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AUGUSTE GAULIN m PARIS.
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Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Vorrichtung zur Erzielung einer derart innigen Mischung der Bestandteile der Milch und ähnlicher emulsionsartiger Flüssig- keiten, dass diese Flüssigkeiten eine dauernd homogene Beschaffenheit erlangen bezw. eine nachträgliche Absonderung der emulsionierten Teilchen, z. B. eine Entrahmung der Milch, nicht mehr gestatten.
Es ist allerdings bereits bekannt, Emulsionen dadurch herzustellen, dass die zu emulsionierenden Flüssigkeiten unter starkem Druck zwischen elastisch gegeneinander gedrückten und genau aufeinander gepassten Flächen, beispielsweise zwischen dem Körper und dem Sitz eines stark belasteten Ventils hindurchgepresst und dadurch innig miteinander gemischt werden. Die solcherart hergestellten Emulsionen zeigen aber keineswegs eine dauernde bezw. allen äusseren Einflüssen widerstehende homogene Beschaffenheit ; vielmehr gestatten solche Emulsionen ohneweiters die Trennung der suspendierten Teilchen von der diese letzteren enthaltenden Flüssigkeit durch Schütteln oder Ausschleudern. Es erklärt sich dies daraus, dass das Durchtreiben von emulsionierten Flüssigkeiten, z. B.
Milch, durch eine feine Auslaufspalte, wie sie etwa ein stark belastetes Ventil unter der Einwirkung des Flüssigkeitsdruckes darbietet, wohl ein teilweises Zerreissen der suspendierten Fettkügelchen bewirkt, ein derartiges blosses Zerreissen der Kügelchen aber ungenügend ist, um eine dauernde Homogenität der Milch zu gewährleisten. Die zerrissenen Fettkügelchen bleiben nämlich isoliert und sondern sich leicht wieder von der umgebenden Flüssigkeit ab.
Behufs Verhinderung einer solchen nachträglichen Sonderung der suspendierten Fettkügelchen wird nun im Sinne des den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahrens zunächst ein Zerreissen der in der Milch enthaltenen Fettkügelchen bewirkt, worauf die in kleine Teile zerlegten bezw. gleichförmig gemachten Kügelchen mit der sie umgebenden Flüssigkeit einer unter äusserst starkem Druck (mindestens 250 Atm. ) vor sich gehenden Quetsch-oder Walzoperation unterzogen und dadurch mit der genannten Flüssigkeit so innig vermengt werden, dass jede nachträgliche Absonderung bezw. Entmischung unmöglich erscheint.
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aus einem mit feinen Kanälen versehenen zieheisenförmigen Teil, durch welchen die zu homogenisierende Flüssigkeit, z.
B. mit IIilfo einer Anzahl von alternierend betätigten Pumpen hindurchgedrückt wird, in Verbindung mit einem ventilartig wirkenden Teil aus
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des erstgenannten Teiles gepresst erscheint, wobei die sich berührenden Flächen der beiden genannten Teile genau aufeinander gepasst sind. Das Zusammenwirken dieser Teile kennzeichnet sich dadurch, dass die in der zu behandelnden emulsionsartigen Flüssigkeit, z. B.
Milch, suspendierten Teilchen (Fettkügelchen) bei ihrem unter Druck erfolgenden Durchgange durch die feinen Kanäle des zieheisenförmigen Teiles zunächst zerrissen und auf gleiche Grösse gebracht werden, um dann unmittelbar zwischen die sich berührenden Flächen des zieheisenförmigen und des ventilartig wirkenden Teiles der in Rede stehenden Vorrichtung zu gelangen und daselbst zerdrückt und mit der sie umgebenden Flüssigkeit so innig vereinigt zu worden, dass eine nachträgliche Entmischung der in angegebener
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Verfahren eine Temperatur von ungefähr 850 C.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des der vorliegenden Erfindung entsprechenden Apparates veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den die innige Vereinigung der in der Flüssigkeit suspendierten Kügelchen u. s. w. bewirkenden Teil nebst einigen sich vorteilhaft an diesen letzteren anschliessenden Organen ; Fig. 2 zeigt einen Teil der in Fig. 1 dargestellten Anordnung in Seitenansicht ; Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch den ventilartig wirkenden Teil in Fig 1, welcher die erforderliche feine Zerteilung zustande kommen lässt.
