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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni. 17286. IVAN REBEK IN CILLI (STEIERMARK).
Schiessscheiben-Träger.
Der Scheibenträger dient dazu, um auf Schiessplätzen die Scheibe in einer für den Schützen sichtbaren Weise zu tragen, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Bei den derzeit in Verwendung stehenden, eisernen Scheibenträgern werden die Scheiben, von welchen jede in einen Schlitten eingesteckt ist, durch Auf-oder Abwärtsbewegen dieser Schlitten innerhalb des Scheibenträgers (in senkrechten Ebenen) abwechselnd dem Schützen gezeigt.
Gleitet der eine der beiden Schlitten, die durch ein, über eine Rolle geleitetes Drahtseil miteinander verbunden sind, in dem Scheibenträger nach aufwärts, so gleitet gleichzeitig der zweite Schlitten abwärts. Die Bauart dieser Scheibenführung wird durch die schematischen Fig. 2 und 3 versinnbildlicht.
Der Übelstand bei dieser Scheibenführung besteht darin, dass die Schlitten oft aus dem Scheibenträger springen und dass dem, den Schlitten bewegenden Zieler in vielen Fällen die Finger nicht nur zerquetscht, sondern auch abgerissen werden. Gegenüber dieser Scheibenführung, durch Gleiten zweier Schlitten in senkrechten Ebenen innerhalb des Scheibenträgers, besteht der Grundgedanke der in den Fig. fi, 6 und 7 dargestellten Bauart darin, dass die, an beiden Enden eines steifen Rahmens befestigten Schreiben durch Drehung dieses Rahmens um eine wagrechte, unbewegliche Achse entweder über oder unter die Zielerdeckung gebracht werden.
Wurde auf die oben befindliche Scheibe geschossen, so wird durch eine Drehstange der Scheibenträger samt den Scheiben in die entgegen- gesetzte Lage gebracht, d. h. die oben befindliche Scheibe gelangt herunter, die unten befindliche hinauf. Hiebei stellt sich der Scheibenträger während der Drehung in die nur beispielsweise willkürlich angenommenen Lagen 1, 2, 3, 4 und 5, wie aus Fig. 1 entnommen werden kann. Es erfolgt also beim Wechseln der Scheiben der Übergang aus Lage 1 in
Lage 5 und umgekehrt, was einer jedesmaligen Drehung von 1800 entspricht.
Der bewegliche, eiserne Scheibenträger (Fig. 5, 6 und 7) besteht der Hauptsache nach aus einem steifen Rahmen. Derselbe ist aus den schmiedeisernen Rohren a und den
Kniestücken b zusammengesetzt. Der Rahmen ist um die Hauptachse c drehbar. Diese
Hauptachse ist einesteils in dem, auf der Holzunterlage d bezw. dem Ständer e befestigten
Lager f1, unverdrehbar befestigt, anderenteils in dem Kniestück b1 gelagert.
Die Nebenachsen 9 sind in den Kniestücken b drehbar.
Mit den Nebenachsen 9 sind die Kufen" fest verbunden. Diese Kufen dienen zur
Aufnahme der Holzfüsse der Scheiben.
Damit die Scheiben in jeder der durch die Drehung des Rahmens um 1800 hervorgerufenen Lage in senkrechter Stellung erhalten bleiben, ist auf der Hauptachse c und jeder der beide. Nebenachsen g ein Rad k aufgekeilt, das hei den Nebenachsen als Ketten- rad ausgeführt ist. Über die drei Räder k läuft ein Drahtseil l bezw. eine Kette m, die sich mit ihren Gliedern in das Kettenrad einlegt. Zum Spannen oder Nachlassen des Drahtseiles dient das Spannschloss n.
Mit dem Kniestücke bl ist die Drehstange o fest verbunden.
Zur leichteren Drehung des Scheibenträgers sind an der Drehstange zwei Handgriffe p angebracht ; von der Mitte der Drehstange aus setzt sich noch ein Arm q (ebenfalls mit
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einem Handgriss) fort. Zum Feststellen der Drehstange und mit ihr des Scbeibentrl18ers
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Teil eine aus zwei abgerundeten Backen gebildete Nut zur Aufnahme des Endes der Drehstange besitzt.
Soll der Rahmen und mit ihm die Scheiben gedreht werden, so wird der Klemmer r in der Richtung des Pfeiles gegen den Ständer e gedrückt, wodurch die Drehstange ausgelöst wird. Der Klemmer fällt hierauf infolge seines Eigengewichtes in die gezeichnete Lage urück und nach beendigter Drehung gleitet die Drehstange von selbst an den runden Backen in die Nut.
A. n den eingangs erwähnten Kufen h sind aussen Winkeleisen s befestigt, welche sich nach vollzogener Drehung des Scheibenträgers an die Ständei e anlegen. Zur Versteifung gegen Winddruck sind an den Kufen h die Winkeleisen t befestigt, welche die Kniestì1cke gerade noch derart berühren, dass innerhalb der Winkeleisen t die Bewegung der Kniestücke bei der Drehung erfolgen kann.
Der gesamte Scheibenträger ruht auf den Ständern e bezw. der Holzunterlage d.
Zum Festhalten der eingezapften Ständer dienen noch die Spreizstangen v, die mittels eines Eisenbandes w an den Ständern befestigt sind.