AT17014B - Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren. - Google Patents

Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren.

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AT17014B
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eliminating
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Karl Eberhard
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Karl Eberhard
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Österreichische   PATENTSCHRIFT N 17014.   



   KARLEBERHARDINLAIBACH. 



  Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren. 



   Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung an Automobilen, Motorwagen u. dgl. zur Beseitigung der für die Wageninsassen gefährlichen und unangenehmen Fliehkraftwirkung beim Befahren von Kurven. 
 EMI1.1 
 kraft die Fahrgäste, sich behufs Erhaltung des Gleichgewichtes stark gegen das Fliehkraftzentrum zu neigen, wobei der Fahrende seine Sitzfläche zum Teile verlassen und, auf eine 
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 die richtige Lage zur Sitzfläche zu verlegen. Bei grösserer Geschwindigkeit ist dies mit einer   beträchtlichen Unbequemlichkeit   und Unsicherheit verbunden. 



   Diese   Unannehmlichkeit   lässt sich dadurch beheben, dass die   Sitznäche bezw.   der Wagenkasten in einer dem jeweiligen Krümmungsradius und der Geschwindigkeit des Fahrzeuges in der   krummen   Bahn entsprechenden Weise geneigt wird, so dass der Fahrende, ohne selbst seine Stellung zu ändern, in eine solche Lage gelangt, dass die Resultierende   au < ; Eigengewicht   und Fliehkraft stets die gleiche Lage zur Sitzfläche beibehält. 



   Diese Schrägstellung des   Sitzes bezw.   des Wagenkastens kann automatisch mit der Lenkung des Wagens erfolgen. 
 EMI1.3 
 



   Wie ersichtlich, sind zwei ständig vom   Motor angetriebene Scheiben   a, b vorhanden, welche in der Mitte konkave Ausnehmungen c, d besitzen, denen   Friktionsrollen r, f gegen-   überstehen. Die Friktionsrollen e   und/sitzen auf Hülsen und h,   welche in entsprechenden
Lagern parallel zur   Längsachse   des Wagens auf   Lenkstangen i, k verschiebbar   sind. Difse   Lenkstangen i, k   sind gegen das Ende hin zu Schraubenspindeln ausgbilet, mit welchen die mit Innengewinde versehenen Friktionsrollen e, f in Eingriff stehen. 



   Die Hülsen g, h sind ausson zu Schnecken ausgebildet, welche mit Wurmrädern l, m in Eingriff stehen. Unter dem   Wagenkasten) ! (Fig.   2) sind mit Aussengewinde versehene
Hülsen o angeordnet, welche in mit Innengewinde versehenen   Führungsmuffen   p die Trag- federn durchsetzen und in deren vierkantige Höhlung die vierkantigen   Achsen g der Wurm-     räder/, m eingreifen.   



   Die Lenker i, k sind durch entsprechende Hebel mit dem Stellhebel   r der Lenk-   vorrichtung des Fahrzeuges verbunden, wobei die Feststellung des Hebels r mittelst einer
Sperrklinke auf dem Zahnbogen s erfolgt, wodurch auch die Lenker i, k festgestellt werden. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Durch Handhabung des Lenkrades oder Lenkhebels seitens des Wagenlenkers beim Einfahren in eine Kurve werden die bei gerader Fahrt den Ausnehmungen c und d   gegenüberstehenden und auf   den Schrauben- spindeln i und   k sitzenden Friktionsrollen e und f gegen   den Rand der Scheibe   b bezw. n   verschoben, u. zw. nach einander entgegengesetzten Richtungen. Wenn also z. B. die Rolle   e   nach vorne bewegt wird, wird gleichzeitig die Rolle f um das gleiche Mass nach hinten   @ kommen. Die Verstellung   der Rollen ist eine der Verstellung des   Lenkers r entsprechendf,   also bei flachen Kurven eine geringe und bei starken Kurven eine bedeutende.

