AT164787B - Verfahren zur Herstellung von Sinterkörpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Sinterkörpern

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  Verfahren zur Herstellung von Sinterkörpern 
 EMI1.1 
 



   2. Veränderbarkeit des Gefüges durch ent- sprechende Wahl der Stärke und der Verlegung der Reduktionsschicht. 



   3. Vereinfachte Verformung zufolge der zugleich mit der Warmverfestigung selbsttätig auftretenden
Erhöhung der Dichte. 



   Das bekannte Verpressen mit hohen Drücken kann hier entfallen. 



   Beispiele :   l.   Ein der fertigen Gestalt des herzustellenden
Metallkörpers entsprechender Rohling wird unter
Berücksichtigung des bei Sinterung auftretenden
Schwindens aus einem Pulver von Eisenoxyd unter leichtem Druck in einem Formkasten vorgeformt.
Hierauf wird dieser Rohling mit einem Überzug (Anstrich) aus reduzierenden Stoff, etwa Aluminium versehen und schliesslich der so vorbereitete Rohling in einem für die Warmverfestigung vorgesehenen Ofen eingebracht, wo dann gleichzeitig mit der Warmverfestigung eine die ausreichende Dichtheit und Festigkeit des fertigen Metallkörpers gewährleistende Reduktion des Aufbaustoffes des Rohlings durch Einwirkung der reduzierenden Schicht auf denselben erfolgt. 



   2. Auf den wie im Beispiel 1 vorgeformten Rohling wird eine Schicht aus Kalziumhydroxyd aufgebracht, die bei der Verfestigungstemperatur (Sintertemperatur) durch Anwendung einer entsprechenden Gasatmosphäre im Ofen, wie etwa Wasserstoff, selbst reduzierbar ist. In diesem Falle wird also den Aufbaustoffen des Metallkörpers durch die reduzierende Schicht ständig Sauerstoff entzogen, während die dadurch bedingte Anreicherung der reduzierenden Schicht selbst mit Sauerstoff durch die auf die Schicht einwirkende Gasatmosphäre wiederum ausgeglichen wird, welche den Sauerstoff aus der Schicht abzieht (Regenerierung bzw. Aktivierung der Schicht). 



   3. Wenn für den herzustellenden Metallkörper an bestimmten Stellen eine gegenüber dem übrigen Metallkörper erheblich grössere Dichte und Festigkeit verlangt wird, so werden nach Vorformung des Rohlings diese Stellen mit einem wesentlich stärkeren Überzug aus reduzierenden Stoffen versehen, was zur Folge hat, dass dort bei der Warmverfestigung die reduzierende Wirkung und damit 

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 die Dichte und Festigkeit entsprechend gesteigert wird. 



   4. Zum Zwecke einer gemäss Beispiel 3 ge- wünschten Gefügeänderung wird ein Teil des zu reduzierenden und zu sinternden Rohlings, dessen Vorformung wie in den übrigen Beispielen erfolgte, mit einer Schicht aus einem Gemisch von Kalk und Kohle, der andere Teil hingegen mit einer Schicht von Aluminium überzogen. 



   Ist die verschiedene Dimensionsänderung durch
Schwund unerwünscht, so kann sie durch die im Beispiel 3 angeführte Massnahme vermieden werden. 



   5. Für die Herstellung eines Hohlkörpers z. B. eines Rohres (Fig.   l)   wird die reduzierende
Schicht 1, z. B. Aluminiumpulver nach innen, vorzugsweise in die Mittelzone des vorgeformten Rohlings verlegt, dessen Aussenzone 2 und dessen Innenzone 3 aus Eisenoxyd besteht. Die Sinterung erfolgt im Wasserstoffstrom und ergibt das in Fig. 2 dargestellte Bild des fertigen Rohres mit einer aus reinem   Sintereisen   gebildeten Aussenund Innenschicht und einer Mittelzone aus Aluminiumoxyd (Al203), das dort durch seine hohe Reaktionswärme eine Schicht von hochgesintertem, zum Teil geschmolzenen Eisen bildet. 



  Diese Mittelschicht verleiht dem Rohr eine höhere Festigkeit und Gasdichte gegenüber einem normal gesintertem Körper, wie ihn Fig. 3 zeigt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von Sinterkörpem aus pulverförmigen Metallverbindungen, insbesondere pulverförmigen Metalloxyde, bei gleichzeitig mit der Sinterung bewirkten Reduktion

Claims (1)

  1. der Metallverbindungen zu den Metallen, dadurch gekennzeichnet, dass der aus den pulverförmigen Substanzen vorgeformte Rohling, z. B. durch die nur oberflächliche Einwirkung reduzierender Stoffe, nur teilweise reduziert wird und die Reduktion zonenweise verschieden stark erfolgt. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekenn- zeichnet, dass die reduzierenden Stoffe nur oberflächlich, u. zw. als Überzug aufgebracht werden. 3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht der oberflächlich reduzierenden Stoffe zonenweise verschieden stark bemessen ist.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die reduzierende Schicht in an sich bekannter Weise von einer reduzierenden Gasatmosphäre eingehüllt ist, von der die Schicht bei Sintertemperatur ständig regeneriert (aktiviert) wird.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Rohling zonenweise Reduktionsschichten verschiedener chemischer Zusammensetzung einwirken.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 5, insbesondere zur Herstellung von Rohren und anderen Hohlkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass in die Mittelzone des Hohlkörpers eine reduzierende Schicht, vorzugsweise eine Aluminiumschicht, eingebracht wird und die Sinterung überdies in einem reduzierenden Gasstrom, z. B. in einem Wasserstoffstrom, erfolgt, so dass die Aussen-und Innenmantelschicht des fertigen Hohlkörpers aus gesintertem Metall, die Mittelschicht aus dem Oxyd des reduzierenden Stoffes besteht.
AT164787D 1946-06-21 1946-06-21 Verfahren zur Herstellung von Sinterkörpern AT164787B (de)

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