Fig. 4 zeigt den vontilartig wirkenden Teil W iu grösserem Massstabe nebst einem Stück der zugehörigen Spindel b, wobei der zwischen diesen beiden Teilen in der Zeichnung vorhandene freie Raum andeuten soll, dass die fraglichen Teile voneinander unabhängig sind.
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Speisereservoir, vorteilhaft unter Zwischenschaltung eines Filters, angesaugt, sodann in den Sammler R und in einen Ansatz S getrieben, der an dem genannten Sammler angeordnet ist und die Organe zur Erzielung der gewünschten homogenen Beschaffenheit der Flüssigkeit enthält.
Diese Organe bestehen in einer Reihe zylindrischer Kanäle T (Fig. 1), welche die Zwischenwand X des Ansatzes S durchsetzen, sowie in zwei kalottenförmigen Flächen U V, deren eine die Ausbildung der unteren Seite der Zwischenwand X darstellt, während die andere das ventilartig wirkende Klötzchen JV aus hartem Material, beispielsweise aus Achat, nach oben begrenzt : dieses Klötzchen ist in einer entsprechenden Ausnehmung des Ansatzes S beweglich angeordnet.
An dem unteren Teile des Ansatzes ist eine mit einem Austrittsrohr Z für die homogen gemachte Flüssigkeit versehene Hülse Y befestigt, durch welche und die Stopfbüchse a hindurch eine mit ihrem oberen Ende gegen das Ventil W stossende Spindel b geführt ist, die von einer sich gegen einen stellbaren, an der Hülse Y befestigten Rahmen d stützenden Feder c nach aufwärts gepresst wird. Die genau aufeinander geschliffenen oder sonstwie aufeinander gepassten Flächen U und V werden demzufolge durch die Wirkung der Feder c mit einer solchen Kraft aneinander gepresst, dass die Flüssigkeit einen Druck von 250-300 kg oder noch mehr per cm2 erleiden muss, um den Widerstand überwinden zu können, den das Ventil W seinem Durchgange entgegensetzt.
Die Anordnung der fast normal zur Oberfläche des Ventils je ausmündenden Kanäle 7'ist insofern vorteilhaft, als die Flüssigkeitsfäden in dem Augenblick, in welchem sie an dem Eintrittspunkt der Quetschflächon gelangen, zertrümmert werden. Die Pfeile in Fig. 1 zeigen den Gang der Flüssigkeit an.
Auf dem Sammler 7 ? ist vorteilhaft noch ein Rohrstück e angebracht, in welchem die Mündung einer Austrittsöffnung f durch ein mittelst einer Feder h an die genannte Öffnung angedrücktes Nadelventil g verschlossen gehalten wird, wobei die Spannung der Feder derart bemessen ist, dass sich das Nadelventil öffnen könne, sobald der Flüssig- keitsdruck eine bestimmte, oberhalb dos erforderlichen normalen Arbeitsdruckes gelegene
Grenze überschreitet. Oberhalb des Rohrstückes e befindet sich ein Nadelventil i, welches den Austritt der in dem Apparat eingeschlossenen Luft bei der Ingangsetzung des Ganzen ermöglicht.
Die vorstehend beschriebenen konstruktiven Einzelheiten sind insofern vorteilhaft, als dieselben ein regelmässiges, einwandfreies Funktionieren des Apparates gewährleisten ; immerhin können diese Einzelheiten Abänderungen verschiedenster Art erleiden, ohne dass dadurch der Ertindungsgegenstand selbst eine Änderung erleiden würde, wenn nur das wesentliche Merkmal desselben, d. h.
die Verwendung von die erforderliche innige Mischung der heterogenen Flüssigkeitsbestandteile bewirkenden, elastisch gegeneinander gepressten
Flächen, deren eine das Austrittsende eines von feinen Kanälen l'durchsetzten Teiles darstellt, beibehalten erscheint, wobei selbstverständlich auch die Form und die Dimensionen der genannten Flächen, sowie ihre Betätigung mit Bezug auf die zieheisenartige Anordnung der Kanäle T'in der Zwischenwand- des Ansatzes S verschieden sein können.
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