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Österreichische PATENTSCHRIFT ? 16656.
DR. MATHIEU WINANTS IN LÜTTICH (BELGIEN).
Befestigungsvorrichtung für auswechselbare Absatzflecken und Sohlen von Schuhen.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für auswechselbare Absatzflecken und Sohlen von Schuhen. Die bisher für diesen Zweck benützten Vorrichtungen besitzen den grossen Mangel, dass der auswechselbare Absatzneck oder die Sohle nicht in allen Richtungen sicher festgehalten wird und insbesondere nicht in der Längsrichtung des Schuhes, in welcher namentlich die Absatzflecken beim Gehen der stärksten Beanspruchung ausgesetzt sind.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 eine Blechplatte a von der Gestalt eines Absatzfleckes, welche Löcher o mit aufgebogenem Rand zur Befestigung am Absatzkörper und ein Loch c mit nicht aufgebogenem Rand in der Mitte besitzt. 1" bezeichnet eine aus dieser Blechplatte ausgeschnittene federnde Zunge, die mit einer Ausbiegung s ausgestattet ist, welche halbzylindrisch oder halbkonisch gestaltet und entgegengesetzt zur Ausbiegung der Ränder der Löcher o vorspringt. Fig. 2 zeigt eine kreisförmige Blechscheibe b mit einem mittleren Loch d und Löchern it mit aufgebogenem Rand, die den Löchern c und o der Blechplatte a entsprechen. Am Umfang der Scheibe ist ein Schlitz angebracht.
Fig. 3 zeigt eine Blechplatte 9 von der Form eines Absatzttcckcs, aus der ein Kreis ausgeschnitten ist, dessen Durchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser der Scheibe b. Diese Platte ist mit Löchern i mit aufgebogenem Rand, welche zur Befestigung dienen, mit einem rechteckigen Ausschnitt t und einem Schlitz n am Umfang ausgestattet. Fig. 4 zeigt die Anbringung der Platte a und Scheibe b am Absatzkörper nebst Schnitt nach der Linie X r Fig. 5 veranschaulicht die Anbringung der Platte 9 am auswechselbaren Absatzneck nebst Schnitt nach der Linie 1,. Fig. 6 ist ein Schnitt eines hohen Stöckels mit einem auswechselbaren Absatlfleck Fig. 7 ist eine Aussenansicht hievon.
Die Ausbiegung der Ränder der Löcher o, und i der Platte a, Scheibe b und Platte 9 dient einfach zum Versenken der Nagelköpfe, so dass diese flach in der Ebene der Platten bozw. Scheibe liegen. Die Platte a und Scheibe b sind, u. zw. letztere durch Vermittlung der ersteren, an dem Absatzkörper befestigt, in welchem eine kleine Ausnehmung angebracht ist, in die die Zunge l'unter einem leichten Druck eintreten kann.
Schliesslich ist in der Mitte des Absatzfleckes, und daher auch der Platte g, ein Stift p angebracht. Um nun den Absatzfleck (Fig. r) am Absatzkörper (Fig. 4) anzubringen, braucht man bloss den Stift p des ersteren durch das mittlere Loch der Scheibe b und der Platte a zu schieben und den Absatzfleck zu drehen. Der aufgebogene Rand des Schlitzes n der Platte 9 tritt dann in den Schlitz f der Scheibe b und der innerhalb der Nagellöcher i gelegene ringförmige Teil der Plat. te ! l schiebt. sich oberhalb des ausserhalb der Nagellöcher M gelegenen Teiles der Scheibe b hin.
Man setzt die Drehung so lange fort, bis die Ausbiegung s der Platte a in den rechteckigen Ausschnitt t der Platte 9 einschnappt, wodurch die Feststellung des Fleckes am Absatzkörper erfolgt, so dass letzterer vollkommen unverrückbar festgehalten wird und sich weder in der einen, noch in der anderen Richtung drehen kann. Der Fleck ist überdies am Absatzkörper selbst gegen
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fällige Drehung des Fleckes verhüten.
Will man den Absatzfleck entfernen, so braucht man nur den Ansatz 8 aus dem Ausschnitt t zu drücken, was durch Einführung einer beliebigen Spitze oder Messerklinge
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Der Stift y erleichtert das genaue Zentrieren der Teile beim Zusammenstellen und verhindert jqdes Gleiten, der Platten, da dieser Stift durch die Löcher c und d der Platte a bezw. Scheibe b hindurchgeht.
Einzelne Teile der Platten a, g und der Scheibe b können dicker gemacht werden, um das Auseinanderklaffen der verschiedenen Teile zu verhüten. Die nach dem angenommenen Ausführungsbeispiel am Ansatzkörper befestigte Platte a nebst Scheibe b könnte auch am auswechselbaren Absatzfleck befestigt sein. Die gleiche Befestigungsvorrichtung ist auch für Sohlen anwendbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Befestigungsvorrichtung für auswechselbare Absatzflecken und Sohlen von Schuhen, bei welcher die Verbindung des auswechselbaren Teiles mit dem festen durch Drehung des ersteren auf dem letzteren erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass am Rand der zu verbindenden Teile einander deckende Blechstücke angeordnet sind, von denen sich bei der Drehung ein Randteil des einen schraubengewindeartig unter einen Randteil des anderen schiebt, und eine zuweit gehende Drehung durch Anschläge begrenzt werden kann, wodurch ein kräftiges Festziehen des auswechselbaren Teiles erreicht und ein Klaffen am Rand desselben verhütet wird.