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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Lösen und Festziehen von Schrauben- muttern, insbesondere Nutmuttern. Besonders das Lösen grosser, festgefressener Muttern bereitet erhebliche Schwierigkeiten. In erster Linie bei
Nut-oder Ringmuttern ist die Anwendung grosser Kräfte mittels eines üblichen Haken- schlüssels schwer, da der Haken des Schlüssels aus der Nut oder der Bohrung des Mutterringes leicht abgleitet. Durch dieses wiederholte Ab- gleiten wird die Nut oder Bohrung beschädigt, so dass die Mutter nur mehr mit einem Meissel bewegt werden kann, wodurch sie schwer be- schädigt wird.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende
Vorrichtung ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine Schrägfläche bzw. Schrägführung, welche einem zweckmässig in radialer Richtung zur Mutterachse auf die Vorrichtung geführten
Schlag eine tangential zum Mutterumfang gerichtete Komponente erteilt. Dadurch wird der Vorteil erreicht, dass die Kraft eines Schlages für das Lösen oder Anziehen der Mutter ausge- nützt wird, wobei einerseits das Abgleiten des
Werkzeuges von der Mutter bzw. aus der Nut durch die senkrecht auf die Ansatzstelle des
Werkzeuges an der Mutter gerichtete Kraft des
Schlages vermieden wird und anderseits eine aus- reichende, gleichfalls schlagartig wirkende Kraft- komponente zur Bewegung der Mutter gewährleistet ist.
Gemäss der Erfindung weist die Vorrichtung einen Schaft auf, in dessen Achsrichtung der
Schlag geführt wird, und ein mit diesem durch eine in spitzem Winkel zur Schaftachse verlaufende Gleitführung od. dgl. verbundenes, für den Ansatz am Mutterumfang ausgebildetes Ansatzstück. Dieses Ansatzstück wird somit durch den in der Achsrichtung des Schaftes geführten Schlag fest an die Mutter angedrückt und damit ein Abgleiten unmöglich gemacht, während die durch die Schrägführung erzeugte, tangential zur Mutter gerichtete Kraftkomponente schlagartig zur Wirkung gelangt. Das Verhältnis der normal auf die Ansatzstelle gerichteten Anpresskraft zu der tangentialen, die Bewegung der Mutter bewirkenden Kraft wird durch den Winkel, unter welchem die Schrägführung zur Schaftachse steht, bestimmt und ist bei einem Winkel von annähernd 65 am günstigsten.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist den
Vorteil auf, dass sie ohne Abänderung für Muttern verschiedenen Durchmessers universell verwend- bar ist. Um den verschiedensten Mutterformen
Rechnung zu tragen, ist gemäss der Erfindung das Ansatzstück auswechselbar und mit der je- weiligen Mutterform entsprechenden Greifern bzw. Anlageflächen ausgebildet. Durch ent- sprechende Ausbildung des Ansatzstückes kann die Vorrichtung somit für Nutmuttem, Ring- muttern mit für einen Hakenschlüssel bestimmten "Bohrungen, Sechskantmuttern usw. gegebenenfalls auch für Kopfschrauben Verwendung finden.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch er- läutert. Fig. l zeigt die erfindungsgemässe Vor- richtung in der Arbeitslage.
Die Fig. 2 und 3 zeigen verschiedene Ausbildungen des Ansatz- stückes.
In Fig. 1 stellt 1 den Schaft der Vorrichtung und 2 das Ansatzstück dar. Das Ansatzstück 2 ist mittels einer Schwalbenschwanzführung 3 mit dem Schaft 1 gleitend verbunden und wird durch eine Feder 4 in die in der Zeichnung dar- gestellte Ausgangslage gedrückt. 5 stellt einen
Riegel dar, welcher nach Art eines Schiebers in einer Führung, z. B. einer Schwalbenschwanz- führung, des Schaftes 1 verschiebbar ist und ein
Austreten des Ansatzstückes 2 aus der Führung 3 verhindert. Das Auswechseln des Ansatzstückes kann nach Zurückschieben des Riegels 5 erfolgen.
Bei der in Fig. l dargestellten Ausführungsform ist das Ansatzstück für die Verwendung bei Nutmuttern ausgebildet. Dieses Ansatzstück 2 weist einen Greifer 6 auf, welcher in die Nut 7 der Nutmutter 8 hineinragt und diese fasst.
Die Anlageflächen 9 und 10 des Ansatzstückes 2 können an die Krümmung der Nutmutter angepasst sein. Es ist jedoch vorteilhafter, diese Ansatzflächen in der in der Zeichnung dargestellten Weise abgewinkelt auszubilden, so dass sie nur mit Linienauflage die Mutter berühren, wodurch erreicht wird, dass dasselbe Ansatzstück für verschiedene Muttergrössen Anwendung finden kann.
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Die Betätigung der Vorrichtung erfolgt durch einen Schlag auf das Schaftende 11 in der Richtung des Pfeiles 12. Durch die Schrägstellung der
Führung 3 des Ansatzstückes tritt beim Schlag eine tangential zur Nutmutter gerichtete Kraft- komponente auf, welche eine Verschiebung des Ansatzstückes 2 entgegen der Wirkung der Feder 4 nach links in der Richtung des Pfeiles 13 bewirkt.
Die radial auf die Mutter wirkende Kraftkomponente gewährleistet hiebei den erforderlichen Anpressdruck des Ansatzstückes 2 an die Mutter 8, welcher ein Abgleiten des Greifers 6 aus der Nut 7 verhindert. Das Grössenverhältnis dieser beiden Kraftkomponenten wird durch die Schrägstellung der Führung 3 bestimmt und ist am günstigsten, wenn der Winkel, unter welchem die Schrägführung 3 zur Schlagrichtung bzw. Schaftachse geneigt ist, ungefähr 65'beträgt.
Fig. 2 zeigt eine Ausbildung des Ansatzstückes 2' für Ringmutter, welche die für den Ansatz von Hakenschlüsseln üblichen Löcher aufweisen. Der Greifer ist in diesem Falle durch einen Bolzen 14 gebildet. Bei dieser Ausführungsform sind die Anlageflächen 9'und 10'beispielsweise entsprechend dem Mutterumfang gekrümmt.
Naturgemäss können diese Flächen auch bei dieser Ausführungsform abgewinkelt ausgebildet werden, um das Ansatzstück für einen grösseren Durchmesserbereich der Muttern anwendbar zu machen.
Fig. 3 zeigt ein für die Verwendung bei Sechskantmuttern ausgebildetes Ansatzstück 2". In diesem Falle sind die Anlageflächen 9"und 10" unter einem Winkel von 1200 zueinander abgewinkelt, welcher für alle Mutterngrössen naturgemäss gleich bleibt, so dass eine volle Anlage an die Flächen der Mutter erfolgt. Diese Flächen 9" und M" können gegebenenfalls auch in der für Zangen üblichen Art gerillt oder gezahnt ausgebildet werden, um einen festeren Sitz auf der Mutter zu gewährleisten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Lösen und Festziehen von
Schraubenmuttern, insbesondere Nutmuttern, gekennzeichnet durch eine Schrägfläche bzw.