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Malerauftraggerät
Die bisher gebräuchlichen Malerauftraggeräte sind mit einer auswechselbaren Musterwalze versehen, auf welche die Farbe mittels einer
Einfärbe-und einer, diese berührende Verteiler- walze aufgebracht wird. Die Musterwalze ist hiebei in Schlitzen von seitlich am Farbbehälter angeordneten Trägern mit oder ohne Spiel so gelagert, dass bei Benützung des Gerätes der, von der Musterwalze auf die Wand ausgeübte Anpress- druck auf die Einfärbewalze übertragen wird.
Dadurch sind Veränderungen des Anpress- druckes zwischen Muster-und Einfärbewalze bedingt, die besonders bei Unebenheiten der
Wand verursacht werden und ein ungleichmässiges Auftragen der Farbe herbeiführen.
Zur Behebung dieses Übelstandes wurde bereits versucht, eine der beiden genannten Walzen gegenüber der anderen mit veränderlichem Achsenabstand verstellbar anzuordnen, wobei jedoch infolge zu geringer Starrheit der Feststelleinrichtung und nicht ausreichender Biegungsfestigkeit der Walzenträger eine Beeinflussung der Einfärbewalze durch den Anpressdruck der Musterwalze nicht vollkommen vermieden werden konnte. Anderseits sind Geräte bekannt, bei denen eine störende Druckübertragung auf die Einfärbewalze zwar ausgeschlossen war, aber eine Druckeinstellung zwischen beiden Walzen gleichfalls unmöglich erschien, weil die in Schlitzen frei querverschiebbar gehaltene Einfärbewalze nur durch ihr Eigengewicht gegen die Musterwalze gedrückt wurde.
Den Erfindungsgegenstand bildet nun eine Lagerung der Musterwalze, die der gestellten Forderung nach Einstellbarkeit des Druckes zwischen Muster-und Einfärbewalze gerecht wird und hiebei eine störende Beeinflussung der gleichmässigen Farbübertragung durch den Anpressdruck der Musterwalze auf die Wand in hinreichendem Masse ausschaltet. Diese Vorteile werden bei dem neuen Gerät dadurch erreicht, dass die Musterwalze gegenüber der Einfärbewalze schwenkbar ist und die, zweckmässig als Winkelhebel ausgebildeten Tragorgane der Musterwalze am Farbbehälter exzentrisch zur Drehachse der Einfärbewalze drehbar gelagert und feststellbar sind.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes ist in der Zeichnung dargestellt. Diese zeigt eine Seitenansicht des erfindungsgemässen
Malerauftraggerätes.
Das Gerät weist den üblichen Farbbehälter 1 auf, an dessen Seiten, u. zw. exzentrisch zur Ein- färbewalze 2, je ein Wirlhebel. 3 mittels Ge- lenk 4 schwenkbar befestigt ist. Die Winkelhebel 3 besitzen am Ende des einen Armes 5 je ein Lager für die Achsenden der Musterwalze 8. Mindestens eines dieser Lager besteht aus einem, im wesentlichen von der Einfärbewalze 2 weggerichteten
Lagerschlitz 6 zur Aufnahme des betreffenden Achsendes 7. Im gleichen Arm 5 des zweiten Winkelhebels 3 genügt jedoch gegebenenfalls eine einfache Lagerbohrung für das andere Achsende 7 der Musterwalze 8.
Die zweiten, zweckmässig quer zu ihrer Bewegungsebene federnd ausgebildeten Arme 9 der Winkelhebel 3 sind an ihrem Ende mit je einem Sperrstift 10 und einer Führung 11 versehen, die mit an der Seite des Farbbehälters 1 angeordneten Rasten 12 bzw. mit dem Rand eines, diese aufweisenden Teiles 13 zusammenwirken.
Um die Musterwalze mit ihrem Achsteil 7 im Schlitz 6 des Trag-bzw. Winkelhebelarmes 5 festzuhalten und zu sichern, ist am Ende dieses Armes 5 eine schwenkbare Sperre 14 angelenkt, die so geformt und mit einer die Formwalzenachse 7 teilweise umfassenden Ausnehmung versehen ist, dass sie in ihrer Wirkstellung die Achse 7 im Schlitz 6 sichert, im ausgeschwenkten Zustand jedoch freigibt.
Die Musterwalze 8 liegt bei entsprechender Einstellung der Winkelhebel 3 an der Einfärbewalze 2 an, die ihrerseits eine zweite gleichartige, ganz oder teilweise in die Farbe tauchende Farb- übertrag- und -verteilwalze 15 berührt. Beide Walzen 2, 15 sind mit ihren Achsenden 16, 17, in einem Schlitz 18 je einer, an den Innenseiten des Farbbehälters 1 angebrachten Führungsschiene 19 od. dgl. gehalten. Zur Handhabung des Farbbehälters 1 ist an diesem ein Handgriff 20 mittels verstellbarem Gelenk 21 angebracht.
Der Erfindungsgegenstand ist selbstverständlich nicht auf die beschriebene und dargestellte
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Ausführungsform beschränkt, sondern kann in der verschiedensten Weise seine praktische Gestalt erhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Malerauftraggerät mit Musterwalze, Einfärbewalzen und als Apparatgehäuse ausgebildetem Farbbehälter, wobei der Anpressdruck zwischen Muster-und Auftragwalze unabhängig von der Anpressung der Musterwalze an die zu bearbeitende Wand beliebig einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterwalze (8) gegenüber der Einfärbewalze (2) schwenkbar ist, und die Tragorgane der Musterwalze (8) am
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