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Einrichtung zum Archivieren oder Magazinieren von Gutwaren
Es sind Einrichtungen zum Archivieren und Magazinieren von Gutwaren bekanntgeworden, bei denen Behälter, welche Gutwaren aufnehmen bzw. enthalten, zum Zugänglichmachen von Gutwaren in anderen solchen Behältern verlagert werden. Die Behälter waren dabei einzeln zu verlagern und die Verlagerung erfolgte von Hand. Dies erlaubte nur verhältnismässig kleine Behälter zu bauen, was gegebenenfalls die Einzelverlagerung einer Mehrzahl von Behältern erforderte und für die einzelnen Behälter zwangsweise Kleinräumigkeit ergab, so dass die Einlagerung von Gutware auf solchen kleinen Abmessungen beschränkt bzw. die Einlagerung nur kleinstückiger Gutware möglich war.
Die Erfindung betrifft nun ehe Verbesserung einer Einrichtung zum Archivieren oder Maga-
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zugänglich zu machen, wie Akten, Bücher, Gegenstände auf dem Gebiet der Lebensmittelbranche oder der Technik, wie Modelle, Werkzeuge, Fertigwaren nicht zu grosser Ausmasse usw.
Mit der Erfindung wird eine denkbar gute Ausnutzung einer gegebenen Bodenfläche bezweckt, ohne dass man in der Art, der Grösse und dem Gewicht der Gutware sonderlich beschränkt wäre.
Gemäss der Erfindung sind Behälter, die zur Aufnahme von Gutwaren dienen, über ein Kupplungsmittel unter dem Einfluss einer Kraftquelle verschiebbar, wobei der erste Behälter mit dem Kupplungsmittel fest verbunden ist und die übrigen Behälter je für sich mit dem Kupplungsmittel verbindbar sind, und weiter sind Steuermittel für die Kraftquelle vorgesehen, die eine Wiederherstellung der Lage der Behälter entsprechend dem Nichtbenützen der Einrichtung nur von der Stelle aus ermöglichen, an der eine vorgängige Behälterverschiebung eingeleitet wurde.
Die Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
1, 2, 3, 4, und 5 sind Behälter von deren Stirnseite aus gesehen. Diese Behälter sind auf Rollen 6 auf einem Boden 7 laufend gedacht und sind mit Tablaren versehen, auf denen beispielsweise Bücher untergebracht sind. Unter dem Boden 7 ist quer zu den Behältern 1-5 verlaufend eine Kupplungsstange 8 in Lagern 9 längsbeweglich. Mit dieser Kupplungsstange 8 ist der erste Behälter 1 bei 10 fest verbunden. Die anderen Behälter 2-5 haben je einen Kupplungsteil, der durch einen Riegel 11 dargestellt und der mittels eines Handgriffes 12 an der Stirnseite des Behälters bewegbar ist und mit einer Kerbe 13 in der Kupplungsstange 8 zusammenwirken kann.
Die Kupplungsstange 8 ragt über den Behälter 1 hinaus und ist dort zu einer Zahnstange 14 ausgebildet, in die ein Zahnrad 15 eingreift, das über ein Schneckengetriebe 16 mit einem Elektromotor 17 zwangläufig verbunden ist.
Die gezeichnete Lage der Behälter 1-5 entspricht deren Ruhe-oder Aussergebrauchslage. In dieser liegen die Behälter aneinander und die Riegel 11 der Behälter 2-5 liegen je einer Kerbe 13 gegenüber.
