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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 16829. RICHARD DIRMOSER ix PILSEN.
Wechselgetriebe.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Vorrichtung zur Übertragung der Bewegung eines Antriebsorganes auf eines von mehreren mit letzterem kuppelbaren Organen in der Weise, dass hiedurch nur dieses eine Organ in Gang gebracht werden kann, die übrigen Organe dagegen an einer Bewegung verhindert sind, wobei das Antriebsorgan selbst oder ein entsprechender Mitnehmer je nach seiner Stellung die Bewegungsübertragung
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für sämtliche Organe sperrt.
Diese Vorrichtung, deren Antriebsorgan ein Rad, Hebel, eine Kurbel, Scheibe oder dgl. sein und deren Mitnehmer aus einem Steckschlüssels, Keil, Stellstift u. a. bestehen kann,
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z. B. elektrisch und von Hand, betrieben werden sollen.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 einen Längenschnitt und in Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie A-B durch eine Ausführungsform dieser Vorrichtung, bei welcher mittels Handrades und Steckschlüssels beispielsweise drei verschiedene Bewegungen, u. zw. jede einzelne unter Ausschluss der beiden anderen, eingeleitet werden können. Fig. 3 zeigt eine Variante, ebenfalls für drei verschiedene, durch Verschiebung des Antriebsrades auf die
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haben und in ihrem Rande eine Nut f besitzen.
Ein bei entsprechender Stellung der Scheiben mit dem Barte g durch die Nuten f einsteckbarer und in denselben verschiebbarer
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wirken, von welchen der eine (A') an einer Scheibe i von gleichem Durchmesser wie jener der Scheiben P, el, e2 sitzt und in deren Nuten f hineinragt, während der andere Bolzen il durch eine Feder p, die ihr Gehäuse in dem Lager der Hohlwellen hat, in Anlehnung mit dem Bart g des Steckschlüssels erhalten wird. Die Hohlwelle c wird von einer Welle h durchsetzt, welche die Scheibe i trägt und an ihrem anderen Ende zu einer Kurbel j ausgebildet ist, deren Zapfen achsial verschiebbar in dem festen Lager m ruht.
Die Scheiben e, e1, e2 samt dom in deren Nuten f eingeschobenen Steckschlüssel d werden von der hüchsenartigen, in einem Halslager t drehbaren Nabe des als Antriebsorgan dienenden Handrades c umschlossen, in welcher ein federnder Stellstift o Lagerung findet, der in, den verschiedenen Stellungen des Steckschlüssels entsprechende Kerben 1, 2,3, 4 desselben einfallen kann und dadurch den Schlüssel in seiner jeweiligen Stellung festhält.
Befindet sich der Steckschlüssel d in der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung, so ist die Welle a2 gekuppelt, da der Schlüsselbart in deren Nut steht und kann mittels-des Handrades gedreht und diese Drehung durch das Kettenrad b2 anf das entsprechende Organ übertragen werden. Die Wellen al und a sind gleichzeitig durch den mittels des Steckschlüsselgriffes in deren Nuten f hineingeschobenen Bolzen k an einer Drehung verhindert. Der andere Bolzen g ist hiebei unter Spannung seiner Feder durch den Schlüsselbart zurÜckgedrückt ; der Stellstift o greift in die Kerbe 4 ein.
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Soll nun die Welle al gekuppelt, d & egen die WeUe o losgekuppelt und gleich der Welle a gehemmt erhalten werden,'80 braucht nur nach Ausheben des Stellstiftes o der Steckschlüssel d soweit herausgezogen zu werden, bis sein Bart in die Nut f der Scheibe el zu stehen kommt. Hiebei schiebt sich der Bolzen q unter dem Druck seiner Feder in die freigewordene Nut der Scheibe e2 vor, hindert somit die Wolle a9 an einer weiteren Drehung und der durch den Schlüsselbart herausgeschobene und hiebei die Scheibe i samt der Welle h mitnehmende Bolzen k bleibt in der Nut f der Scheibe e und verhindert, da der Kurbelzapfen l noch in seinem Lager m verbleibt, eine Mitnahme der Welle a.
Der Stellstift o ragt bei dieser Stellung des Steckschlüssels in die Kerbe 2 des letzteren hinein und die Bewegung des Handrades wird durch die Welle al und das Kettenrad b1 auf ein anderes Organ übertragen.
Zwecks Kupplung der Welle a wird der Schlüssel d soweit herausgezogen, bis der zurückgezogene Stellstift in die Kerbe 1 einfällt, bei welcher Stellung des Schlüssels, dessen Bart sich in der Nut der Scheibe e befindet, indem er gleichzeitig den Bolzen k
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weit verschoben hat, dass der Kurbelzapfen l der letzteren aus seinem Lager m getreten, während der andere Bolzen q durch den Federdruck in die Nut f der Scheiber e1 vorgegangen ist und daher beide Wellen a2 und al festhält.
Wenn alle drei Wellen a, al, a2 festgestellt werden sollen, so wird der Steckschlüssel d derart gestellt, dass der Stellstift in die Kerbe 3 einfällt, in welchem Falle der Bart 9 in die Nuten der beiden Scheiben e1 und e2 eingreift, während der Bolzen k in der Nut der Scheibe e verbleibt, wodurch die Drehung des Handrades verhindert ist.
Die gleichen Wirkungen, welche durch Verschiebung des Steckschlüssels erreicht werden, lassen sich auch erzielen, wenn das Handrad selbst verschiebbar gemacht und in seiner Nabenhöhlung mit einem den Schlüsselbart vertretenden Ansatz g1 versehen wird, wie dies Fig. 3 veranschaulicht.
Sollen mehr als drei Bewegungen von dem Antriebsorgan abgeleitet werden, so erhält die Vorrichtung eine ganz analoge Einrichtung.
Die Vorrichtung kann beispielsweise für SchiSsgeschütztürme Verwendung finden und dient dann dazu, vom Stande des Geschützvormeisters aus den Turm elektrisch zu backsen, die Umkupplung zwischen elektrischem und Handbetrieb der Backsung zu bewirken, sowie auch den Handbetrieb selbst durch Betätigung eines optischen und akustischen Signales zu kommandieren.
In diesen und ähnlichen Fällen, wie z. B. bei Maschinen, die elektrisch und durch irgendeine andere Form der Energie betätigt werden, kann die erste Bewegung zum Drehen des Anlassers eines Elektromotors, die zweite zur Umkupplung zwischen elektrischem und z. B. Handbetrieb und die dritte für den Handbetrieb selbst verwendet werden, wobei die Einrichtung zweckmässig so getroffen wird, dass gleichzeitig mit der Umkupplung selbsttätig die Stromabschaltevorrichtung für den Motor betätigt wird. In diesem Falle muss selbstverständlich der Anlasser während des Überganges von Handbetrieb auf elektrischen Be- trieb in der Nullage stehen, da sonst bei irgendeiner Stromstellung desselben der Motor
Strom, allenfalls sogar den ganzen Strom auf einmal bekommen könnte und dadurch be- schädigt werden würde.
Vorteilhaft wird, um dies hintanzuhalten, für die Nullage des
Anlassers jene Stellung des Handrades gewählt, in welcher die Nuten der Scheiben e, e1 e2...... eine übereinstimmende Lage einnehmen.