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Transport-und Aufbewahrungskiste aus Latten
Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportund Aufbewahrungskiste aus Latten für Obst und Gemüse u. dgl. Es sind verschiedene Lattenkisten für Transport-und Aufbewahrungszwecke von Obst,. Gemüse u. dgl. in Gebrauch, die jedoch in der Praxis einem überaus grossen Verschleiss unterliegen und daher nicht richtig befriedigen konnten. Bei einer dieser Ausführungsformen werden Kopfteile verwendet, die aus einzelnen, an den Rändern durch Leisten miteinander verbundenen Latten bestehen. An diesen Leisten werden die einzelnen Latten der Seitenwände angeheftet, während die, den Boden bildenden Latten mit Nägeln an den untersten Latten der Kopfteile befestigt werden.
Nachdem die praktisch für diesen Zweck in Frage kommenden Latten oder Brettchen nur eine geringe Stärke aufweisen, können zur Befestigung der Bodenteile nur schwache Nägel verwendet werden. Der von der Kiste aufzunehmende Inhalt weist aber ein Gewicht bis zu 40 kg auf, so dass sich im Gebrauch die Bodenbretter häufig losreissen und die Kisten dadurch unbrauchbar werden. Versucht man aber die Verbindung der Bodenteile mit der untersten Latte des Kopfteiles widerstandsfähiger zu gestalten, dann reisst die unterste Latte des Kopfteiles von den Leisten, die das Kopfteil zusammenhalten, los, wodurch die Kiste wieder unbrauchbar ist. Diese Nachteile treten ins- besondere deshalb häufig auf, da die Kisten Witterungseinflüssen ausgesetzt sind und auch der Inhalt der Kiste häufig feucht ist, so dass die einzelnen Teile der Kiste rissig werden.
Es ist versucht worden, Kisten durch Anbringung von Dreikantleisten an den vertikalen Innenkanten zu versteifen. Auch diese Ausführungsform ist aber im Gebrauch nicht genügend widerstandsfähig.
Ein weiterer Versuch wurde dahingehend unternommen, das unterste Brett der Kopfteile stärker zu wählen. Diese Ausführungsform erfordert eine Ausfräsung der die Kopfteile zusammenhaltenden Leisten in der Breite des unteren Kopfbrettes, wodurch die Stabilität der Kiste wesentlich be- einträchtigt wird, so dass sich der Boden erst recht losreisst.
Es ist auch bekannt, zur Bildung der Kopfwände einen verzinkten Rahmen zu verwenden und an diesen die Kopfwand-, die Seitenwandund die Bodenbretter anzunageln. Dieser Rahmen versteift wohl die Kopfwände, verhindert aber nicht ein Losreissen der Bodenbretter, insbesondere dann, wenn die Kiste Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
Die Erfindung bezweckt, eine Kiste aus Latten zu schaffen, die die angeführten Nachteile nicht besitzt und eine gewünschte grosse Lebensdauer aufweist. Bei dem grossen Bedarf an Kisten für den angegebenen Zweck bedeutet eine Erhöhung der Lebensdauer z. B. auf das Doppelte der bisherigen Lebensdauer eine ganz enorme Ersparnis an Schnittmaterial. Bei einem schätzungsweisen Bedarf von l. Million Kisten im Jahr würde sich bei einer Erhöhung der Lebensdauer auf das Doppelte eine Schnittmaterialersparnis von etwa 5000 m3 ergeben.
Die Erfindung besteht nun darin, dass an sich bekannte besondere Leisten zur Befestigung der Bodenbretter mit vertikalen, die Kopfwandbretter verbindenden Leisten stufenförmig verzapft sind. Ausserdem sind gemäss der Erfindung an der Innenecke zwischen Kopfwand und Boden Leisten vorgesehen, die die Bodenbretter untereinander verbinden. Die Bodenbretter sind erfindungsgemäss noch durch lange und starke Nägel, welche die verzapften Leisten mit den Bodenleisten verbinden, verankert. Durch die Erfindung werden die am meisten beanspruchten Kopfwände der Kisten besonders stabil gestaltet und die einer grossen Belastung unterworfenen Bodenbretter so befestigt, dass ein Ausreissen der Bodenbretter auch bei einer rauhen Überbeanspruchung der Kisten während des Transportes und Beeinflussung durch Feuchtigkeit nicht eintreten kann.
Die auf den Bodenbrettem ruhende Last wird durch die stufenförmige Verzapfung der die Bodenbretter tragenden Leisten auf die vertikalen Leisten übertragen, die die Kopfwandbretter miteinander verbinden. Diese Lastübertragung erfolgt nicht nur durch die stufenförmige Verzapfung, sondern auch durch vertikale Nägel und Heftungen, die die Bodenbretter mit den verzapften Leisten und den Bodenleisten verbinden, sowie auch durch horizontale, die verzapften Leisten mit den Bodenleisten und den untersten Kopfwandbrettern verbindende Nägel. Auf diese Weise wird auch beim Schadhaftwerden einzelner Bestandteile der Kiste
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durch Springen oder Vermorschen die Brauchbarkeit der Kiste nicht beeinträchtigt.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Aus- führungsform der erfindungsgemässen Kiste dar- gestellt,. u. zw. zeigt Fig. l das Kopfende einer Kiste in schaubildlicher Unteransicht und Fig. 2 einen Schnitt durch das Kopfende einer Kiste nach der Erfindung.
Das Kopfende der Kiste ist z. B. aus drei Brettern 1 gebildet, die durch die Leisten 2 miteinander verbunden sind. An diesen Leisten 2 sind die Seitenwandbretter 3 befestigt. Zur Befestigung der Bodenbretter 4 sind Leisten 5 vorgesehen, die mit Zapfen 6 in die Leisten 2 eingreifen. Die Bodenbretter 4 sind mit Nägeln 7 mit den Leisten 5 verbunden, wobei die Leisten 5 selbst mit Hilfe von Nägeln oder Heftungen 8 mit dem untersten der Kopfwandbretter 1 verbunden sind. Die Bodenbretter sind untereinander durch Leisten 9 verbunden, die an der Innenseite der Kiste angeordnet sind. Ausserdem werden die Bodenbretter 4 durch die verzapften Leisten 5 mit zwei starken und langen Nägeln 10, welche in die Bodenleisten 9 hineinreichen, derart verankert, dass ein Losreissen der Bodenbretter vermieden wird.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung der unteren Stimwandecke wird eine besondere Steifigkeit und Festigkeit der Kiste erreicht und vermieden, dass sich die durch den in der Kiste befindlichen Inhalt stark belasteten Bodenbretter losreissen.