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Österreichische PATENTSCHRIFT Nit 17295. JULIUS WURSTER UND PAUL DIETZ IN DERENDINGEN-TÜBINGEN.
Bandsäge.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Bandsäge, bei welcher die obere Sägonschoibe federnd aufgehängt ist, damit sie den beim Betriebe wechselnden Spannungen des Sägeblattes nachgeben kann und dadurch das Reissen der Sägeblätter möglichst vermieden wird.
Zu diesem Zwecke hat man bisher die obere Bandsägenscheibe mit ihrem prismatischen oder runden Führungskörper bezw. mit zwei die Lager der oberen Bandsägenscheibe tragenden Stempeln zusammen durch Gewichte oder Federn auszubalancieren gesucht. Die hiebei in kürzester Zeit zu beschleunigenden Massen, bestehend in der Sägenscheibe, der Achse, den Lagern und dem schweren Führungskörper oder den Führungsstempeln, sind zu gross, um sich den Spannungen des Sägeblattes entsprechend rasch genug auf-und abwärts bewegen zu können. Hiezu treten noch die ganz beträchtlichen Reibungswiderstände des Führungkörpers und die unvermeidlichen Klemmungen desselben in seiner Führung, so dass nur eine ganz geringe Nachgiebigkeit erzielt wird.
Entgegen der in der D. R. Patentschrift Nr. 3805 beschriebenen Ausführung, welche die Einstellung der Sägenscheibe auf die Länge der Sägeblätter und die Spannung der letzteren mittels Hebel in parallelogrammähnlicher Anordnung bewirkt, wird das Sägeblatt
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durch einen prismatischen Führungsschlitten s s eingestellt, während die Lager l der Sägescheibenwelle in einem Paar Doppelhebel a a aufgehängt sind. Die an ihrem unteren Ende fest miteinander verbundenen Doppelhebel a a schwingen bei Änderungen in der Spannung des Sägeblattes um Zapfen g, die in dem Führungsschlitten s s festliegen.
An diesem ist eine Regulierspindel m angebracht, welche mittels einer Spiralfeder f auf ein die Doppelhebel a a an ihren unteren Endes verbindendes Querhaupt c drückt. Je nach dem Querschnitt der Sägeblätter wird durch die Muttern auf der Regulierspindel m die Feder f mehr oder weniger stark gespannt, was an einer Skala, auf die ein an dem Hebel a angebrachter Zeiger weist, ablesbar ist. Das Höher-und Niedrigerschrauben des Führungsträgers s s erfolgt mittels Schraube n und Handrades t.
Ist das Sägeblatt auf die seiner Länge und seinem Querschnitt entsprechende Spannung eingestellt, so werden die geringsten Änderungen in der Spannung, hervorgerufen durch den wechselnden Schnittwiderstand, in vollkommenster, raschester Weise durch Feder fund Hebel a ausgeglichen. Die Abweichung der oberen Sägenscheibe von der senkrechten Richtung durch die Schwingung der Lagerung um die Bolzen 9 ist so gering, dass sie nicht schädlich für den Betrieb ist, denn die für den Spannungsausgleich des Sägeblattes nötigen senkrechten Bewegungen sind sehr klein.
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