AT17457B - Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer möglichst homogenen Beschaffenhelt der Milch. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer möglichst homogenen Beschaffenhelt der Milch.

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AT17457B
AT17457B AT17457DA AT17457B AT 17457 B AT17457 B AT 17457B AT 17457D A AT17457D A AT 17457DA AT 17457 B AT17457 B AT 17457B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  AUGUSTE GAULIN m PARIS. 
 EMI1.1 
 



   Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Vorrichtung zur Erzielung einer derart innigen Mischung der Bestandteile der Milch   und ähnlicher emulsionsartiger Flüssig-   keiten, dass diese   Flüssigkeiten   eine dauernd homogene Beschaffenheit erlangen bezw. eine nachträgliche Absonderung der   emulsionierten   Teilchen, z. B. eine Entrahmung der Milch, nicht mehr gestatten. 



   Es ist allerdings bereits bekannt, Emulsionen dadurch herzustellen, dass die zu emulsionierenden Flüssigkeiten unter starkem Druck zwischen elastisch gegeneinander gedrückten und genau aufeinander gepassten Flächen, beispielsweise zwischen dem Körper und dem Sitz eines stark belasteten Ventils   hindurchgepresst   und dadurch innig miteinander gemischt werden. Die solcherart hergestellten Emulsionen zeigen aber keineswegs eine dauernde bezw. allen äusseren Einflüssen widerstehende homogene Beschaffenheit ; vielmehr gestatten solche Emulsionen ohneweiters die Trennung der suspendierten Teilchen von der diese letzteren enthaltenden Flüssigkeit durch Schütteln oder Ausschleudern. Es erklärt sich dies daraus, dass das Durchtreiben von   emulsionierten   Flüssigkeiten, z. B.

   Milch, durch eine feine Auslaufspalte, wie sie etwa ein stark belastetes Ventil unter der Einwirkung des Flüssigkeitsdruckes darbietet, wohl ein   teilweises Zerreissen der suspendierten Fettkügelchen   bewirkt, ein derartiges blosses Zerreissen der Kügelchen aber ungenügend ist, um eine dauernde   Homogenität   der Milch zu gewährleisten. Die zerrissenen Fettkügelchen bleiben nämlich isoliert und sondern sich leicht wieder von der umgebenden   Flüssigkeit   ab. 



   Behufs Verhinderung einer solchen nachträglichen Sonderung der suspendierten Fettkügelchen wird nun im Sinne des den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahrens zunächst ein Zerreissen der in der Milch enthaltenen Fettkügelchen bewirkt, worauf die in kleine Teile zerlegten bezw. gleichförmig gemachten Kügelchen mit der sie   umgebenden Flüssigkeit einer unter äusserst starkem Druck (mindestens 250 Atm. ) vor sich     gehenden Quetsch-oder Walzoperation   unterzogen und dadurch mit der genannten Flüssigkeit so innig vermengt werden, dass jede nachträgliche Absonderung bezw. Entmischung unmöglich erscheint. 
 EMI1.2 
 aus einem mit feinen Kanälen versehenen   zieheisenförmigen   Teil, durch welchen die zu homogenisierende Flüssigkeit, z.

   B. mit IIilfo einer Anzahl von alternierend betätigten Pumpen   hindurchgedrückt   wird, in Verbindung mit einem ventilartig wirkenden Teil aus 
 EMI1.3 
 des erstgenannten Teiles gepresst erscheint, wobei die sich berührenden Flächen der beiden genannten Teile genau aufeinander gepasst sind. Das Zusammenwirken dieser Teile kennzeichnet sich dadurch, dass die in der zu behandelnden emulsionsartigen Flüssigkeit, z. B.

   Milch, suspendierten Teilchen (Fettkügelchen) bei ihrem unter Druck erfolgenden Durchgange durch die feinen Kanäle des zieheisenförmigen Teiles zunächst zerrissen und auf   gleiche Grösse gebracht   werden, um dann unmittelbar zwischen die sich berührenden Flächen des   zieheisenförmigen   und des ventilartig wirkenden Teiles der in Rede stehenden Vorrichtung zu gelangen und daselbst zerdrückt und mit der sie umgebenden Flüssigkeit so innig vereinigt zu worden, dass eine   nachträgliche   Entmischung der in angegebener 
 EMI1.4 
 Verfahren eine   Temperatur von ungefähr 850 C.   



   In der beiliegenden Zeichnung ist eine   Ausführungsform   des der vorliegenden Erfindung entsprechenden Apparates veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt durch den die innige Vereinigung der in der Flüssigkeit suspendierten Kügelchen u. s. w. bewirkenden Teil nebst einigen sich vorteilhaft an diesen letzteren   anschliessenden   Organen ; Fig. 2 zeigt einen Teil der in Fig. 1 dargestellten Anordnung in Seitenansicht ; Fig. 3 ist ein   Horizontalschnitt   durch den   ventilartig   wirkenden Teil in Fig   1,   welcher die erforderliche feine Zerteilung zustande kommen lässt.

   Fig. 4 zeigt den vontilartig wirkenden Teil W iu grösserem   Massstabe   nebst einem Stück   der zugehörigen Spindel b,   wobei der zwischen diesen beiden Teilen in der Zeichnung vorhandene freie Raum andeuten soll, dass die fraglichen Teile voneinander unabhängig sind. 

