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Österreichische PA T"ENTSCHRIFT Nr. 16920. WILLIAM ADOLPH KÖNEMAN m CHICAGO.
Kollergang.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Kollergängen, bei denen ein achsial drehbares kegelstumpfförmiges Quetschbett und eine Reihe von radial angeordneten kegelstumpfförmigen Quetschwalzen zur Anwendung kommen, während das zu pulverisierende Material der Mitte des Quetschbettes zugeführt und von da unter die Walzen gebracht wird.
Zweck der vorliegenden Erfindung is'. es, die Konstruktion, Wirkungsart und Bedienung einer solchen Maschine zu vereinfachen und sie besser geeignet zu machen, Kohle oder anderes Material rasch in einen beliebig feinen Pulverzustand zu bringen.
Ein Hauptnachteil der gebräuchlichen Maschinen war der, dass die inneren Lager der konischen Rollen durch Verstaubung sehr oft heiss liefen, was ein häufiges Abstellen der Maschine zum Zwecke der Reinigung der Lager notwendig machte. Die Ausrichtung der Rollen musste durch Einstellung sowohl der äusseren als auch der inneren Lager bewerkstelligt werden, was nur bei Stillstand der Maschine möglich war.
Diesem Übelstande kann einfach dadurch abgeholfen werden, dass die konischen Walzen nur aussen gelagert sind in einer Weise, wie später ausführlich beschrieben wird.
Ferner ist auch dafür Sorge getragen, dass die relative Lage der Walzen zum Quetsch- bctt dadurch geregelt werden kann, dass die Walzenlager um eine horizontale Achse gekippt werden können.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 ist ein Schnitt durch die gesamte Maschine, Fig. 2 ist ein Schnitt durch das Lager der Quetschwalzen und Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Unie- der Fig. 2.
Die Maschine ist für die Pulverisierung von Erz, Kohle, oder anderem in verhältnis- mässig kleinen Stücken xugeführten Material geeignet ; um dieses für die Maschine vor- zurichten, kann es, wenn notwendig, vorher noch grob zerkleinert werden. Das Material wird in den Trichter L2 gebracht und gleichmässig über das Quetschhett verteilt ; bei der
Drehung des letzteren gelangt es allmählich unter die kegelstumpfförmigen Walzen, fällt hernach über den äusseren Rand des Bettes, wird hier gesammelt und zur Ausladeöffnung 816 geführt.
Acht (oder mehr oder weniger) Quetschwalzen G kommen zur Anwendung. Jede dieser
Walzen besteht aus dem Kopfe G'und der mit ringförmigen Fortsätzen G3 versehenen
Welle G Der Kopf trägL einen mittels der Scheibe A und der Bolzen A'festgehaltenen Arbeitsmantel < , der ebenfalls nach erfolgter Abnützung oder sonst beliebig ausgewechselt werden kann.
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schrauhen K auf. In jedem dieser Gehäuse H befindet sich ein senkrecht verstellbarer Träger 7y', dessen Grundplatte mit einer auf das obere Ende der Schraube K passenden
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letztere eine die Feder l stützende Konsole i7 trägt.
In die schwalbenschwanzförmigen ; Nuten l'der Achsenlager K4 passen die mit einem becherförmigen Ende versehenen Platten l2. Jeder dieser Becher trägt eine Adjustierschraube 14, deren tellerförmige Ansätze 15 auf der Feder l aufruhen. Die an den Platten K3 befestigte Leiste K5 bildet einen Sitz für das innere Ende des Achsenlagers K4. Die mit der Platte K2 durch den Bolzen k3 untrennbar verbundene Schraube K, sowie die Lagerplatten K3 samt Leiste K5 ermöglichen durch Heben und Senken des Lagers mittels der Windeschraube K unter allen Bedingungen eine horizontale Lagerung der Walze.
Auf diese Weise kann unter allen Umständen der geeignete Winkel zwischen den Flächen der Walzen und des Quetschbettes erhalten werden, während der Druck der Walzen gegen das Quetschbett durch die Feder l reguliert werden kann. Die beschriebene Konstruktion erlaubt ferner, dass die Walze in eine senkrechte Stellung (wie in Fig. 2 durch die strichlierten Linien angedeutet) gedreht werde ; zu dem Zwecke braucht bloss die Platte i5 entfernt und die schwalbenschwanzförmige Platte l2 herausgezogen werden ; auf diese Weise werden sowohl die Platte B2, als auch die Arbeitsmäntel 64 zwecks Besichtigung, Auswechselung u. s. w. leicht zugänglich.
Der Quetschdruck, unter welchem das Material pulverisiert wird, wird von dem durch die Federkraft 1 vermehrten Gewicht der Walzen G geleistet. So erfolgt also die Pulverisation zwischen einem rotierenden, im wesentlichen nicht nachgebenden, aber doch durch einen Federsitz unterstützten Quetschbett und nachgebenden Walzen, welche sich um ein geringes heben werden, falls der Widerstand des zu pulverisierenden Materiales zunimmt, und auf diese Weise ein Verstopfen und Verklemmen der Maschine oder eine unerlaubte
Beanspruchung ihrer Teile verhüten. Sollte unvorhergesehener Weise ein verhältnismässig grosses Metallstück oder ein anderes zähes Material in die Maschine geworfen werden, so gestatten die nachgebenden Walzen seinen Durchgang ohne Schaden.
Von grosser Wichtigkeit ist auch der Umstand, dass der Feinheitsgrad, bis zu welchem das Material pulverisiert werden soll, leicht mittels der Windeschrauben K reguliert werden kann.