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Rohrverbindung für mehrachsige, räumliche Rohrverzweigungen an Raumausstattungselementen, Einrichtungsgegenständen, mehrflammigen Leuchten od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Rohrverbindung für mehrachsige, räumliche Rohrverzweigungen an
Raumausstattungselementen, Einrichtungsgegenständen, mehrflammigen Leuchten od. dgl.
Bei verschiedenartigen Einrichtungsgegenständen, wie beispielsweise bei Trennwänden, Geländern,
Metallrohr-Möbeln und insbesondere bei mehrfach verzweigten, mehrflammigen Leuchten, ist die tragende Konstruktion aus Rohrelementen bzw. Rohrstutzen räumlich zusammengesetzt, wobei an den
Knotenpunkten bzw. Verzweigungspunkten mehrachsige, räumliche Rohrverzweigungen vorhanden sind.
Es besteht nun, schon aus architektonischen bzw. geschmacklichen Gründen, das Bestreben, bei solchen räumlichen Rohrverbindungen die Stossstellen vollkommen glatt auszubilden, d. h. ohne dass die zum
Zusammenfügen der Rohrstutzen erforderlichen Verbindungselemente von aussen sichtbar sind.
Nach der Erfindung wird dies nun bei derartigen Rohrverbindungen für mehrachsige, räumliche Rohrverzweigungen in überaus einfacher und befriedigender Weise dadurch erreicht, dass an einer Verzweigungsstelle mehrere, vorzugsweise vier, Rohrstutzen entlang ihrer gegenseitigen, räumlichen
Verschneidungslinien stumpf aneinanderstossend zusammengefügt sind und dass an einem zentral eingesetzten Tragkörper jeder einzelne Rohrstutzen mittels eines koaxial eingesetzten und im Tragkörper eingeschraubten, vorzugsweise rohrförmigen, Verspannungsnippels befestigt ist, dessen Gegenmutter an einem im Rohrstutzen selbst angebrachten Widerlager abgestützt ist.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser Rohrverbindung ist an der Verzweigungsstelle als zentraler Tragkörper ein hohler Drehkörper, vorzugsweise topfartig oder kugelförmig ausgebildet, eingesetzt, an welchem eine den angesetzten Rohrstutzen entsprechende Anzahl Gewindebohrungen für den Einsatz der Verspannungsnippel angeordnet sind. Dieser topfförmige, zentrale Tragkörper besteht aus einem, in einen der angesetzten Rohrstutzen passenden Bodenabschnitt mit zylindrischem Mantel sowie aus einem konisch verjüngten, offenen Wandteil für den Ansatz der übrigen Rohrstutzen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der mehrachsigen Rohrverbindung ist die Anordnung so getroffen, dass mindestens einer der, am Tragkörper angesetzten Rohrstutzen auch am andern Ende nach den entsprechenden Verschneidungslinien zugeschnitten ist und als Verbindungsrohr zu einer zweiten, gleichartigen Verzweigungsstelle dient, wobei die an beiden Stellen eingesetzten, zentralen Tragkörper mittels eines durch dieses Verbindungsrohr koaxial hindurchgeführten Nippels gegeneinander verspannt sind.
Die erfindungsgemässe mehrachsige, räumliche Rohrverbindung ist insbesondere für den strukturellen Aufbau mehrflammiger, allenfalls mehrfach verzweigter Leuchtkörper, geeignet. In diesem Fall müssen in jedem an einer Verzweigungsstelle zentral eingesetzten, topfförmigen Tragkörper rohrförmige Nippel eingeschraubt und ferner in jedem, frei abstehenden Rohrstutzen eine Lampenfassung vollständig versenkt eingesetzt sein, welche mit dem rohrförmigen Nippel dieses Rohrstutzens direkt verbunden ist.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen mehrgliedrigen,
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räumlichen Rohrverbindung veranschaulicht. Es zeigen : Fig. l und 2 eine Verzweigungsstelle von vier
Rohrelementen in Seitenansicht mit teilweisem Mittelschnitt bzw. in Draufsicht ; Fig. 3 den zentralen
Formkörper ; Fig. 4 einen Ausschnitt aus einer verzweigten Rohrstruktur, mit zwei viergliedrigen
Verzweigungsstellen ; und schliesslich Fig. 5 eine dreiflammige Leuchte mit einer entsprechenden vierteiligen Rohrverbindung.
