AT166245B - - Google Patents

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AT166245B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • C04B41/5022Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials with vitreous materials

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Table Devices Or Equipment (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Überziehen von Körpern mit einer Schicht aus Glasur oder Email 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen von Körpern mit einer Schicht aus Glasur oder Email. 



   Es ist bekannt, Töpfe, Pfannen, Vasen und andere Gegenstände mit Glasur oder Email zu überziehen, indem diese Gegenstände mit Glasur oder Emailsuspension bestrichen oder mit dem trockenen Pulver bestäubt und dann derart erhitzt werden, dass die Glasur oder das Email an der Oberfläche des betreffenden Gegenstandes haftet. 



   Dieses Verfahren hat den Nachteil, dass es zeitraubend ist und dass es schwer ist, die Glasur in richtiger Menge zu dosieren. Diese Nachteile lassen sich durch das   erfindungsgemässe   Verfahren beheben, bei dem vom trockenen Pulver ausgegangen wird, das zu einem Körper gepresst wird, dessen Form derjenigen der Oberfläche entspricht, auf der die Glasur oder das Email angebracht werden soll, worauf dieser gepresste Körper auf den betreffenden Gegenstand gelegt wird und beide Teile derart erhitzt werden, dass die Glasur an der darunter liegenden Oberfläche haftet. 



   Bei der Ausübung dieses Verfahrens tritt die Haftung der Glasur an der Fläche rascher ein, als wenn der betreffende Einzelteil mit der Glasursuspension bestrichen wird ; ausserdem kann bei diesem Verfahren bedeutend besser dosiert werden. Das Pressen des Pulvers kann in sehr einfacher Weise mittels eines Pressstempels geschehen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den rohen Pressling kurze Zeit bei solcher Tem- peratur zu sintern, dass    der'Körper   genügend hart wird, um leicht gehandhabt werden zu können. Diese Temperatur ist vom Schmelz- punkt des Emails abhängig ; für niedrig schmel- zende Glasuren oder Emails beträgt sie z. B. 



    350-4500 C.   



   Bei der Behandlung des Pulvers sind mehrere
Wege gangbar. Geht man von einem Pulver aus, das dadurch erhalten wurde, dass zunächst die
Rohstoffe miteinander verschmolzen, die er- haltene Schmelzmasse durch Abschrecken zer- kleinert und darauf gemahlen wurde, welcher
Vorgang auch mehrmals wiederholt werden kann, bis sich ein   Glasfluss   von annähernd homogener
Zusammensetzung ergibt, so muss dem Pulver   ein Bindemittel, z. B. Paraffin, zugesetzt werden, damit beim Pressen eine gute Haftung der   Teilchen zustande kommt.

   Da die Möglichkeit nicht ausgeschlossen ist, dass beim nachträglichen Verschmelzen Kohlerückstände in der Glasur verbleiben, wird nach einer vorteilhaften Ausführungsform der gepresste Körper kurze Zeit auf solche Temperaturen erhitzt, dass das Paraffin verbrennt ; diese Erhitzung kann dann mit derjenigen zusammenfallen, bei welcher der Körper hart wird, während die Oberfläche des gepressten Körpers verschmilzt. Dies kann z. B. in der Weise durchgeführt werden, dass der Körper einen Augenblick in eine Flamme gebracht wi"d, so dass eine genügend hohe Temperatur erreicht wird (z. B.   900  C),   um das Paraffin zum Entflammen zu bringen ; das Innere der Körper bleibt hiebei aber weit unter dieser Temperatur. 



   Geht man jedoch unmittelbar vom Gemisch der Rohstoffe aus, so braucht kein Bindemittel zugesetzt zu werden, sondern der rohe Pressling kann durch Erhitzen auf eine hinreichend hohe Temperatur, z. B.   4000 C,   gehärtet und unmittelbar auf der gewünschten Oberfläche angebracht werden. Da es in gewissen Fällen vorkommt, dass die Teilchen des Pulvers zu stark aneinander haften, was Schwierigkeiten bereitet, wenn das Pulver in die Form gestreut wird, in der es gepresst werden soll, ist es unter Umständen vorteil- haft, diese Streubarkeit zu verbessern, indem das Pulver, bevor es in die Form gestreut wird, kurze Zeit, z. B. auf etwa   300   C   erhitzt wird. 



   Das   erfindungsgemässe   Verfahren kann bei verschiedenen Gegenständen angewendet werden. 