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 EMI2.1 
 Speisereservoir, vorteilhaft unter Zwischenschaltung eines Filters, angesaugt, sodann in den Sammler R und in einen Ansatz S getrieben, der an dem genannten Sammler angeordnet ist und die Organe zur Erzielung der gewünschten homogenen Beschaffenheit der Flüssigkeit enthält.

   Diese Organe bestehen in einer Reihe zylindrischer Kanäle T (Fig. 1), welche die   Zwischenwand X   des Ansatzes S durchsetzen, sowie in zwei kalottenförmigen Flächen U V, deren eine die Ausbildung der unteren Seite der Zwischenwand X darstellt, während die andere das ventilartig wirkende   Klötzchen     JV aus hartem   Material, beispielsweise aus Achat, nach oben begrenzt : dieses   Klötzchen   ist in einer entsprechenden Ausnehmung des Ansatzes S beweglich angeordnet.

   An dem unteren Teile des Ansatzes ist eine mit einem Austrittsrohr Z für die homogen gemachte Flüssigkeit versehene Hülse Y befestigt, durch welche und die   Stopfbüchse   a hindurch eine mit ihrem oberen Ende gegen das   Ventil W stossende   Spindel b geführt ist, die von einer sich gegen einen stellbaren, an der Hülse Y befestigten Rahmen d stützenden Feder c nach aufwärts gepresst wird. Die genau aufeinander geschliffenen oder sonstwie aufeinander gepassten Flächen U und   V   werden demzufolge durch die Wirkung der Feder c mit einer solchen Kraft aneinander gepresst, dass die Flüssigkeit einen Druck von   250-300 kg   oder noch mehr per cm2 erleiden muss, um den Widerstand überwinden zu können, den das Ventil   W seinem Durchgange entgegensetzt.

   Die   Anordnung der fast normal zur Oberfläche des Ventils   je ausmündenden   Kanäle   7'ist   insofern vorteilhaft, als die   Flüssigkeitsfäden   in dem Augenblick, in welchem sie an dem Eintrittspunkt der   Quetschflächon   gelangen, zertrümmert werden. Die Pfeile in Fig. 1 zeigen den Gang der   Flüssigkeit   an.

   Auf dem   Sammler 7 ?   ist vorteilhaft noch ein Rohrstück e angebracht, in welchem die Mündung einer Austrittsöffnung f durch ein mittelst einer Feder h an die genannte Öffnung angedrücktes Nadelventil g verschlossen gehalten wird, wobei die Spannung der Feder derart bemessen ist, dass sich das Nadelventil öffnen könne, sobald der Flüssig-   keitsdruck eine bestimmte, oberhalb dos   erforderlichen normalen Arbeitsdruckes gelegene
Grenze   überschreitet.   Oberhalb des Rohrstückes e befindet sich ein Nadelventil i, welches den Austritt der in dem Apparat eingeschlossenen Luft bei der Ingangsetzung des Ganzen ermöglicht. 



   Die vorstehend beschriebenen konstruktiven Einzelheiten sind insofern vorteilhaft, als dieselben ein regelmässiges, einwandfreies Funktionieren des Apparates gewährleisten ;   immerhin   können diese Einzelheiten Abänderungen verschiedenster Art erleiden, ohne dass dadurch der Ertindungsgegenstand selbst eine Änderung erleiden würde, wenn nur das wesentliche Merkmal desselben, d. h.

   die Verwendung von die erforderliche innige Mischung der heterogenen Flüssigkeitsbestandteile bewirkenden, elastisch gegeneinander gepressten
Flächen, deren eine das Austrittsende eines von feinen Kanälen l'durchsetzten Teiles darstellt, beibehalten erscheint, wobei selbstverständlich auch die Form und die Dimensionen der genannten Flächen, sowie ihre Betätigung mit Bezug auf die zieheisenartige Anordnung der Kanäle T'in der   Zwischenwand-   des Ansatzes S verschieden sein können. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Erzielung einer innigen Mischung der wesentlichen Bestandteile der Milch und ähnlicher Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Zerreissen und Gleichförmigmachen der Fettkügelchen der Milch bewirkt wird und die zerrissenen KÜgelchen sodann mit der sie umgebenden Flüssigkeit einer unter sehr hohem Druck (250-300 atom.) vor sich gehenden Walz-oder Quetschoperation unterworfen werden, so EMI2.2 2.
    Zur Durchführung des unter 1 gekennzeichneten Verfahrens eine Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass gegen einen mit feinem Kanälen (T) versehenen düsenartigen EMI2.3 gepresst wird, wobei die Berührungsflächen und V) der beiden genannten Teile genau aufeinander gepasst sind, so dass die beim Hindurchpressen der Milch durch den düsenartigen Teil der Vorrichtung zerrissenen bezw. gleichförmig gemachten und sodann zwischen die erwahnten Berührungsflächen gelangenden Fettkügelchen daselbst die erforderliche Walz- oder Quetschwirkung erleiden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT17457D 1902-08-19 1902-08-19 Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung einer möglichst homogenen Beschaffenhelt der Milch. AT17457B (de)

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