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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17238.
GENERAL ELECTRIC COMPANY IN SCHENECTADY (V. ST. v. A.).
Bogenlampe.
Neben anderen Vorteilen bezweckt die vorliegende Erfindung die den Bogen umgebende Glasglocke rein zu erhalten bezw. das Ansetzen von Rauch und Verbrennungsprodukten an der Glocke zu verhindern, sowie einen konstanten Bogen zu schaffen. In der Zeichnung ist die Bogenlampe dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt derselben, Fig. 2 schematisch eine Ausführungsform der Lampe. Das Gestell der Lampe besteht aus zwei Platten 1 und 2, welche durch Bolzen 3 und 4 miteinander in gewissen Abständen verbunden sind. Von der unteren Platte 1 hängen zwei Stangen 5 und 6 herab, welche an ihren Enden durch einen Balken 7 verbunden sind, der den unteren Kohlenhalter 8 und die Glasglocke 9 trägt.
Letztere ist an ihrem Boden geschlossen und oben mit einem Deckel 10 bedeckt, welcher zylindrisch geformt und mit einem entsprechend abgesetzten Teile in die obere Mündung der Glasglocke einpasst. Durch die zentrale Bohrung der Platte 1 ist eine Röhre 11 gesteckt, welche über die Platte 1 hinaus nach unten ragt und durch eine Flansche an der Platte 1 festgehalten wird. Eine zweite Röhre 12, welche an ihrem unteren Ende mit einer kegelartigen Erbreiterung 13 versehen ist, bildet mit der Röhro 11 eine teleskopartige Einrichtung und besitzt eine durch die Arme 14 verspreizte Nabe, welche auf der oberen Kohlenhalterstange 15 aufgeschoben ist. so dass sich die Rohre 12 mit dem oberen Elektrodenhalter verschiebt. Das Regulierungssolenoid 16 ist zwischen Balken 18 und 19 untergebracht, die auf den Röhren 20 aufgeschoben sind.
Letztere ragen mit ihren abgesetzten Enden in entsprechende Bohrungen der Platte 2 hinein. In dem Solenoide 16 befindet sich die röhrenförmige Armatur 22 aus magnetischem Matcriatc an cinur Feder 25 angehängt, deren oberes Ende an dem Deckel einer Hülse 24 befestigt ist, welche auf dem Balken 18 aufsteht. Das untere Ende der Armatur steht
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bindung, an welchem der Kupplungsmechanismus 26, der Bremstopf 27 und der obere Kohlenträger 15 befestigt ist, welch letzterer sich in den beiden Röhren bewegen kann.
Die teleksopartige Einrichtung 11 und 12 hat den Zweck, einen nach aufwärts gerichteten Luftzug in der Nähe des Bogens zu bilden, welcher nach dem nächst höher liegenden Räume über dem logen gerichtet ist und ein Flackern desselben verhindert. Beispielsweise ist der Deckel 10 mit mehreren Bohrungen 28 ausgestattet, durch welche Luft in das Innere der Giasgtoc. ko eintreten kann. Die Verbrennungsgase und die heisse Luft steigen durch die Röhren 11 und 12 nach oben, bewirken dadurch ein teilweises Vakuum in der Glasglocke, in weiche nun durch die Bohrungen 28 Frischluft einströmt.
Die warme Luft und die Vorbrenuungsprodukte gelangen nun in den Raum zwischen den Platten 1 und 2, welcher von einem Mantel 29 eingeschlossen ist, so dass eine Kammer gebildet erscheint, welche durch die Röhren 20 mit der äusseren atmosphärischen Luft kommuniziert. Dadurch wird eine intensive Luftzirkulation geschaffen, welche einerseits ein Flackern des Bogens verhindert, andererseits die Wegschaffung von Rauch und festen Verbrennungsprodukten bewirkt, welche sich während des Leuchtens bilden sollten.
Soll das Austreten dieser Ver- brennungsprodukte und des Rauches in die Atmosphäre verhindert werden, so wird die Kammer zwischen den Platten 1 und : 2 mit Filtersieben 80 ausgestattet, welche die oben genannten Verunreinigungen in der Kammer zurückhalten. Um bei Erzielung des konstanten Bogenlichtes die teleskopartige Einrichtung am wirksamsten zu verwenden, wird die obere
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Serienwiderstand ; M ist isoliert um die'Ltfftzugröhren 20 angeordnet und vergrössert bei Erwärmung der letzteren den erstrebten Luftzug. Bei der beschriebenen Nübenschlusslampe ergibt sich der Vorteil, dass sich die Elektroden nicht berühren, wenn der Strom unterbrochen ist.
Dadurch ist die Möglichkeit des Aneinanderhaftens von sich berührenden heissen Elektroden, welche aus gewissen Materialien bestehen, behoben. Wenn solche Elektroden bei Lampen mit dem gewöhnlichen Serienregulierungsmagnet verwendet werden, so ist eine Vorrichtung getroffen, um die Kohlen voneinander entfernt zu halten, wenn der Strom unterbrochen ist, und ist eine diesbezügliche Einrichtung in Fig. 2 dargestellt. Der Kern des Serienregulierungsmagneten 33 trägt den oberen Elektrodenhalter 34 und eine kleine Stange 35. Eine Klinke 36 wird durch eine Feder 37 gegen die Stange 35 gezogen und von letzterer entfernt, wenn der Anker 39 des Magneten 38 angezogen ist.
Der Anker 39 steht mit der Klinke 36 in Verbindung. Der Magnet 38 liegt in einem Nebenschlussstromkreis von bedeutendem Widerstande. Erlischt der Bogen, so kann die obere Elektrode nach abwärts gleiten. Im Momente aber, als sie die untere Elektrode berührt, wird der Bogen wieder durch die Regulierungsspule 33 hergestellt. Ist der Strom jedoch unterbrochen, so kommt der Magnet 38 ausser Wirkung. Infolgedessen vermag die Feder 37 zur Wirkung zu kommen und die Klinke 36 fixiert die Spange 35. In Fig. 2 ist auch eine Modifikation der Vorrichtung zur Konstanterhaltung des Bogens dargestellt.
Die Glasglocke 40 umgibt die Elektroden 41 und 42. Die obere Elektrode wird von einer durch die Kupplung 44 regulierten Stange 43 getragen, welche mit einer der Röhre 12 aus Fig. 1 entsprechenden Röhre 45 verbunden ist. 46 bezeichnet die von dem oberen
Elektrodenhalter durchsetzte Röhre. Die heisse Luft steigt durch die Röhre 45 empor und
Frischluft strömt in die Glasglocke durch den Raum ein, welcher zwischen letzterer und der Röhre 45 gebildet erscheint.
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1.
Bogenlampe, bei welcher ein längerer Bogen zwischen Elektroden gebildet wird, welche für gewöhnlich Rauch erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die obere in eine Glocke hineinragende Elektrode 31 mit einer Röhre 12 verbunden ist, welche mit der Elektrode auf und ab bewegt wird und in der Höhe des Elektrodenendes in einen nach unten zu erbreiterten Konus 13 ausgeht, welcher die durch entsprechende, verhältnismässig weite Bohrungen 28 in die Glocke einströmende Luft in ihrer Strömungsrichtung nach aufwärts gegen den Bogen leitet, um letzteren konstant zu erhalten, während in Verbindung mit den Abzugrohren 20 angeordnete Filtersiebe 30 die in den heissen Luftströmen enthaltenen Verunreinigungen zurückhalten.