AT166826B - Verbindung von Konstruktionsteilen durch Bolzen, insbesondere Schraubenbolzen - Google Patents

Verbindung von Konstruktionsteilen durch Bolzen, insbesondere Schraubenbolzen

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AT166826B
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  Verbindung von Konstruktionsteilen durch Bolzen, insbesondere Schraubenbolzen 
Bei der Verbindung von Konstruktionsteilen, bei- spielsweise von Stahltragwerken mittels Schrauben- bolzen, macht sich der Nachteil unangenehm fühlbar, dass Schraubenbolzen verschiedenen
Durchmessers und verschiedener Länge zur
Verwendung kommen müssen, die leicht zu
Verwechslungen und damit zu Arbeitsver- zögerungen führen. 



   Es sind bereits Verbindungen von Konstruk- tionsteilen bekannt geworden, welche aus
Schraubenbolzen bestehen, die von rohrförmigen
Teilen umgeben sind. 



   Bei einer dieser bekannten Verbindungen wird über den Schraubenbolzen eine Büchse geschoben, deren Innendurchmesser grösser ist als der Aussen- durchmesser des Schraubenbolzens. Der konisch geformte Schraubenhals verquetscht hiebei die
Büchse in dem Schraubenbolzen-Aufnahmeloch und zwei in die Schraubenmutter eingreifende
Fortsätze der Büchse sichern diese vor   ungewolltem  
Lösen. Bei dieser Ausführungsform besteht jedoch der Nachteil, dass die Büchse und der
Schraubenbolzen nicht satt ineinanderliegen. 



   Diese Anordnung eignet sich daher nur zum
Verbinden von relativ dünnen Blechlagen und ist in keiner Weise geeignet, einer grösseren
Beanspruchung auf Abscherung standzuhalten. 



   Bei einer anderen bekanntgewordenen der- artigen Verbindung wird auf einem Schrauben- bolzen, der sich an dem der Mutter gegenüber- liegendem Ende konisch verbreitert, ein Rohr aus weichem, dehnbaren Material aufgeschoben, das sich beim Anziehen der Mutter auf den konischen Teil des Bolzens schiebt und mitsamt letzterem einen die Schraubenbolzen-Aufnahme- öffnung abdichtenden Kopf bildet. 



   Diese Anordnung wurde geschaffen, um bei dicht genieteten Konstruktionsteilen eine locker gewordene Niete behelfsmässig durch eine Schraubenverbindung zu ersetzen. Einer grösseren, auf Abscherung wirkenden Bean- spruchung kann jedoch auch diese Verbindung nicht standhalten. 



   Ein weiterer Nachteil bei allen bisher bekannt gewordenen Schraubenverbindungen von Kon-   stmktionsteilen   ist der, dass Schrauben ver- schiedenen Durchmessers und verschiedener
Länge zur Verwendung kommen müssen, was leicht zu Verwechslungen und damit zu Arbeits-   verzögerungen führt.   
 EMI1.1 
 gleichen Innendurchmessers und einer den jeweiligen statischen Erfordernissen angepassten Wandstärke und den durch diese Hohlbolzen hindurchgesteckten Schraubenbolzen gleichen Durchmessers und vorzugsweise auch gleicher Länge erfolgt. 



   Die Länge der Hohlbolzen ist gleich der Gesamtstärke der zu verbindenden Teile, d. i. der Klemmdicke. Die Hohlbolzen werden in ihrer Lage durch Beilagscheiben in Zusammenwirkung mit den durchgesteckten Schrauben fixiert, sie übernehmen die Aufgabe der Übertragung der Schubkräfte, während die durchgesteckten Schrauben samt Beilagscheiben lediglich das Festhalten der Hohlbolzen bewirken. 



   Es erweist sich als vorteilhaft, bei einem Bauwerk nur Schrauben gleichen Durchmessers zu verwenden, so dass dabei mit einer einzigen Schraubengattung   bzw.-grosse   das Auslangen gefunden werden kann und Verwechslungen ausgeschlossen sind. Der Aussendurchmesser der dabei zur Verwendung gelangenden Hohlbolzen richtet sich nach den statischen Erfordernissen der zu übertragenden Schubkräfte, ihr Innendurchmesser ist, entsprechend den gleichartigen Schraubenbolzen, durchwegs gleich. 



