ; durch diese Form der Stempel und Schnitte werden in jedem Griffe vier Querrillen eingeschnitten.
Sollen mehr Querrillen angebracht werden, so erhalten die
Stempel einige halbrunde Ansätze it, t2, t. 3 mehr und die Schnitte ebenfalls dementsprechend Durchstosslöcher. Ausserdem sind die Stempel an der Seitenwand feilen-oder raspelhiebartig
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gearbeitet wird.