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Mehrteilige Herdplatte
Herdplatten, die aus mehreren Stahlblechstreifen zusammengesetzt sind, wurden bereits in verschiedenen Varianten bekannt. Alle diese Ausführungen bekannter Art haben den Nachteil, dass die Blechstreifen untereinander mittels Schraubenbolzen vereinigt sind, die an der Plattenunterseite noch Verbindungsschienen verschiedenster Formgebung zu tragen haben. Da der grösste Teil dieser Verbindungsschrauben sich in der Feuerzone befindet, sind diese Schraubenbolzen und Schraubenmuttern infolge der Verzunderung einem starken Verschleiss unterworfen. Schon nach kurzer Beanspruchungsdauer sind diese Schraubenverbindungen durch das Glühen der Herdplatte überhaupt nicht mehr lösbar. Sie haben daher ihren eigentlichen Zweck eingebüsst, da sie das Ausdehnen der einzelnen Plattenstreifen nicht mehr zulassen.
Der Zweck der Erfindung ist nun der, diese Nachteile auszuschalten. Das wesentliche Kennzeichen der Erfindung besteht nun darin, dass unter Vermeidung jeder Schraubenbolzenverbindung die einzelnen Plattenstreifen an den Stossstellen durch lose in vorbereitete Ausnehmungen versenkte Bügel miteinander so verbunden sind, dass ihre Ausdehnungsmöglichkeit gewährleistet und dabei eine glatte Ober-und Unterseite gewährt ist.
Diese Bügel aus Stahl weisen eine U-förmige Gestalt auf und der Basisteil der U-Form besitzt eine solche Länge, dass in den Randzonen der Vereinigungsstellen noch genügend Materialstärke belassen werden kann. Ausserdem sind die die Schenkel der U-Form aufnehmenden Ausnehmungen in den Randzonen als Blindbohrungen ausgeführt und die aneinanderstossenden Elemente der Plattenstreifen weisen eine in der Flucht der Plattenoberfläche normal zur Stossstelle gerichtete Rinne solcher Weite auf, dass die Beweglichkeit der Plattenstreifen bei der Ausdehnung gewährleistet ist. Dabei sind auch die Blindbohrungen in den Plattenstreifen für die Aufnahme der Schenkel der Bügel von solcher Weite, dass diese Schenkel der Plattenausdehnung und Beweglichkeit derselben keine Beeinträchtigung bieten.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise Aus-
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Seitenansicht, Fig. 3 eine Herdplatte mit Herdloch in Draufsicht und Fig. 4 einen Schnitt dazu dar. Die Fig. 5 und 6 zeigen eine vergrösserte
Schnittansicht und einen Kreuzriss zu der neuen Vereinigungsart.
Wie aus den Fig. 1 und 2, die eine Herdplatte ohne Herdloch zeigen, zu entnehmen ist, sind die einzelnen Plattenstreifen 1 durch Bügel 2 miteinander lose verbunden. Die Ausbildung dieser Verbindungen zeigen die Fig. 5 und 6, nach welchen die Bügel 2 eine U-Form mit relativ langem Basisteil und zwei kürzeren Schenkeln aufweisen. Sie sind aus einem starken Rundstahl hergestellt und gebogen. In den Nachbarzonen zweier Herdplattenstreifen 1, 1 sind in einer Flucht zwei Blindbohrungen 3 für einen Bügel vorgesehen, die durch eine Rinne 5 so miteinander in Verbindung stehen, dass der Bügel 2 zur Gänze in diese Rinne 5 eingesenkt werden kann und sich dadurch eine glatte Ober-und Untersicht ergibt.
Derartige Verbindungsstellen sind über die Länge der Herdplattenstreifen 1, also quer zur Längsrichtung des Herdes verteilt, in bestimmten Abständen voneinander, und mehrere zu jeder Falzstelle, vorgesehen. Die Falze können dabei verschiedenartig ausgebildet sein.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine Herdplatte mit einem Kochloch. Ausser den normalen Herdplattenstreifen sind noch Plattenstreifen 1 a vorgesehen, die so ausgenommen sind, dass von unten her der Herdlochring, der zweckmässig aus zwei Teilen 10 und 11 besteht, durch Nieten 9 angebracht werden kann. Bei 12 weist der Ring die Dehnungsfuge auf. Bei 31 ist der Ring entsprechend profiliert. Bei 14 ist einer der konzentrisch ineinanderzulegenden Herdringe bekannter Art andeutungsweise gezeichnet.
Durch den Gegenstand der Erfindung wird vor allem andeutungsweise erreicht, dass jeder Blechstreifen der Streifenherdplatte sich gleichmässig ausdehnen kann, während weiters die Stahlbügel ein allfälliges seitliches Heben der Blechstreifen verhindern. Weiters hat die erfindungsgemässe Einrichtung den Vorteil, dass sie auch nach jahrelanger Betriebsdauer sofort lösbar ist und jederzeit ein Herausnehmen und Umlegen der Blechstreifen gestattet.
Für Herdplatten, die in Grauguss hergestellt werden, ist die Verbindung gemäss der Erfindung
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von besonderer Bedeutung. Es ist bekannt, dass Gussplatten oft schon nach kurzer Zeit anreissen und dann springen. Auch das Eingiessen von Rundeisenstäben ist gegen das Springen der Herdplatten kein wirksamer Schutz. Die Erfindung dagegen ermöglicht es, schmale Streifen zu giessen, die mit den Stahlbügeln gemäss der Erfindung untereinander lose verbunden, ein Springen der Gussplatte ausschalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrteilige Herdplatte aus, insbesondere mittels Falzen aneinanderstossenden Herdplattenstreifen aus Stahl oder Schmiedeeisen, Grauguss od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die ein-
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Dehnungsmöglichkeit gewährleistet ist und insbesondere eine glatte Ober-und Untersicht gewahrt bleibt.