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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 17169. PERSONAL HYGIENE COMPANY IN CHICAGO.
EMI1.1
Diese Erfindung betrifft ein neues Instrument, um irgendwelchen zugänglichen, aussen oder innen gelegenen Teilen des Körpers zu therapeutischen und diagnostischen Zwecken eine mechanische Vihrationsbehandlung zukommen zu lassen. Es geschieht dies durch eine biegsame Welle, Schnur, durch ein Kabel oder dgl., das mit dem zu behandelnden Körperteil in Berührung gebracht und gleichzeitig durch einen Motor in rasche Umdrehung versetzt wird.
In der beifolgenden Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Ausführungsform des Instrumentes Fig. 2 ein gleichartiges Instrument im Schnitt, wobei das eine Ende der biegsamen Schnur mit einem Elektromotor verbunden und in einem biegsamen Gummischlauch drehbar gelagert ist ; Fig. 3 ist ein Schnitt des anderen Endes der biegsamen Welle oder Schnur mit einem Lager in etwas grösserem Massstabe ; Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht eines mittleren Teiles der Welle, gleichfalls in einem Lager und Fig. 5 veranschaulicht einen Teil einer anders ausgebildeten, biegsamen Welle in dem Schlauche. Mit A sei das be- zeichnet, was aus Mangel an einem treffenderen Ausdrucke biegsame Welle genannt werden soll. Es kann eine Schnur, ein Kabel oder auch ein biegsamer Draht sein.
Das in der Zeichnung dargestellte Instrument zeigt in seiner Verwendung der biegsamen Schnur eine gewisse Ähnlichkeit mit den Bohrmaschinen der Zahnärzte und die dort angewendete Art der flexiblen Wolle wird auch hier vorzugsweise gebraucht. Um die beabsichtigte Wirkung des Instrumentes hervorzubringen, besitzt die Welle A in gewissen Abständen seitliche Auswüchse oder exzentrische Knöpfe a (Fig. 1 und 2), deren Exzentrizitäten gegeneinander versetzt sind oder etwa auch, wie dies Fig. 5 zeigt, Ausbiegungen im Zickzack. Diese
Knöpfe oder Ausbiegungen wirken bei der raschen Umdrehung der Welle als Klopfer. An dem dem Motor gegenüberliegenden Ende der Welle, das vorzugsweise in einem Lager b läuft, sitzt ein Kopf c.
Es ist vorteilhaft, die biegsame Welle in einen biegsamen Schlauch zu verlegen, obwohl dies nicht unbedingt notwendig ist, da man das Instrument auch in der folgenden Weise gebrauchen kann : Das eine Ende der Welle A ist mit der Welle eines geeigneten Motors gekuppelt, z. B. eines Elektromotors (Fig. 2) B. Selbstverständlich kann die Welle aber auch von Hand aus oder mittels eines Fussantriebes in Umdrehung versetzt werden. Der Patient oder der Behandelnde hält die biegsame Welle beim Kopfe c oder beim Lager b, wenn ein solches vorhanden ist, mit einer Hand fest, während der mittlere Teil entweder gestreckt oder abgebogen an den zu behandelnden Körperteil an- gelegt wird.
Eine gebräuchliche Art des Anlegens ist die, dass man die Welle spiralig um den zu behandelnden Körperteil windet, wie dies in einfacher Weise bei der Behandlung eines Armes, Beines, des Halses, des Kopfes u. s. w. geschehen kann. Wird dann der Motor in Gang gesetzt, so gerät die Welle A in rasche Umdrehung und die exzentrischen Knöpfe oder Ausbiegungen schwingen und klopfen gegen den Körper und unterwerfen ihn der gewünschten Behandlung. Es ist jedoch besser, die biegsame Welle A samt ihren Exzen- trizitäten in einen biegsamen Schlauch C einzuschliessen. Bei den in den Fig. 2 und 5 dargestellten Instrumenten ist der Schlauch aus weichem Gummi gedacht und ist an dem dem Motor gegenüberliegenden Ende geschlossen, an dem anderen Ende offen.
Nächst
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dem geschlossenen Ende befindet sich eine seitliche Öffnung, durch welche die biegsame Welle eingebracht wird. Um den Schlauch vor Abnutzung zu bewahren, kann seine Innenfläche in irgend einer Weise armiert werden, z. D. durch eine Drahtspirale e. Das Lager h wird durch das geschlossene Ende des Schlauches gegen Verdrehung gesichert. Längs der Welle sind ausser diesem Lager noch eines oder mehrere Lager bl angeordnet, welche eine ordnungsmässige Umdrehung in dem Schlauche gewährleisten, und jedes ist durch Anlehnung an einen auf der Welle A befestigten Knopf b2 gegen Längsverschiebung gesichert.
Um das mit einem Schlauche versehene Instrument in Betrieb zu setzen, wird die Welle in ganz gleicher Weise wie früher mit einem Motor gekuppelt und der Schlauch wird an den zu behandelnden Körperteil angelegt. Bei der durch den Motor bewirkten, raschen Umdrehung der Welle innerhalb des Schlauches werden die exzentrischen Knöpfe oder Ausbiegungen gegen die Innenwand des Schlauches schlagen und dadurch die Vibrationen oder Erschütterungen dem Körper übermitteln. Der Gummischlauch befähigt das Instrument, für alle möglichen aussen gelegenen Körperteile angewendet werden zu können, aber auch für die innerliche Behandlung, z. B. für die des Magens.
Es ist nicht wesentlich, dass die biegsame Welle um den zu behandelnden Körperteil gewunden wird, da die Wirkung der Vibrationen durch jede Form der Welle hervorgebracht wird. Es ist klar, dass der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke in der verschiedensten Weise verkörpert werden kann. Als Bei- spiele von anderen Ausführungsformen der Umhüllung, um das Instrument für die Behandlung von verschiedenen Körperteilen, wie der Füsse, des Rumpfes u. s. w. geeignet zu machen, mögen angeführt werden die Form von Strümpfen, Jacken, Bandagen u. dgl., in weichen die biegsame Welle, ausgestreckt oder gewunden, lose zwischen Lagern eingelegt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Massiergerät für Vibrationsmassage, gekennzeichnet durch eine in irgend einer Weise in rasche Umdrehung versetzbare, biegsame Welle, welche in beliebigen Abständen mehrere exzentrische Knonfe, Ansbiegungen oder dgl. besitzt, wobei die Welle an den an der Körperoberfläche oder im l (Örperinnern liegenden, zu behandelnden Körperteil angelegt wird und diesem die Erschütterungen mitteilt.