AT163646B - Verfahren zur Herstellung weißer oder hellfarbiger Erzeugnisse mit hoher bakterizider Wirkung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung weißer oder hellfarbiger Erzeugnisse mit hoher bakterizider WirkungInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung weisser oder hellfarbiger Erzeugnisse mit hoher bakterizider Wirkung Es sind bereits Verfahren zur Herstellung von bakteriziden Gegenständen, wie Mittel zur Wund- behandlung, z. B. Verbandmittel od. dgl., durch Aufbringung oligodynamisch wirksamer Metalle, insbesondere Silber, bekanntgeworden. Alle diese Erzeugnisse weisen aber den Nachteil auf, dass sie zufolge der Oxydation des Silbers eine dunkle bis schwarze Farbe annehmen und zur Wundbehandlung vielfach abgelehnt werden, weil sie die Beobachtung von Wunden erschweren, anderseits geringe Verunreinigungen an den Erzeugnissen selbst nicht immer leicht wahrnehmbar sind. Die Erfindung bezweckt bakterizide bzw. aseptische Erzeugnisse mannigfacher Art zu schaffen, die eine helle bzw. weisse Farbe besitzen, diese bei längerem Stehen auch beibehalten, und ausserdem eine besonders starke oligodynamische Wirkung aufweisen. Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass man das zu behandelnde Gut in eine Aluminium-und/oder Kadmiumsalzlösung einbringt und das oder die Metallsalze in bekannter Weise in Metallhydroxyd überführt, welches im bzw. an der Oberfläche des Materials haftet. Diese so vorbehandelten Trägerstoffe werden nun in eine verdünnte Silbersalzlösung getaucht. Dabei bilden sich zwischen den Silberionen und dem Metallhydroxyd weisse oder hellfarbige Additionsverbindungen, die besonders gut an der Oberfläche haften. Das überschüssige Silbernitrat wird daraufhin ausgewaschen, so dass die Erzeugnisse das Silber nur in Form von an der Faser fest haftenden Additionsverbindungen aufweisen, welche nicht oxydieren und daher auch bei längerem Lagern hellfarbig bzw. weiss bleiben. Das Verfahren eignet sich ganz allgemein zur Imprägnierung verschiedener Stoffe, so z. B. für Mittel zur Wundbehandlung wie Verbandstoffe, Binden, Watte, Zellstoffe, Katgut od. dgl. In derselben Weise kann es auch zur Sterilisierung und Keimfreihaltung von Erzeugnissen mannigfacher Art, z. B. von Faserstoffen, Papier, Cellophan, Natur-und Kunstschwämme od. dgl. verwendet werden. Die neuen Produkte haben im Falle der Herstellung von Salben vor allem den Vorteil, dass durch deren Transparenz die Möglichkeit gegeben ist, die Wunde zu beobachten bzw. im Falle von Gaze die Möglichkeit besteht, die Farbe etwaiger Sekrete zu beobachten. Hiezu kommt endlich, dass selbstverständlich jeder Patient seine Wunde lieber mit einem weissen als mit einem blauschwarz gefärbten Produkt behandeln lässt. Es ist bereits bekannt, die oligodynamische Wirkung nutzbar zu machen, welche durch die gleichzeitige Anwesenheit von zwei verschiedenen Metallen bzw. ihren Verbindungen hervorgerufen wird. Dabei handelt es sich aber um ausgespro- chen kolloidale Substanzen, die entweder als Mischung der reinen Metalle oder ausschliesslich in Lösung verwendet werden, während bei dem neuen Verfahren eine Fällung von Substanzen stattfindet, welche sich auch zum Imprägnieren von Stoffen eignen. Es ist ferner bekannt geworden, Verbandstoffe u. dgl. als Träger für wirksame Metallniederschläge zu verwenden, wobei jedoch mit reinen Reduktionsmitteln gearbeitet wird und sich ausserdem braune bis schwarze Produkte ergeben. Man hat ferner bereits vorgeschlagen, Silber auf einer oxydierten Aluminiumoberfläche niederzuschlagen, wodurch jedoch gleichfalls keine weissen Produkte erhalten werden. Gemäss einem weiteren Vorschlag werden Metallkolloide hergestellt und als kolloidale Suspensionen verwendet.. Solche Metallkolloide sind bekanntlich von dunkler bis schwarzer Farbe. Dasselbe gilt auch für ein Produkt, welches durch gleichzeitige Fällung von Aluminiumhydroxyd und Silber zur Erzeugung eines keimtötenden Mittels hergestellt wird. Beispiele : 1. Der zu imprägnierende Trägerstoff, z. B. Verbandstoff, wird mit einer 15% igen Aluminiumsulfatlösung oder einer 10% Aluminiumsulfat und 5% Alaun enthaltenden Lösung kurze Zeit behandelt. Hierauf wird die Lösung abgepresst und der Verbandstoff od. dgl. kurze Zeit in eine verdünnte, alkalisch reagierende Flüssigkeit, wie z. B. verdünnte Lauge oder Ammoniak getaucht und dann nach kurzem Waschen in eine etwa 1% igue Silbernitratlösung eingebracht. Hierauf wird die Lösung abge- presst, der Silbernitratüberschuss weggewaschen und das so behandelte Gut getrocknet. 2. Der zu imprägnierende Stoff wird kurze Zeit mit einer wässrigen 20% igen Kadmiumsulfat-oder-chlorid-Lösung behandelt, abgepresst und wie im Beispiel 1 weiterbehandelt. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung weisser oder hellfarbiger Erzeugnisse mit hoher bakterizider Wirkung, dadurch gekennzeichnet, dass man den Trägerstoff mit einer Aluminium-und/oder Kadmiumsalzlösung tränkt, das oder die an der Faser haftenden Metallsalze in Metallhydroxyd überführt, anschliessend mit einer Silbersalzlösung behandelt und die überschüssige Silbersalzlösung auswäscht. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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