Bei der in Fig. l und 2 dargestellten Rohrverbindung sind an einem zentralen Formkörper--l-- vier gleich weite, aussen glatte Rohrstutzen--A--unter einander gleichen Raumwinkeln befestigt, wobei diese Rohrstutzen--A--an der Stossstelle nach den gegenseitigen Verschneidungslinien ausgeschnitten sind und somit bündig aneinanderschliessen und den eingesetzten Formkörper--l-- vollständig abdecken.
An dem zentralen, als Drehteil ausgebildeten Formkörper--l--sind nun an den entsprechenden Stellen, d. h. koaxial zu den angesetzten Rohrstutzen-A-insgesamt vier Gewindebohrungen mitangebracht, in welche vorerst je ein Schraubnippel--11--eingeschraubt und mittels einer Gegenmutter --3-- fIxiert ist ; weiters ist in jedem Rohrstutzen-A-eine mittig durchbohrte Stützplatte --12-- befestigt, beispielsweise eingelötet, durch welche der Schraubnippel - hindurchragt und eine zweite, von aussen her aufgeschraubte Gegenmutter-4-trägt, welche sich somit an dieser Stützplatte--12--abstützt ;
auf diese Weise sind also alle vier Rohrstutzen--A--von innen her gegen den zentralen Formkörper--l--einwandfrei stabil verspannt, wobei sämtliche Befestigungselemente innerhalb der Rohrstutzen--A--liegen und dadurch eine aussen vollkommen glatte Rohrverbindung gebildet ist.
Fig. 3 zeigt den in der Rohrverbindung zentral eingesetzten Formkörper welcher hier als topfförmiger Drehteil ausgebildet ist und aus einem, in den Rohrstutzen--A--zügig passenden zylindrischen Bodenabschnitt--la--sowie einem kegelstumpfförmig verjüngten, offenen Mantelteil--lb-besteht ; an diesem Formkörper-l-sind nun in der Mitte des zylindrischen Bodens-la-sowie am konischen Abschnitt--lb-in gleichmässiger Verteilung insgesamt vier Gewindebohrungen --2-- für den Einsatz der Schraubnippel--11 bzw. 21 bzw. 31--angebracht, die, wie bereits erwähnt, zu den vier angesetzten Rohrstutzen--A--koaxial liegen müssen ;
der konische Abschnitt --lb-- des Formkörpers hat hier einen Basiswinkel von 70, 50 wodurch die vier Rohrstutzen--A-unter gegeneinander gleichen Winkeln angesetzt werden können.
Falls jedoch bei der betreffenden Rohrverbindung die einzelnen Rohrstutzen unter andern Winkeln angesetzt werden sollen, was im Rahmen der erfindungsgemässen Konstruktion durchaus möglich ist, dann muss der eingesetzte, zentrale Formkörper dementsprechend profiliert sein ; beispielsweise müsste für eine orthogonale Rohrverbindung ein einfacher, zylindrischer Formkörper verwendet werden.