   An der
Verschiebung der Friktionsrollen nehmen auch die mit Aussengewinde ausgestattete Hülsen g 

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 EMI2.1 
 den Rand der Scheiben a und b verschobenen   Friktionsrollen f und   e werden nun durch diese Scheiben in Rotation versetzt und schrauben sich auf den als Schraubenspindeln ausgebildeten Achsen k und i, die durch die Kraft des Wagenlenkers oder durch geeignete Sperrvorrichtungen in ihrer verschobenen Lage festgehalten werden, nun wieder gegen ihre   Mittellage zurück, bis sie den Ausnehmungen c und d wieder gegenüberstehen und hiedurch zum Stillstand kommen. Da die Friktionsrollen hiebei wieder die Hülsen 9 zorüçkverschieben,   so wird hiedurch der Kasten ebensoviel wieder gesenkt bezw. gehoben, als er durch die von Hand aus erfolgte Verschiebung der Hülsen gehoben bezw. gesenkt wurde.

   Trotzdem wird sich aber der Kasten nicht in horizontaler Lage befinden im Momente, in welchem die Friktionsrollen wieder den Ausnehmungen c und d gegenüberstehen. Denn so lange die Friktionsrollen mit den Scheiben in Berührung sind, werden sie in Drehung versetzt. 



  Diese Drehbewegung der Friktionsrollen wird durch das steile Gewinde g bezw.   h   auf die   Wurmräder übertragen   und diese bewirken durch ihre Drehung vermittelst der Schraube c eine Verstellung des Wagenkastens, welche ihr Maximum erreicht, wenn die Friktions- rollen e und f den Ausnehmungen c und d der Scheiben a bezw. b gegenüberstehen, das heisst wieder zum Stillstand gelangt sind. Der Zustand des Wagens ist nun folgender : Der
Lenkhebel ist entsprechend der Krümmung der zu befahrenden Kurve verstellt, die Friktions- rollen e und f stehen still und befinden sich den Ausnehmungen c und d gegenüber und der Wagenkasten hat gegenüber dem Wagengestelle auf der dem   Krümmungsmittelpunkte   
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 genommen. neigt sich also nach innen.

   In dieser Lage bleibt derselbe so lange, als die Stellung des Lenkhebels r nicht geändert wird. 



   Wird nun der Wagen wieder in gerade Bahn gelenkt, so findet vom Lenkhebel   r   aus eine neuerliche Verstellung der Friktionsrollen e und f statt, u. zw. nun in der entgegengesetzten Richtung wie früher. Die Friktionsrollen werden wieder in Rotation versetzt, nun aber im entgegengesetzten Sinne wie früher, da sie jetzt mit der anderen Seite der Antriebsscheiben a bezw. b in Reibungskontakt stehen, u. zw. wieder so lange, bis sie sich am   Gewinde A bezw. i soweit zurückgeschraubt haben,   dass sie den Ausnehmungen c   bez, w. d   wieder gegenüberstehen, also zum Stillstand gelangen.

   Da die Rollen hiebei ebensoviele Umdrehungen machen   müssen, wie früher,   so wird durch die   \Vurmradl1bersetzung   nunmehr die früher gehobene Seite des Wagenkastens gesenkt und die früher gesenkte wieder gehoben, so dass der Wagenkasten, wenn die Friktionsrollen e und f den Aus-   nehmnngen wieder gegenüberstehen, auch wieder soine   horizontale Lage angenommen hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagenkasten (n) beiderseits von Schraubenspindeln   (0)   getragen wird, die in am Wagengestelle sitzenden   Muttern   eingreifen und in entgegengesetztem Sinne von Friktionsrollen (e, f) aus in
Drehung versetzt werden, welche vom Lenkhebel (r) aus auf mit ihnen in Eingriff kommenden Scheiben (a,   b),   welche sich mit einer der Geschwindigkeit des Fahrzeuges ent- sprechenden Geschwindigkeit drehen, in entgegengesetztem Sinne verstellt werden, so dass die Neigung des Wagenkastens in einem dem Krümmungshalbmesser der Kurve und der
Geschwindigkeit des Wagens entsprechenden Ausmasse erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, EMI2.3
AT17014D 1902-11-11 1902-11-11 Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren. AT17014B (de)

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AT17014D AT17014B (de) 1902-11-11 1902-11-11 Vorrichtung zur Beseitigung der Fliehkraftwirkung auf die Wageninsassen von Motorwagen beim Kurvenfahren.

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