Der Elektromotor 17 ist reversierbar und in seiner Stromleitung liegen Hauptkontakte 18 für den Vorwärtsgang des Elektromotors 17 und Hauptkontakte 19 für den Rückwärtsgang des Elektromotors 17. Für den Vorwärtsgang des Elektromotors 17 ist ein Begrenzungskontakt 20 vorgesehen, in dessen Stromkreis eine Spule V eines Umschaltschützes 21 sowie ein Druckknopf 22 liegt. Dieser Stromkreis ist ein Steuerstromkreis der Sicherungen 23, 24 und hat einen Haltestromkreis mit Selbsthaltekontakt 25. Für den Rückwärtsgang des Elektromotors 17 ist ein Begrenzungskontakt 26 vorgesehen, in dessen
Stromkreis eine Spule R des Umschaltschützes 21, ein Druckknopf 27 und bei jedem Behälter 2-5 ein Verriegelungskontakt 28 in Serie liegen.
Dieser
Stromkreis ist ein Steuerstromkreis für den Rück-
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ein Haltestromkreis mit Selbstschaltekontakt 29 vorgesehen ist.
Die Kupplungsstange 8 hat eine Erhöhung 30, die mit den Begrenzungskontakten 20, 26 zusammenwirkt.
Die Verriegelungskontakte 28 stehen je mit dem Handgriff 12 des Riegels 11 der Behälter 2-5 in Verbindung, so dass sie geschlossen sind, wenn die Riegel 11 ausser Eingriff mit der Kupplungsstange 8 sind.
Für die Arbeitsweise der beschriebenen Einrichtung sei von der in der Zeichnung ausgezogen gezeichneten Lage der Behälter 1-5 ausgegangen.
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Die Behälter 1-5 liegen demnach aneinander und es ist kein Zwischenraum zwischen denselben vorhanden, der ein Bedienen eines der Behälter von der Seite her ermöglichen würde. In dieser Lage der Behälter 1-5 hat die Erhöhung 30 der Kupplungsstange 8 den Begrenzungskontakt 26 des Rückwärtsganges des Elektromotors 17 ge- öffnet ; ferner sind die Hauptkontakte 18, 19, die Selbsthaltekontakte 25,29 offen und der Kontakt an den Druckknöpfen 22, 27 ist offen. Geschlossen sind Verriegelungskontakte 28.
Soll nun beispielsweise zwischen den Behältern 3 und 4 ein freier Bedienungsraum geschaffen werden, so wird der Handgriff 12 am Behälter 3 nach unten gedrückt, so dass der Riegel 11 dieses Behälters 3 in die unter ihm liegende Kerbe 13 der Kupplungsstange 8 eingreift. Dadurch wird der Verriegelungskontakt 28 an dem Behälter 3 unterbrochen. Nun wird auf den Druckknopf 22 gedrückt, wodurch der Steuerstromkreis : Steuersicherung 23, Druckknopf 22, Begrenzungskontakt 20, Spule V des Umschaltschützes 21,
Steuersicherung 24 entsteht. Das Umschaltschütz spricht an und die der Spule V zugeordneten
Hauptkontakte 18 legen den Elektromotor 17 an das Netz. Der Elektromotor 17 beginnt zu laufen und treibt über die Getriebe 16, 15, 14 die Kupplungsstange 8 an und bewegt sie nach rechts.
Dabei werden die Behälter 1, 2,3 nach rechts bewegt, und zwar 1 und 3, weil sie mit der Stange 8 gekuppelt sind, und der Behälter 2, weil er zwischen den Behältern 1 und 3 gefangen ist. Wird der Druckknopf 22 nach Einleitung der Bewegung losgelassen, so läuft der Elektromotor 17 mit den Behältern 1, 2,3 weiter, indem nun der Steuerstrom über den Selbsthaltekontakt 25 fliesst.
Kommt bei dieser Bewegung der Kupplungsstange die Erhöhung 30 derselben an den Begrenzungskontakt 20 des Vorwärtsganges des Elektromotors 17, so öffnet sie diesen Kontakt und die Spule V wird stromlos, so dass sie die Hauptkontakte 18 öffnet und den Elektromotor vom Netz trennt.
Die Behälter 1-3 bleiben dann stehen (rechte
Kante des Behälters 1 strichpunktiert angedeutet) und zwischen den Behältern 3 und 4 ist der ge- wünschte Zwischenraum geschaffen, der eine Be- dienung des Behälters 3 oder demjenigen 4 von der Seite her ermöglicht.
