DE712702C - Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen

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DE712702C
DE712702C DEM146784D DEM0146784D DE712702C DE 712702 C DE712702 C DE 712702C DE M146784 D DEM146784 D DE M146784D DE M0146784 D DEM0146784 D DE M0146784D DE 712702 C DE712702 C DE 712702C
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DE
Germany
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alloy
furnace
powder
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copper
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Expired
Application number
DEM146784D
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English (en)
Inventor
Alessandro Mantigassa
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ALESSANDRO MANTIGASSA
Original Assignee
ALESSANDRO MANTIGASSA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/04Making non-ferrous alloys by powder metallurgy
    • C22C1/0425Copper-based alloys

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen und Buchsen, besonders für Brennkraftmaschineri, wobei die Lagerschale oder Buchse derart porig ausfällt, daß sie das Schmiermittel allmählich ansaugt.
  • Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung äus 55 bis 75N Kupfer, q.o bis i 5 a/o Blei und 5 bis i o % Zinn pulverisiert und dem Pulver 5 % Pulver von Kupfer erster Schmelzung zugegeben wird, welches feiner ist als das Legierungspulver, worauf das Gemisch unter Druck agglomeriert und schließlich einer Wärmebehandlung unterworfen wird.
  • Der . Feinheitsgrad des Legierungspulvers, der den Grad der P.origkeit des Endproduktes bestimmt, ist etwa o, i bis o, 5 mm. Unter Kupfer erster Schmelzung ist ein Rohkupfer zu verstehen, das einmal raffiniert wurde. Die Zugabe dieses Kupferpulvers hat den Zweck, die Trennung der Legierungsbestandteile, besonders des Bleis, zu verhindern, welches letztere Metall sich schwer mit Kupfer und Zinn legieren läßt. Zur Erleichterung der Zusammenschweißung der metallischen Korpuskeln ist die Verwendung von BVax in Mischung mit dem Metallpulver von großem Vorteil.
  • Das Verfahren wird wie folgt durchgeführt: 5 5 bis 7 5 % Kupfer, ¢o bis 15 % Blei und 5 bis i o olo Zinn werden zusammen geschmolien und die Legierung in Barren gegossen. Die Barren werden mechanisch zu Pulver von o, i bis o, 5 mm Körnchengröße zerkleinert. Alsdann werden 5 N eines Pulvers 'hinzugefügt, das aus Kupfer erster Schmelzung besteht und das staubfein ist.
  • Nachdem das Ganze zweckmäßig gemischt worden ist, agglomeriert man dasselbe durch Pressung unter :einem Druck von q.00 kg/em° in geeigneten Stahlformen, wodurch die Legierung die Endgestalt der Lagerschale -erhält, die nur mit einer abzunehmenden Metallschicht versehen ist. Nach der Pressung erfolgt eine Wärmebehandlung zu dem Zweck, die Legierung in einem je nach der Temperatur zu bestimmenden Zeitraum erstarren und hart werd4 zu lassen.
  • Die Wärmebehandlung wird wie folgt v% genommen m einen auf etwa i300'- C, d. h. auf die Schmelztemperatur der Legierung vorgewärmten Elektroofen, wird die agglomerierte Lagerschale oder Buchse eingelegt. Während der öffnung des Ofens zwecks Einführung der Lagerschale sinkt die Ofentemperatur um etwa ioo bis Zoo C unter den Schmelzpunkt (i 30o'' C). Wenn der Ofen dann nahe daran ist, die ursprüngliche Temperatur von 1300 C wieder zu erreichen, was in höchstens z bis 3 Minuten geschieht, wird die Schale aus dem Ofen herausgenommen. Da aber beim öffnen des Ofens eine gewisse Menge Luft in den Ofen dringt und der darin @enthaltene Sauerstoff die Bildung einer Oxydschicht an der Wand der Schale herbeiführen würde, so wird zur Verhinderung dieses Nachteils ein brennbares Gas zugeführt, dessen Wasserstof=f den beim öffnen des Ofens zusammen mit der atmosphärischen Lufteindringenden Sauerstoff bindet und dadurch eine Oxydierung der Legierungskomponenten verhindert.
  • Man erhält auf diese Weise ein das Schmiermittel ansaugendes Produkt, dess°n Komponenten durchaus homogen sind. Es ist einleuchtend, daß der Grad der Porigkeit und daher das Schmiervermögen des so ausgebildeten Gegenstandes vom Feinheitsgrad der Legierungskomponenten oder von dem Feinheitsgrad der Pulver abhängig ist.
  • Nach einer besonders für Buchsen bestimmten Ausführungsform der Erfindung gemäß beiliegender Zeichnung, auf der Fig. i einen Streifen von agglomeriertem Material und Fig.2einen Längsschnitt der fertigen Buchs° zeigt, ist ein flacher Streifen aus dem .erfindungsmäßig gewonnenen porigen Material schraubenförmig gewunden, wobei die Windungen so dicht aneinanderliegen, daß daraus ein H@öhlzylinder entsteht, der durch Wärmebehandlung gesintert wird und seine Endmaße und die gewünschte Elastizität erhält.
  • Im Gegensatz zum .oben geschilderten Verf ahr en werden hier die metallischen Pulver direkt zu einem Streifen i agglomeriert, dessen Stärke der Wandstärke der fertigen Buchse entspricht oder ihr fast gleich ist und dessen Breite größer oder kleiner ist je nach dem Grad der Elastizität, die bei den Buchsen gewünscht wird. Der so erhaltene Streifen wird auf einen Dorn gewickelt, dessen Durchmesser dem der fertigen Buchse entspricht, so daß sich eine Anzahl voneinander liegen- ' verbundenen Windungen er-@t. Nachdem die Buchse den einzigen Ar-,,ah1tsvorgang der seitlichen Glättung erfahren tat , wird sie in eine letzte. Form -eingelegt und einer Wärmebehandlung unterworfen, um die Sinterung der Windungen nach dem gewünschten Maß durchzuführen.

