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Einrichtung an Laufrädern mit federndem Radkörper
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein- richtung an Laufrädern, deren Radkörper dadurch federnd gestaltet ist, dass die Scheiben der Nabe und des Radreifens durch elastische, mit Be- schlägen versehene Körper, z. B. Gummiblöcke, miteinander verbunden sind. Bei Rädern, ins- besondere von Eisen-oder Strassenbahnfahr- zeugen, entsteht durch scharfes oder länger andauerndes Bremsen infolge der entwickelten
Reibungswärme eine Temperaturerhöhung des
Radreifens, die bei ungehinderter Überleitung der Wärme auf die Gummikörper deren Elastizität stark beeinträchtigen oder sogar den Gummi zum
Schmelzen bringen kann.
Zur Vermeidung dieser Gefahr wurde bereits vorgeschlagen, zwischen den Teilen des Radreifens und den Gummiblöcken eine Schicht aus wärmeisolierendem Material anzubringen, doch konnte trotz des schlechten Wärmeleitvermögens ein langsames Vordringen des Temperaturanstieges im Gummi nicht verhindert werden. Eine Kühlung mittels eines durch die Form des Rades bei seiner Drehung erzeugten Luftstromes erwies sich bei solchen Rädern als besonders wirksam, bei welchen die Gummikörper unter Freilassung eines schmalen, luftdurchspülten Zwischenraumes an den Felgenflansch angesetzt wurden.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung an Laufrädern mit federndem Radkörper, die gleichfalls elastische Körper, z. B. Gummiblöcke als Zwischenlage zwischen den Flanschenscheiben der Nabe und des Radreifens verwendet, ist eine grössere schädliche Erwärmung der Gummiblöcke dadurch vermieden, dass die dem Felgenflansch oder den Felgenflanschen des Radreifens zugewandten Beschläge sowohl an ihrem mittleren Teil als auch im Bereiche ihres Umfanges abstehende Vorsprünge aufweisen, mit welchen die elastischen Körper an dem bzw. den Felgenflanschen derart anliegen, dass zwischen diesem bzw. diesen Flanschen und den Beschlägen je ein mit der Aussenluft verbundener Zwischenraum gebildet ist, der in bekannter Weise von dem durch die Ventilatorwirkung des umlaufenden Rades erzeugten Luftstrom durchspült wird.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe in ihrer Grundform den österr. Patentschriften Nr. 147228 und Nr. 152896 entsprechende Einrichtung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 ein Rad der ersten Ausführungsform im Achsialschnitt, Fig. 2 den zugehörigen, dem
Felgenflansch zugewandten Blechbeschlag eines
Gummikörpers in Vorderansicht, ferner Fig. 3 eine zweite Befestigungsart der Gummikörper im Achsialschnitt durch ein Rad und schliesslich
Fig. 4 den hiebei verwendeten Blechbeschlag in
Vorderansicht.
Gemäss dem aus Fig. l und 2 ersichtlichen
Beispiel ist jeder Gummikörper 1 an seiner dem Felgenflansch 2 zugewendeten Stirnfläche mit einem festvulkanisierten Blechbeschlag 3 versehen. Dieser Blechbeschlag ist in der Hauptsache als eine flache Schale ausgeführt, welche die ganze Stirnfläche des Gummikörpers umgibt und nicht direkt, sondern mittels einer Anzahl von achsialen und radialen Vorsprüngen 5 bzw. 6 gegen den Felgenflansch 2 anliegt.
Durch diese Vorsprünge wird der Blechbeschlag 3 sowohl mit seiner Stirnfläche als auch mit seinem Bördelrand in Abstand von der Ausnehmung 4 gehalten, wodurch einerseits die Wärmeübertragungsfläche zwischen dem Felgenflansch 2 und dem Blechbeschlag 3 auf einen Bruchteil herabgesetzt und anderseits auch der Kühlluft die Möglichkeit gegeben wird, zwischen dem Blechbeschlag und dem Felgenflansch 2 durchzuströmen. Die Kühlluft tritt durch Öffnungen 7 im Nabenflansch 8 ein und wird beim Umlauf des Rades durch die Zentrifugalkraft zwischen den Nabenflanschen 8 und 9 und dem Felgenflansch 2 nach aussen geschleudert. Die Vorrichtung ergibt somit einen zweifachen wirksamen Schutz gegen zu grosse Erwärmung der Gummikörper infolge der Bremsreibung, u. zw. einerseits durch verringerte Wärme- überleitung und anderseits durch Wärmeableitung mittels Kühlluft.
Der geringe Platzbedarf dieser Einrichtung ermöglicht auch deren Einbau in schon bestehende Radkörper bekannter Bauart.
Bei der Ausführungform gemäss Fig. 3 und 4 sind die Stirnflächen der Gummikörper mit auf ihnen z. B. durch Vulkanisieren starr befestigten, schalenförmigen Beschlägen 3 und 17 versehen, die an ihrem mittleren Teil je einen zentral ausgebohrten, am äusseren Umfang konischen Ansatz 12 bzw. 18 aufweisen. Die Beschläge 3 und 17 erlangen, wenn die Gummikörper zwischen den Flanschenscheiben eingespannt sind, eine konkave Aussenform und liegen lediglich im Bereiche ihres Umfanges an den Radflanschen an, während die Ansätze 12 bzw. 18 in ent-
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schlägen versehene Körper, z. B.
Gummiblöcke, unter Freilassung schmaler, luftdurchspülter Zwischenräume zwischen den Körpern und dem Felgenflansch miteinander federnd verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Felgenflansch (2) oder den Felgenflanschen des Radreifens zugewandten Beschläge (3) sowohl an ihrem mittleren Teil als auch im Bereiche ihres Umfanges abstehende Vorsprünge (5, 6, 12)
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anliegen, dass zwischen diesem bzw. diesen Flanschen (2) und den Beschlägen (3) je ein mit der Aussenluft verbundener Zwischenraum gebildet ist, der in bekannter Weise von dem durch die Ventilatorwirkung des umlaufenden Rades erzeugten Luftstrom durchspült wird.