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Aufbausystem für Leuchten
Die Erfindung bezieht sich auf den einheitlichen
Aufbau von Leuchten voneinander verschiedener
Art, z. B. Tisch-, Wand-und Deckenleuchten, und bezweckt vor allem die Werkstattarbeit und
Lagerhaltung bei der Erzeugung solcher ver- schiedener Leuchten so weit als möglich zu vereinfachen und zu erleichtern. Das Aufbau- system der Erfindung ist im wesentlichen durch drei baukastenartig in verschiedener Verbindung verwendbare Teile gekennzeichnet, u. zw. einem zugleich als Sockel für Tisch-oder Decken- lampe oder als Wandplatte für eine Wandleuchte verwendbaren Teil, einem tragarmartigen Teil und einem die Lampenfassung aufnehmenden
Teil, der mit der Sockel-bzw. Wandplatte entweder unmittelbar oder unter Zwischen- schaltung des armartigen Teiles verbunden werden kann.
Es ist bereits bekannt, bei aus Rohren aufgebauten Leuchten, die als Decken-, Wandoder Tischleuchten verwendet werden, einen Teil der Rohre gemeinsam für alle drei Leuchtenarten zu verwenden, jedoch ist hiebei für jede Leuchtenart noch eine Reihe weiterer Bauelemente zusätzlich erforderlich, die nur bei dieser Leuchtenart zur Verwendung kommen. Ein anderer Vorschlag der weniger bei der Herstellung als hauptsächlich bei der praktischen Verwendung der Leuchten Ersparnisse bringen soll, besteht darin, dass der eigentliche Lampenhalter (Lampe samt Fassung und Schirm) mittels elektrischer Steckverbindung leicht austauschbar mit verschiedenen Lampenträgern (Lusterkörper, Wandarm, Stehfuss) verbunden werden kann.
Hiebei kommt es jedoch nicht darauf an, die verschiedenen Lampenträger aus gleichen Elementen aufzubauen, der Zweck dieser Anordnung ist vielmehr der, die Zahl der eigentlichen Lampenhalter gegen- über der der Lampenträger zu vermindern und dadurch an Anschaffungskosten zu sparen. Durch die Erfindung gelingt es mit der kleinstmöglichen Zahl von Bauelementen den Aufbau der verschiedenen Leuchten vollständig zu beherrschen, d. h. sämtliche Leuchtenarten nur unter Verwendung dieser Elemente zusammenzusetzen, wobei weitere zusätzliche Bauteile nicht erforderlich sind.
Hiebei ist von lösbaren elektrischen Verbindungen grundsätzlich Abstand genommen, der Zusammenbau der Leuchten aus den Elementen erfolgt rein mechanisch.
Dabei wird grundsätzlich von der bekannten
Art der mechanischen Verbindung von Einzel- teilen elektrischer Leuchten, nämlich mittels eines zentralen Rohres, abgegangen und die einzelnen
Aufbauteile werden mit untereinander gleichen, zusammenpassenden Verbindungsmitteln, z. B. mit entsprechendem Gewinde, versehen, so dass sie verschieden zusammengestellt werden können, ohne dass irgendwelche komplizierte, nur vom
Fachmann ausführbare Arbeiten notwendig wären bzw. für jede Leuchtenart eine alle Einzelteile zusammenhaltender Bestandteil jeweils dazu- kommt.
Die einzelnen Teile stellen demnach nicht lediglich als Zierkörper ausgeführte Distanz- stücke dar, die längs eines mittleren Rohres aufgereiht sind, sondern selbständige Aufbauteile, und es ist daher der Umbau von einer Leuchtenart auf die andere ohne fachmännische Kenntnisse von jedermann durchführbar. Wegen der wenigen
Elementetypen, die die Leuchtenherstellung ge- mäss der Erfindung erfordert, ergibt sich eine äusserst vereinfachte Erzeugung und Lagerhaltung.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert.
