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Uhrmacherwerkzeug zum Halten von Uhrwerken und Uhrwerksteilen
Das Patent Nr. 164362 behandelt ein Uhrmacherwerkzeug mit durch Kulissensteuerung radial verstellbaren Klemmbacken, welch letztere einerseits in den Führungsnuten eines mil ebener Auflagefläche ausgestatteten Grundkörpers verschiebbar und anderseits in den Schlitzen einer Steuerscheibe geführt sind.
Dieses Werkzeug besitzt vorzugsweise drei Klemmbacken, die als zylindrische Bolzen mit schräg unterschnittener Stufe zum Halten kreisrunder Uhrwerke ausgebildet sind und für von der Kreisform abweichende Fassonuhrwerke gegen passende Formklemmbacken ausgetauscht werden müssen. Abgesehen von der Umständlichkeit des Auswechselns ist auch die Lagerhaltung verschiedener Formklemmbacken unerwünscht.
Es ist bereits eine Haltevorrichtung für Uhrwerke bekanntgeworden, bei der zwei halbrunde Klemmbacken ohne Grundkörper lediglich längs zweier Führungsstäbe gegeneinander beweglich sind und an ihren oberen Stirnseiten in zwei
Stufen abgesetzte, konzentrisch ausgedrehte
Klemmflächen aufweisen, deren oberste in je zwei Klauen unterteilt ist. Diese Vorrichtung gewährleistet keine einwandfreie Einspannung verschieden geformter Uhrwerke, weil keine Möglichkeit der gegenseitigen Festlegung der beiden
Backen in der Klemmstellung besteht und die einfache Gestaltung der Klemmflächen nur einen beschränkten Verwendungsbereich zulässt.
Gegenstand der Erfindung ist ein gleichfalls mit einem Grundkörper und mit durch Kulissen- steuerung beweglichen Klemmbacken aus- gestattetes Uhrmacherwerkzeug, an dessen mit ebener Grundfläche versehenen Grundkörper lediglich zwei Klemmbacken beweglich geführt sind, deren Klemmköpfe zwecks Erreichung einer Vierpunktklemmung des eingespannten
Gegenstandes zwei-oder mehrfach abgestufte
Klemmflächen von zweckmässig in jeder Stufe unterschiedlichem Krümmungsradius 31mveiselì und durch je eine über alle Stufen reichende, vor- zugsweise gleichfalls stufenförmig verlaufende
Ausnehmung in zwei Hälften unterteilt sind.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise
Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 das Werkzeug in
Draufsicht, Fig. 2 einen Teillängsschnitt desselben während die Fig. 3 und 4 ein besonderes Ausführungsbeispiel einer Formklemmbacke in vergrössertem Massstab in Seitenansicht bzw. in Draufsicht veranschaulichen.
In der Abschlussplatte b des dosenförmigen Grundkörpers a ist eine diametral verlaufende Führungsnut c vorgesehen. Eine auf der Oberseite des Grundkörpers aufliegende Steuerscheibe d ist mittels eines Schraubenbolzen e frei drehbar, der durch eine zentrale Bohrung der Abschlussplatte b in das Innere des Grundkörpers hineinragt und durch eine aufgeschraubte Rändel- mutter f mit der Scheibe d gesichert ist. Letztere ermöglicht gleichzeitig auch die axiale Festklemmung der Steuerscheibe d in jeder gewünschten Stellung. Jede der beiden Klemm- backen h ist mit ihrem dem Nutenquerschnitt angepassten Gleitstein k in der Führungsnut c radial verschiebbar und ragt mit seinem zylin- drischen Schaft 1 durch je einen der beiden Spiral- schlitze g der Steuerscheibe d hindurch.
Durch
Drehung der Steuerscheibe d in der einen oder andern Richtung werden die Klemmbacken h gleichmässig einander genähert oder voneinander entfernt. Um die Führungslänge der Gleit- steine k möglichst gross zu halten, und dabei auch kleine Spannweiten zu erzielen, ist an der inneren Stirnfläche der Gleitsteine ein halbkreis- förmiger Ausschnitt k1 für den Schrauben- bolzen e ausgespart.
Am Klemmkopf 111 sind in mehreren Ab- stufungen schräg unterschnittene Klemm- flächen mi-mg von jeweils verschiedenem
Krümmungsradius ausgebildet. Ferner ist jeder
Klemmkopf über die Stufen m2 und ? Kg durch eine in der Backenmittelebene verlaufende, gleichfalls stufenförmige Ausnehmung n in zwei Hälften unterteilt. Eine schräg unterschnittene Ab- stufung/1 am zylindrischen Schaft 1 ermöglicht das Einspannen auch stärkerer Uhrwerke mit der
Zifferblattseite nach oben zwischen den untersten
Kicinmflächen ml, wobei durch die Ausschnitte genügend Platz für vorstehende Uhrwerksteile, wie z. B. Lagerbrücken, geschaffen ist und ein
Klemmen derselben vermieden wird.
Die in der beschriebenen Weise abgestuften und geteilten Klemmköpfe der Klemmbacken h gewährleisten eine starre Vierpunkteinspannung
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ovaler, rechteckiger und anderer Fassonuhrwerke, ohne dass die Klemmbacken gegen andere ausgetauscht werden müssen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Uhrmacherwerkzeug zum Halten von Uhrwerken und Uhrwerksteilen nach Patent Nr. 164 362, dadurch gekennzeichnet, dass an einem mit ebener Grundfläche versehenen Grundkörper (a, b) lediglich zwei Klemmbacken (m) beweglich geführt sind, deren Klemmköpfe zwecks Erreichung einer Vierpunktklemmung des eingespannten Gegenstandes zwei-oder mehrfach abgestufte Klemmflächen von zweckmässig in jeder Stufe unterschiedlichem Krümmungsradius aufweisen und durch je eine über alle Stufen reichende, vorzugsweise gleichfalls stufenförmig verlaufende Ausnehmung (n) in zwei Hälften unterteilt sind.