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Wärme-, Feuchtigkeits-und Schallisolierung an Stahlbetondecken
Die Herstellung von Stahlbetondecken unter Verwendung von dünnwandigen, hohlräumigen Schalkörpern, angefertigt aus wärmedämmenden, schalldämpfenden, porösen Baustoffen (Holzspäne, Torfwolle, Holzfasern), welche Schalkörper dauernd in der Deckenkonstruktion verbleiben und eine leichte und isolierte Decke ergeben sollen, ist bekannt. Unter anderem wird auch in der österr. Patentschrift Nr. 150514, die Herstellung einer solchen Decke beschrieben.
Auf diese Art ausgeführte Eisenbetondecken haben jedoch den Nachteil, dass sie nicht genügend wärme-und schalldicht isoliert werden können, da die verwendeten Schalkörper aus Teilstücken bestehen, also nicht aus einem einzigen über die ganze Deckenspannweite reichenden Stück angefertigt sind und daher an den Stossfugen der einzelnen aneinandergereihten Teilstücke die Wärmc- und Schallisolicrungsdichte unterbunden wird.
Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Herstellungsweise von Eisenbetondecken unter Verminderung des Deckengewichtes und gleichzeitiger Isolierung der Decke gegen Feuchtigkeit und Schall, bei welcher man unmittelbar nach Abbinden des Betons eine leichte und auch wärmeisolierte Decke erhält. Die Ausführung der Erfindung wird dadurch erreicht, dass man Stücke (Latten, Streifen, Profile) aus einem geeigneten bekannten Isolationsmaterial vor dem Betonieren der Decke so über die ganze Deckenspannweite aus einem Stück reichenden Längen verlegt, dass die Stücke als Verschalung für Rippen oder Träger und die Deckenplatte dienen und demnach die übliche provisorische Verschalung aus Holz entfällt.
Auf derart erhaltene Isolationsverschalung, welche dauernd in der Deckenkonstruktion verbleibt, wird auf einfache Art die sichtbare fertige untere Deckenschicht befestigt oder bildet diese Schicht schon einen Bestandteil der Isolationsverschalung.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf Grund der Zeichnung näher erläutert. In den Fig. 1-5 sind einige Deckenausführungsformen gemäss der
Erfindung gezeigt.
In den Fig. 1-5 st mit 1 die Eisenbeton- deckenkonstruktion bezeichnet, welche z. B. aus den Rippen und der Deckenplatte besteht. Mit 2 ist das Isolationsmaterial, welches z. B. aue : Iíoiz- faserstoffplatten besteht, bezeichnet.
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bracht werden.
In Fig. 3,4 und 5 ist die Konstruktion dargestellt, bei welcher das Isolationsmaterial wieder aus Latten bzw. Streifen besteht. Die Anordnung dieses Materials nach Fig. 3 und 4 ist derart, dass auf der unteren Seite ein Raum 3 gelassen wird, in welchen ; t die Installation für Beleuchtung usw. untergebracht wird.
Bei allen Ausführungen sind zwischen den Eisenbetonrippen-in entsprechenden Abständen und senkrecht auf diese-Verstei- fungen 4 aus Isolationsmaterial, wie es auch als Verschalung 2 verwendet wird, vorgesehen. Diese
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Versteifungen dienen als Stützen für die Eisenbetonkonstruktion während der Ausführung und verbleiben dauernd in der Decke. Einzig bei der Ausführung nach Fig. 5, welche nach unten offen ist, können während des Betonierens teilweise auch Stützen aus Holz, welche jedoch nach der Deckenfertigstellung entfernt werden, verwendet werden. Diese Ausführung erfordert etwas weniger Isolationsmaterial und ist demzufolge billiger.
Die einzelnen Latten 8 aus dem Isolationsmaterial können sicherheitshalber miteinander auch durch Ösen sen 6, durch welche Bügel 5 gesteckt werden, verbunden werden.
Die Bügel 5 bilden gleichzeitig einen Teil der Rippenarmierung und werden zur grösseren Sicherheit verwendet, wogegen die untere sichtbare Deckenschicht 7 von den Latten 8 (Fig. l, 3,4 und 5), welche unten an der Rippenmitte einbetoniert sind, getragen wird. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dass man die fertige Deckenuntersicht 7, welche aus dem Isolations-oder anderen geeigneten Material besteht, auf einfache Weise auf die Isolationsverschalung (gemäss Fig. 3 bis 5) befestigen kann oder es ist diese sichtbare Schicht schon Bestandteil der Isolationsverschalung (Fig. 1 und 2). Mit dieser Konstruktion wird eine weitere bedeutende Verbilligung der Decke erzielt.
PATENTANSPRÜCHE : l. Wärme-, Feuchtigkeits-und Schallisolierung an Stahlbetondecken, dadurch gekennzeichnet, dass in ihrer Länge sich über die ganze Deckenspannweite erstreckende Stücke (2) (Latten, Streifen, Profile) aus bekanntem, geeignetem Isolationsmaterial vor dem Betonieren zu fertigen Deckenschalkörpern zusammengesetzt sind, deren Form den berechneten Dimensionen der Deckenkonstruktion entspricht, welche als mittragende Deckenelemente dienen und in ihrer Gesamtheit eine fertige Deckenschalung ergeben.