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Brückengerät
Die Erfindung betrifft ein Brückengerät, das aus einer beliebigen Anzahl gleicher, mit lösbaren
Verbindungen aneinandergeschlossener Elemente zusammengesetzt ist und zum raschen Über- queren von Hindernissen im Gelände, wie Wasser- läufen, Schluchten usw., insbesondere auch als
Provisorium bei augenblicklichen Unter- brechungen von Verbindungen, Zerstörungen von Brücken durch Hochwasser usw. dient.
Es sind Brücken zur raschen Herstellung von Übergängen über Flüsse od. dgl. bekannt, die aus einzelnen Teilen zusammengesetzt sind, von welchen jeder aus zwei parallel miteinander verbundenen Schienenstücken besteht und die durch Laschen aneinandergeschlossen und auf besonderen Wagen befördert werden. Mit Hilfe dieser Wagen können sie gleichzeitig mittels Beförderungsorganen über das Hindernis vorgetrieben werden. Es handelt sich hiebei um schwere Elemente, für deren Beförderung und Zusammenstellung Spezialformationen nötig sind und die in langwieriger Arbeit aneinandergeschlossen werden.
Demgegenüber besteht das Brückengerät gemäss der vorliegenden Erfindung aus einzelnen, je von einer Person tragbaren, U-förmig gestalteten Elementen, die mit ihren Flanschen aneinanderliegen und durch an den Flanschen angebrachte leicht lösbare Verbindungselemente, z. B. Bolzen und Schlitzlöcher, aneinandergeschlossen sind.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Einzelteile als leichte Einzellasten auf eine grössere Anzahl von tragenden Personen verteilt und so ohne Verwendung von Fuhrwerken befördert werden können. Das Gerät ist derart ausgebildet, dass es durch Einschlagen eines oder beider Enden in den Erdboden eine rasche und sichere Verankerung der Brücke ermöglicht.
In der Zeichnung ist das neuartige Brückengerät in schaubildlicher Darstellung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eines der gleichen Elemente, aus denen die Brücke zusammengesetzt ist.
Fig. 2 stellt einen zusammengesetzten Laufsteg, über einen Flusslauf gelegt, dar. Die die Brücke oder einen Brückenträger bildenden Elemente 1 (Fig. 1) besitzen U-förmige Gestalt und werden derart aneinandergereiht, dass sich die Flanschen 2 berühren. Die leicht lösbare Verbindung der
Elemente 1 erfolgt nun erfindungsgemäss, z. B. derart, dass einer der beiden Flanschen 2 des
Elementes 1 mit Bolzen 3, der andere Flansch mit bajonettartigen Schlitzen 4 versehen ist.
Beim Zusammenbau werden die Bolzen 3 in die
Schlitze 4 des vorangehenden Elementes 1 gesteckt und durch vertikale Verschiebung fixiert.
Man ist so in der Lage, innerhalb der kürzesten
Zeit eine Notbrücke oder einen Brückenträger zusammenzufügen und über einen Wasserlauf od. dgl. zu legen (Fig. 2).
Zum unverrückbare
Festhalten des Brückengerätes am Boden wird der erste oder mehrere Flansche 2 in den Boden eingetrieben und so auf die einfachste Weise schon für das erste Passieren der Brücke eine
Fixierung erreicht. Hierauf kann auch noch, wenn erwünscht, das zweite Ende der Brücke am anderen Ufer in der gleichen Weise in den
Boden versenkt werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das
Gerät als Laufsteg ausgebildet. Man kann aber auch zwei oder mehrere derartige Stege nebeneinander legen und durch Pfosten verbinden, um so eine auch für das Fuhrwerk passierbare
Brücke zu erhalten. Mit diesem einfachen Gerät ist es in kürzester Zeit möglich, Übergänge über die verschiedinartigen Hindernisse zu schaffen.
Der Erfindungsgegenstand kann mit besonderem Vorteil auch als Notsteg bei Hochwasserkatastrophen, zum Ausbau von Steigen im Hochgebirge usw., Verwendung finden. Das Gerät lässt im Rahmen der Erfindung mannigfache Abänderungen zu. So können z. B. die Elemente 1 zur Erhöhung der Tragfähigkeit der Brücke mit mittleren oder seitlichen Versteifungrippen 5 (Fig. 1, strichpunktiert angedeutet) versehen werden. Bei Verwendung einer seitlichen Versteifungsrippe (Fig. 1) kann man auch das Element am Rücken tragen, mit der Versteifungsrippe nach abwärts und gleichzeitig als Tragvorrichtung für Lebensmittel, Werkzeuge od. dgl. verwenden.
Auch die Ausbildung
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der Verbindungselemente ?, 4 lässt mannigfache Änderungen zu, d. h. die. dargestellte Verbindungs- art ist nur als eine der vielen möglichen Ausgestaltungen anzusehen. So können an Stelle der Bolzen 3 unter anderem auch Haken Verwendung finden.
Als Baustoff kommt in erster Linie Stahlblech, Holz oder Kunststoffe aller Art in Frage.
Das Gerät kann natürlich aus jedem, eine genügende Festigkeit besitzenden Werkstoff hergestellt werden.