<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 1 721 6.
GOTTFRIED LEBRECHT TILLMANNS m MOSKAU.
Vorrichtung zum Festhalten der Papierrolle und zum regelmässigen Abrollen des Papierbezw. Kartonbandes bei Zigaretten-Mundstückhülsenmaschinen.
Bei der Herstellung von Zigarettenhülsen wird das dazu erforderliche Papier von einer Papierrolle abgewickelt, die sich auf einer drehbaren Scheibe befindet. Bei den bisher bekannten Einrichtungen dieser Art erfolgt jedoch die Abwicklung sehr ungenau uuu führt oft zu einem Zerreissen und Verknotet des Papierstreifens, was sowohl bei einer Verlang- samung der Abwicklung, als auch bei einer zu schnellen Abwicklung stattfindet. Ein weiterer Übetstand dieser Einrichtungen ist darin zu erblicken, dass die Papierrolle auf der sich drehenden Scheibe sich selbständig dreht und daher die Unregelmässigkeit des Arbeitsganges noch erhöht.
Die vorliegende Erfindung will die angedeuteten Übelstände dadurch ver- meiden, dass zunächst die Papierrolle auf der Scheibe durch von innen vorspringende und von aussen zu betätigende Spitzen durchaus sicher festgehalten und gegen selbständige Drehung gesichert wird, während andererseits die Abwicklung des Papieres dadurch reguliert wird, dass sich die Papierrolle ständig unter der Wirkung einer feder-oder gewichtsbelasteten Rolle befindet, so dass die Abwicklung stets die gleiche sein muss.
Die vorliegende Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Scheibe für die Papierrolle, Fig. 2 ein ähnlicher Schnitt mit einer anderen Stellung der Teile, Fig. 3 ein Horizontalschnitt durch die Scheibe und Fig. 4 eine Ansicht der Scheibe von aussen. Fig. 5-10 zeigen die Vorrichtung zur
EMI1.1
In den Fig. 1-4 ist 1 die Scheibe oder Walze, die zur Aufnahme der Papierrolle dient. Diese Scheibe besitzt im Innern eine Büchse. 2, mit welcher sie auf der Achse. 3 der Maschine sitzt und um diese drehbar ist. Auf der Büchse 2 im Innern der Walze ist eine besondere Scheibe 4 : aufgesteckt, welche exzentrische Auflaufflächen mit einem plötzlichen Abfall besitzen, so dass eine Art von Zahn entsteht.
Diese Scheibe 4 wird von aussen durch Knöpfe 6 betätigt, die durch Schlitze 5 der Scheibe 1 hindurchgehen (Fig. 4). An der inneren Peripherie der Scheibe 1 sind Zapfen 8 angeordnet, deren der Peripherie der Scheibe zugekehrte Enden scharfe Spitzen besitzen. Diese Zapfen stehen unter Wirkung von Federn 7, welche dieselben nach dom Zentrum zu, also gegen die Scheibe 4 drücken. Bei der in Fig. 1 gezeigten Normallage der Teile befinden sich die Zapfen 8 unmittelbar hinter den zahnartigen Vorspruengen der Scheibe 4. In dieser Stellung reichen die Spitzen der Zapfen nicht über die Peripherie der Scheibe hinaus, so dass die Papierwalze leicht aufgesteckt und herabgenommen werden kann.
Befindet sich eine Papierrolle auf der Scheibe und soll diese gesichert werden, so hat man mit Hilfe der Handgriffe 6 nur die Scheiben in der Pfeilrichtung (Fig. 1) zu drehen, wodurch die Zapfen 8 infolge
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
Des weiteren besteht diet vorliegende Erfindung in einer Vorrichtung zum Regeln der Abwicklung der Papierrolle. In den Fig. 6 und 6 ist 1 die Scheibe und 2 die aufgesetzte Papierrolle, die in der aus Fig. 1-4 ersichtlichen Weise gegen selbständige Drehung gesichert wird. Die Scheibe j ist um die Achse 3 der Maschine, die auf einem Ständer 9 angeordnet ist, drehbar. An einem Ansatz 10 dieses Ständers ist um den Punkt 11 ein zweiarmiger Hebel 12 drehbar, dessen beide Schenkel in einem spitzen Winkel zueinander liegen. Der längere dieser Schenkel ist mit einer Rolle 13 aus Holz oder ähnlichem Material versehen, während der andere kürzere Schenkel unter Wirkung einer Feder 14 steht, deren anderes Ende an den Schraubenhaken J5 angehängt ist.
Der Hebel 12 steht auf diese Weise ständig unter der Wirkung der Feder 14, derart, dass der längere Arm desselben mit der Rolle 13 gegen die Papierrolle 2 angepresst wird. Dieses Anpressen kann durch Verstellen des Schraubenhakons 15 beliebig reguliert werden. Infolge dieser Anordnung wird also das Papier nie zu langsam und nie zu schnell abgewickelt werden können.
In den Fig. 7 und 8 ist eine weitere Ausführungsform dieser Erfindung veranschaulicht. Die Anordnung der Scheibe 1 der Papierrolle 2 auf dem Ständer 9 ist genau die gleiche wie in Fig. 5 und 6. Der doppelarmige Hebel 12, der wieder an dem längeren Arm die Rolle 13 trägt, ist am anderen Arm mit einem im Schlitz 16 verstellbaren Gewicht 17 versehen, so dass durch Verstellung ded Gewichtes 17 die Rolle 13 mehr oder minder stark angepresst worden kann. Ein am Ständer 9 drehbarer Hebel 18 dient als Anschlag zur Begrenzung des gewichtbelasteten Hebels in seiner niedrigsten Stellung.
Auch hier wird der gleiche Effekt erzielt, wie er in Bezug auf Fig. 5 und 6 schon beschrieben wurde.
In den Fig. 9 und 10 ist schliesslich die dritte Ausführungsform dargestellt, in welcher die Scheibe 1 und die Papierrolle 2 wieder auf dem Ständer 9 in der schon angedeuteten Weise angeordnet ist. In diesem Falle wird die an der Papierrolle anliegende Rolle 13 von einem Hebel 19 getragen, der unter Wirkung von untereinander verbundenen Hebeln 20, 21, 22 steht. Dieser letztere Hebel trägt an seinem Ende das Gewicht 17, durch welches ein Hochdrücken des Hebels 19 und damit ein Andrücken an die Rolle 13 an die Papierrolle 2 bewirkt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Verhindern des Gleitens der Papier- bezw. Kartonrolle auf dem Umfange der sie tragenden Scheibe bei Zigaretten-Mundstückbutsenmaschinen, gekennzeichnet durch die Anordnung radialer, unter Federdruck stehender Stifte am Kranz dieser Scheibe, welche Stifte durch Verdrehen einer Scheibe mit exzentrischen Umiaufflächen gegen die Papierrolle gepresst werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.