   Auch die Länge der durchgesteckten Schrauben kann gegebenenfalls weitgehendst vereinheitlicht werden, man verwendet zu diesem Zweck bei einem Bau oder einer Konstruktion nur Schrauben, die neben gleichem Durchmesser auch gleiche Länge besitzen, und passt sie den verschiedenen Gesamtstärken der zu verbindenden Konstruktionsteile durch Verwendung von Beilagscheiben verschiedener Stärke oder verschiedener Anzahl an. 



   Die erfindungsgemässe Ausführung der Verbindung ermöglicht ferner, für die Hohlbolzen in Anpassung an ihre Aufgabe, Kräfte zu übertragen, hochwertiges. Material zu verwenden, wogegen die den Hohlbolzen voll ausfüllenden und auf diese Art unterstützenden, durchgesteckten Schraubenbolzen aus gewöhnlichen Werkstoffen bestehen können, was eine bedeutende Ersparnis an hochwertigem Material und an Kosten bedeutet. Die erfindungsgemässe Verbindung ist in allen jenen Fällen vorzüglich verwendbar, 

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 wo die Verbindungselemente in stärkerem Masse einer Beanspruchung auf Abscherung ausgesetzt sind. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäss ausgebildeten Schraubenverbindung mehrerer Konstruktionsteile dargestellt. Die Figur zeigt einen Schnitt durch die Achsen zweier Schraubenlöcher im Querschnitt. 



   Durch die Bohrung 1 der beiden miteinander zu verbindenden Konstruktionsteile 2 und 3 ist der Hohlbolzen 4 durchgesteckt, der an seinen Enden durch die Beilagscheiben 5, 6 fixiert ist, auf welchen der Schraubenkopf 7 bzw. die Mutter 8 des Schraubenbolzens 9 aufsitzen. 



  Eine zweite Schraube 9'dient zur Verbindung der drei Konstruktionsteile 2, 3, 10, wobei die durch alle drei Konstruktionsteile hindurchgehende Bohrung 11 den Hohlbolzen 12 aufnimmt, durch dessen Innenbohrung der Schraubenbolzen 9 hindurchgesteckt ist, der an seinen Enden gleichfalls mit Hilfe der Beilagscheiben 6 durch den Schraubenkopf 7 bzw. die Mutter 8 fixiert wird. 



   Die Schraubenbolzen 9 haben in beiden Fällen gleichen Durchmesser, die Innendurchmesser der Hohlbolzen 4 und 12 sind ebenfalls gleich, nur der Aussendurchmesser des Hohlbolzen 12 ist grösser als der des Hohlbolzens 4, da die vom Hohlbolzen 12 aufzunehmenden Schubkräfte eine grössere Wandstärke verlangen. Die Schraubenbolzen 9 sind auch gleich lang, die Differenz in der Gesamtstärke der zu verbindenden Konstruktionsteile   2,   3 bzw.   2,   3, 10 wird im ersten Falle durch grössere Stärke   5   oder durch Vermehrung der Anzahl der Beilagscheiben 6 ausgeglichen. 



   Die beschriebene Ausbildung kann sinngemäss auch bei Nietverbindungen angewendet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verbindung von Konstruktionsteilen durch Bolzen, insbesondere Schraubenbolzen, und diese umgebende Büchsen (Hohlbolzen), dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Konstruktionsteile mittels Hohlbolzen gleichen Innendurchmessers und einer den jeweiligen statischen Erfordernissen angepassten Wandstärke und den durch diese Hohlbolzen hindurchgesteckten Schraubenbolzen gleichen Durchmessers und vorzugsweise auch gleicher Länge erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindungselement Nieten verwendet werden, die von Hohlbolzen umgeben sind.
    3. Verbindung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlbolzen aus anderem Material als die Schraubenbolzen bzw.
    Nieten, z. B. aus hochwertigem Werkstoff, bestehen.
AT166826D 1948-11-10 1948-11-10 Verbindung von Konstruktionsteilen durch Bolzen, insbesondere Schraubenbolzen AT166826B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3018014A1 (de) * 1980-05-10 1981-11-12 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Anordnung zum befestigen eines eine hohe waermedehnung aufweisenden elementes an ein eine geringe waermedehnung aufweisendes element
DE19640862C2 (de) * 1996-03-15 1999-09-09 Betschart Verbindung von Konstruktionsteilen, insbesondere von Tragwerksteilen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3018014A1 (de) * 1980-05-10 1981-11-12 Klöckner-Humboldt-Deutz AG, 5000 Köln Anordnung zum befestigen eines eine hohe waermedehnung aufweisenden elementes an ein eine geringe waermedehnung aufweisendes element
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