Claims (1)

  1. P.@rmrwsmzficn.L: i. Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen und Buchsen aus porigem Werkstoff, besonders für Verbrennungsmotoren, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung aus 5 5 bis 7 5 0 o Kupfer, 4o bis 15 o# o Blei und 5 bis i o o'o Zinn pulverisiert und dem Pulver 5(7,o Pulver von Kupfer erster Schmelzung zugegeben wird, welches feiner ist als das Legierungspulver, worauf das Gemisch unter Druck agglomeriert und schließlich einer Wärmebehandlung unterworfen wird. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung darin besteht, daß das gepreßte Agglomerat in einen auf die Schmelztemperatur der metallischen Legierung vDrgewärmten Ofen eingebracht wird, wobei die Aufenthaltsdauer des Produktes im Ofen nahezu der Zeit entspricht, welche notwendig ist, um die Ofentemperatur, die während der öffnung des Ofens um etwa i oo bis 200- C gesunken war, wieder auf die Schmelztemperatur der Legierung zu bringen. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung der Zusammenschw eißung der metallischen Korpuskeln Borax in Mischung mit dem Metallpulver verwendet wird. .. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer Oxydbildung auf dem thermisch zu behandelnden Produkt ein Wasserstoff enthaltendes brennbares Gas dem Ofen zugeführt wird. 5. Durch das Verfahren nach Anspruch i bis q. aus einem flachen aus agglomeriertem porigem Werkstoff bestehenden, schraubenförmig gewundenen und durch dichtes Aneinanderliegen der Windungen einen Hohlzylinder ergebenden Streifen gewonnene Buchse, die.zwecks Sinterung und Erzielung ihrer Endmaße einer Wärmebehandlung unterworfen wird.
DEM146784D 1939-12-29 1939-12-29 Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen Expired DE712702C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082416B (de) * 1956-02-07 1960-05-25 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung eines dichten Formkoerpers aus Sinterbronze mit hoher Masshaltigkeit
DE2316915A1 (de) * 1972-04-05 1973-10-25 Nippon Kagaku Yakin Kk Aus kupferlegierungen bestehende maschinenteile und verfahren zu ihrer herstellung

Cited By (2)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1082416B (de) * 1956-02-07 1960-05-25 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung eines dichten Formkoerpers aus Sinterbronze mit hoher Masshaltigkeit
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