Durch die Vorwärtsbewegung, wie beschrieben, wurde durch Abgleiten der Erhöhung 30 vom
Begrenzungskontakt 26 dieser geschlossen, so dass der Steuerstromkreis für Rückwärtsgang des
Elektromotors 17 vorbereitet ist. Dieser Strom- kreis kann aber durch Drücken des hiezu dienenden Druckknopfes 27 noch nicht geschlossen werden, weil er beim Behälter 3 durch den dortigen
Verriegelungskontakt 28 noch unterbrochen ist. Erst wenn dieser Verriegelungskontakt am Behälter 3
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Kupplungsstange 8 geschlossen wird, kann durch das Drücken auf den Druckknopf 27 der Steuerstromkreis : Sicherung 23, Verriegelungskontakte 28, Druckknopf 27, Begrenzungskontakt 26, Spule R des Umschaltschützes 21, Sicherung 24 gebildet werden, der ein Schliessen der Hauptkontakte 19 zur Folge hat.
Dadurch wird der Elektromotor 17 reserviert und er bewegt die Kupplungsstange 8 rückwärts, so dass diese die Behälter 1-3 gegen ihre ursprüngliche Lage hin zurückbewegen. Während dieser Bewegung wird die Selbsthaltung des beschriebenen Steuerstromkreises durch den Haltekontakt 29 gewährleistet, auch nachdem der Druckknopf 27 freigegeben wurde. Wenn die Behälter 1-3 sich ihrer ursprünglichen Lage nahen, öffnet die Erhöhung 30 den Begrenzungskontakt 26 und dieser unterbricht den Steuerstromkreis, so dass die Behälter 1-3 in ihrer ursprünglichen Lage sich mit den ändern Behälteren 4 und 5 zu einem, keinen Zwischenraum belassenden, die Bodenfläche ganz ausfüllenden Block aneinanderschliessen.
Es ist verständlich, dass durch Betätigen des entsprechenden Handgriffes 12 zwischen beliebigen Behältern der zur Bedienung erforderliche Zwischenraum geschaffen werden kann.
Dadurch, dass die Rückwärtsbewegung der Behälter, die von den in Ruhelage verbleibenden Behältern wegbewegt wurden, erst nach Einleiten des bezüglichen Steuerstromkreises möglich ist, sind Personen, die sich im Zwischenraum zwischen den Behältern aufhalten, vor Unfällen geschützt.
Durch das Zusammenschieben der Behälter bei Nichtgebrauch und der Möglichkeit, jeweils gerade dort, wo es erforderlich ist, einen die Be- dienung gestattenden Zwischenraum zu schaffen, kann in dem Raum, in dem solche Behälter unter- gebracht sind, etwa in einem Bibliothek-oder
Archivraum oder in einem Magazin, viel Platz gespart werden bzw. es können in dem Raum bedeutend mehr Behälter untergebracht, d. h. bedeutend mehr Gutwaren archiviert oder magaziniert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Archivieren bzw. Maga- zinieren von Gutwaren in Behältern, wobei zum
Zugänglichmachen der Gutwaren eine Behälter- verlagerung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aufnahme der Gutwaren dienenden Behälter bei unbenutzter Einrichtung aneinanderliegen und über ein Kupplungsmittel, das quer an den Behältern beweglich ist, unter dem Einfluss einer Kraftquelle stehen, wobei der erste Behälter mit dem Kupplungsmittel fest verbunden ist und die übrigen Behälter je für sich mit dem Kupplungsmittel verbindbar sind und dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel für die Kraftquelle vorgesehen sind, die eine Wiederherstellung der Lage der Behälter entsprechend dem Nichtbenutzen der Einrichtung nur von der Stelle aus ermöglichen, an der eine vorgängige Behälterverschiebung eingeleitet wurde.