In Fig. 4 ist nun als typisches Bauelement eine Kombination von zwei gleichartigen, räumlichen Rohrverzweigungen dargestellt : zwei viergliedrige Rohrverbindungen, deren jede an sich dem Grundtyp gemäss Fig. l entspricht, sind durch ein längeres Rohrelement--B--verbunden, welches an seinen beiden Enden mit den betreffenden Verschneidungslinien entsprechenden, bogenförmigen Zuschnitten versehen und dementsprechend an den zentralen Formkörpern--l--beider Verzweigungspunkte angeschlossen ist ;
die Verspannung dieser beiden Knotenpunkte miteinander erfolgt praktisch in der gleichen Weise wie die Befestigung eines offenen Rohrstutzens--A--, nämlich mittels eines, durch das Verbindungsrohr -B-- koaxial hindurchgeführten und zuerst in den Formkörper--l--der oberen Rohrverbindung eingeschraubten rohrförmigen Nippels--21--, auf welchen nach Aufstecken
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wird, u. zw. zweckmässig mit seinem zylindrischen Abschnitt--la--in das Rohr--B--eingreifend.
An der oberen Rohrverbindung sind, wie ersichtlich, noch ein oder zwei weitere gleichartige Rohrelemente--B--angesetzt, an deren anderem Ende wieder eine entsprechende viergliedrige Rohrverbindung angeschlossen ist ; am unteren Knotenpunkt können beispielsweise drei offene Rohrstutzen--A--angeschlossen sein. In der gleichen, hier beschriebenen Weise können nun mehrere bzw. zahlreiche mehrgliedrige, insbesondere vierteilige Rohrverzweigungen, zu einer offenen bzw. zu einer ringförmig geschlossenen oder auch zu einer räumlich mehrfach verzweigten Gitterstruktur zusammengesetzt werden.
In Fig. 5 ist als praktisches Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Rohrverbindung eine einfache, dreiflammige Leuchte dargestellt. Diese Leuchte besteht aus einer viergliedrigen Rohrverzweigung, deren oberer, vertikaler Rohrstutzen--A--in üblicher Weise an der Deckenrosette - 6--befestigt bzw. über ein eingesetztes Zwischenstück mit derselben verbunden ist ; in den drei andern, schräg abwärts gerichteten Rohrstutzen--C--ist die Stützplatte --32-- in geringer
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Entfernung von der Ansatzstelle am zentralen Formkörper--l--eingelötet, so dass an dem, durch dieselbe hindurchragenden rohrförmigen Nippel --31-- ausserhalb der Gegenmutter --4-- eine Lampenfassung--5--aufgeschraubt werden kann, u. zw. in in den Rohrstutzen-C--vollkommen versenkter Lage ;
bei derartigen Leuchten muss der in die vorhandenen, mehrgliedrigen Rohrverbindungen eingesetzte zentrale Formkörper--l-selbstverständlich topfförmig ausgebildet sein, um die Zuleitungsdrähte und deren Verzweigungsklemmen unterzubringen.
Selbstverständlich können auch grössere Beleuchtungskörper mit praktisch beliebig verzweigter, räumlicher Rohrstruktur hergestellt werden, wie bereits an Hand von Fig. 4 beschrieben worden ist ; an jedem, im allgemeinen vierteiligen Verzweigungspunkt können dann in die vorhandenen, freien Rohrstutzen Glühlampen eingesetzt sein, beispielsweise also an den, von einem Verbindungsrohr --B-- getragenen, freien Endpunkten der Rohrstruktur jeweils drei Glühlampen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Rohrverbindung für mehrachsige, räumliche Rohrverzweigungen an Raumausstattungselementen, Einrichtungsgegenständen, mehrflammigen Leuchten od. dgl., dadurch gekenn- zeichnet, dass an einer Verzweigungsstelle mehrere, vorzugsweise vier, Rohrstutzen (A, A bzw. A, B bzw. A, C) entlang ihrer gegenseitigen, räumlichen Verschneidungslinien stumpf aneinanderstossend zusammengefügt sind und dass an einem zentral eingesetzten Tragkörper (1) jeder einzelne Rohrstutzen (A, A ; A, B ; A, C) mittels eines koaxial eingesetzten und im Tragkörper eingeschraubten, vorzugsweise rohrförmigen, Verspannungsnippels (11 ; 21 ; 31) befestigt ist, dessen Gegenmutter (4) an einem im
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