   Es können z. B. auf   Gebrauchs-oder Zier-   gegenständen, die mit einer Email-oder Glasur- schicht überzogen werden sollen, die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten flachen Presslinge aufgebracht und durch Er- hitzung zum Haften an der Oberfläche der zu überziehenden Gegenstände gebracht werden.
Die verwendeten Glasuren oder Emails können sehr verschiedener Zusammensetzung sein ; auch der Schmelzpunkt kann je nach dem speziellen Zweck sehr verschieden sein. 



   Die Erfindung wird an Hand zweier Aus-   fùhrungsbeispiele   näher erläutert, in denen Ausführungsformen des   erfindungsgemässen   Verfahrens beispielsweise wiedergegeben sind. 



   Beispiel   l   : Ein Gemisch aus die Glasur bildenden Oxyden, z. B. Boroxyd, Siliziumdioxyd 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 und einen oder mehreren Metalloxyde, wie Bleioxyd od. dgl., wird in einem Porzellan-oder Quarzglastiegel bei einer Temperatur von 600 bis   91) () 0 C   geschmolzen. Die Schmelzmasse wird in Wasser ausgegossen, wobei sie in kleine Stückchen auseinanderfällt ; darauf wird nötigenfalls abermals geschmolzen und abgechreckt. Die Glasurstückchen werden einige Tage gemahlen und dann gesiebt. Dieses Pulver wird mit einem Bindemittel, z. B.

   Paraffin, gemischt und zu einem Körper bestimmter Form gepresst und dann kurze Zeit auf annähernd   9000 C erhitzt.   Der gepresste Körper wird sodann auf den betreffenden Gegenstand gelegt und mit diesem erhitzt, so dass Haftung dieses Körpers am Gegenstand eintritt. 



   Beispiel 2 : Gemäss einer anderen Aus-   führungsform   der Erfindung wird ein Gemisch aus Oxyden einige Stunden in einer Kugelmühle gemahlen. Das so erhaltene Pulver wird auf   3000 C   vorerhitzt, dann in eine Form gebrach. und mittels eines Stempels zu einem Körper be- 
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 wird. Der dadurch hart gewordene Körper wird auf den betreffenden Gegenstand gelegt, das Ganze sodann auf annähernd 600  C erhitzt, wodurch der flache Pressling schmilzt und sich ein fester Glasurüberzug ergibt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Überziehen von Gegenständen mit einer Schicht aus Glasur oder Email, dadurch gekennzeichnet, dass Glasur-oder Emailpulver zu einem flachen Körper gepresst wird, dessen Form der zu überziehenden Oberfläche entspricht, dieser gepresste Körper auf die betreffende Oberfläche aufgelegt und dann das Ganze derart erhitzt wird, dass eine feste Verbindung des flachen Presslings mit der darunterliegenden Oberfläche entsteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohe Pressling so lange bei solcher Temperatur gesintert wird, dass ein hartes, gut hantierbares Produkt entsteht.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem ein Gemisch aus Rohstoffen geschmolzen und darauf zu Glasur-oder Emailpulver verarbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver mit einem Bindemittel, wie z. B. Paraffin, gepresst und schnell und sehr kurze Zeit auf eine Temperatur von z. B. 900 C erhitzt wird, alles in der Weise, dass das Bindemittel verschwindet.
    4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vom Gemisch der Emailrohstoffe ausgegangen wird, das rach dem Mahlen unmittelbar zu einem Körper der gewünschten Gestalt gepresst wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011350B (de) * 1954-12-31 1957-06-27 Actiengesellschaft Norddeutsch Glasierter keramischer Gegenstand und Folie zur Herstellung keramischer Gegenstaende
DE1011349B (de) * 1954-11-25 1957-06-27 Actiengesellschaft Norddeutsch Durch Brennen eine Glasur bildender UEberzug fuer keramische Gegenstaende und Verfahren zum Aufbringen von Folien auf keramische Gegenstaende

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1011349B (de) * 1954-11-25 1957-06-27 Actiengesellschaft Norddeutsch Durch Brennen eine Glasur bildender UEberzug fuer keramische Gegenstaende und Verfahren zum Aufbringen von Folien auf keramische Gegenstaende
DE1011350B (de) * 1954-12-31 1957-06-27 Actiengesellschaft Norddeutsch Glasierter keramischer Gegenstand und Folie zur Herstellung keramischer Gegenstaende

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