Die Fig. 1-3 zeigen die Teile eines dreiteiligen Aufbausystems : 1 ist ein die Lampenfassung 4 enthaltender kelchartig ausgebildeter Teil, 2 ist eine Sockelplatte, 3 ein armartiger Teil. 5 und 6 sind einander entsprechende Schraubengewinde in den Teilen 1 und 2.5'und 6'sind je in ebensolcher Weise ausgeführte Gewinde an beiden Enden des Armteiles 3. Auf Grund dieser Übereinstimmung der Verbindungsmittel und durch die gegenseitige Anpassung der Formteile als Ganzes ist es möglich, aus den vorhandenen Bauteilen sowohl eine Tischleuchte herzustellen, wie Fig. 4 zeigt, als auch eine Wandleuchte, wie in Fig. 5 zu sehen ist, wobei die sonst als Fuss der Tischleuchte verwendete Grundplatte 2, die jetzt nicht unmittelbar, sondern über den Arm 3 mit dem Fassungsträger 1 verbunden ist, zur Wandbefestigung der Leuchte dient.
Ferner ist es auch noch bei dem als Beispiel gewählten Aufbausystem möglich, die Leuchte als Deckenleuchte oder als Lusterleuchte zu verwenden.
Im ersten Fall wird die Grundplatte 2 zur Befestigung an der Decke benützt, im zweiten Fall tritt an Stelle der Wandplatte 2 ein z. B. kranzartiger oder schalenartiger Teil, der den Mittel-
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teil des Lusters bildet und über seinen Umfang verteilte Gewindefortsätze wie die Platte 2 besitzt, an denen drei, vier und mehr von Armen 3 getragene Lampenfassungsträger 1 befestigt werden können. Im Rahmen der Erfindung kann auch dieser Lustermittelteil vorteilhaft zweiteilig ausgeführt sein, derart dass jeder seiner Hälften auch ausserdem zugleich als Wandbefestigung dienen kann, die zwei oder mehrere mit Armen versehene Leuchten trägt.
In den Fig. 6-8 ist eine andere Ausführungsmöglichkeit der Erfindung gezeigt. In Fig. 6 ist der Aufbau der Leuchte als Tischlampe dargestellt, wobei wieder der säulenartige Fassungsträger 1 mit der Grundplatte 2 durch ein Schraubengewindesystem 5, 6 verbunden ist.
Fig. 7 zeigt den Aufbau als Wandleuchte, wobei zwischen Fassungsträger 1 und Wandplatte 2 ein Arm 3 eingefügt ist. Dieser Arm ist für sich in Fig. 8 gezeigt. Die Verbindung des Armes 3 mit der Wandplatte 2 wird durch das Gewindesystem 5', 6 bewirkt, die Verbindung des Armes 3 mit dem Teil 1 erfolgt jedoch hier durch einen am anderen Armende vorgesehenen ringförmigen Ansatz 7, in die der mit einer entsprechenden Passfläche 8 versehene Fassungsträger 1 eingesetzt wird. Bei der Verwendung der Leuchte als Wandlampe kann, um einen gefälligen Abschluss des Fassungsträgers zu erhalten, ein Abschlussknopf 10 verwendet werden, der mit einem dem Gewinde 5 entsprechenden Gegengewinde 6" versehen ist und dadurch in einfacher Weise mit dem Teil 1 verbunden werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aufbausystem für Leuchten voneinander verschiedener Art, insbesondere Tisch-, Deckenund Wandleuchten, bei dem gleiche Bauelemente bei verschiedenen Leuchten Verwendung finden, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Leuchten unter Verwendung von nur drei mit aufeinander abgestimmten mechanischen Verbindungsmöglichkeiten versehenen Teilen aufgebaut sind, u. zw. einem zugleich als Sockel für eine Tisch-oder Deckenlampe oder als Wandplatte für eine Wandlampe verwendbaren Teil, einem tragarmartigen Teil und einem die Lampenfassung aufnehmenden Teil, der mit der Sockelplatte entweder unmittelbar oder unter Zwischenschaltung des tragarmartigen Teiles verbunden werden kann.