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Handregulierung für Windkraftwerke mit Propellerrädern
Gegenstand der Erfindung ist eine Handregulierung für Windkraftwerke mit Propellerrädem, deren Flügel unter Wirkung der Fliehkraft verstellbar und unter Federkraft zurückziehbar sind. Bei bekannten Propellerrädem dieser Art ist jedes Propellerblatt in radialer Richtung schraubenförmig verschiebbar geführt, so dass es unter Einwirkung der Fliehkraft eine Verdrehung relativ zur Windrichtung ausführt. Jedes der Propellerblätter wird durch Federkraft, die
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rädern eine Handregulierung vorzusehen, die neben der automatischen Fliehkraftregulierung eine beliebige Regulierung bzw. Abschaltung des Windkraftwerkes ermöglicht.
Diese Erfindung besteht darin, dass die Wellenstummel der Propellerflügel auf verschiebbaren
Schrägflächen gleitbar angeordnet sind, so dass durch ihre Verstellung eine axiale Verschiebung und damit eine Verdrehung der Propellerblätter erreicht wird.
Eine Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass die Wellenstummel der Flügelblätter mit Gleitkugeln versehen sind, die sich auf einer an der Flügelradnabe bzw. auf der Flügelradwelle liegenden, relativ zu dieser verdrehbaren Nockenscheibe abstützen.
Die Nockenscheibe ist erfindungsgemäss durch eine Rutschkupplung mit der Radnabe bzw.
Welle verbunden, wobei eine Bremse angeordnet ist, die eine relative Verdrehung der Nockenscheibe gegenüber dem Propellerrad ermöglicht. Im Rahmen der Erfindung kann die erwähnte Kupplung als Fliehkraftkupplung ausgebildet sein. Diese Kupplung kann auch eine starre Kupplung sein, die wahlweise zwischen die Nockenscheibe und die Propellerblätter einerseits und die Nockenscheibe und einen feststehenden Teil anderseits einschaltbar ist.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich darauf, dass als Schrägfläche eine in der Achse des Propellerrades verschiebbare Kegelfläche vorgesehen ist, auf der die Wellenstummel der Propellerblätter federnd aufsitzen.
Diese Kegelfläche ist mit Hilfe eines Getriebes von Hand aus verschiebbar.
Auf der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform unter Verwendung einer Nocken- scheibe und einer Rutschkupplung in Seiten- ansicht, Fig. 3 eine Ausführungsform mit einer starren Kupplung und Fig. 4 eine Ausführungs- form mit einer verschiebbaren Kegelfläche.
Die Propellerblätter 1 sind mit Wellenstummel 2 versehen, die in an der Radnabe 3 gelagerten
Büchsen 4 verschiebbar sind. In die Wellen- stummel 2 sind Stifte eingeschraubt, die mit Hilfe von Gleitrollen in schraubenförmigen Schlitzen 7 der Büchsen 4 gleiten. Unter der Wirkung der
Fliehkraft werden die Propellerblätter 1 nach aussen, entgegen der Wirkung von Federn gezogen, wobei durch die Gleitrollen und die Nuten 7 eine Verdrehung des Propellerblattes bewirkt wird.
Die Ausführungsform der Erfindung nach den
Fig. 1 und 2 weist zur Handregulierung eine
Nockenscheibe 21 auf. Die Wellenstummel der
Propellerblätter 1 sind mit Gleitkugeln 22 ver- sehen, die durch die Rückzugfedern auf die
Nocken 23 der Nockenscheibe 21 gedrückt werden.
Die Nockenscheibe 21 ist mit Hilfe einer Rutsch- kupplung 24 mit der Nabe 3 bzw. der Welle 15 des Propellerrades verbunden und auf Drehung mitgenommen. Durch Anordnung einer Bremse25 deren Betätigungsstange 26 durch die hohle Welle 15 nach aussen geführt ist, ist es möglich, die Nockenscheibe relativ gegenüber dem Propellerrad zurückzuhalten, wodurch die Nocken 23 zur Wirkung gelangen, und die Propellerblätter unter Verdrehung nach aussen verschieben. Beim Lösen der Bremse 25 bewirkt die Kupplung 24 wieder eine volle Mitnahme der Nockenscheibe, so dass die Propellerblätter wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgebracht werden. Die Kupplung 24 kann auch als Fliehkraftkupplung ausgebildet sein, so dass die Verstellung der Propellerblätter auch ohne die Anordnung der Schlitze 7 automatisch bewirkt werden kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist eine starre Kupplung 31 vorgesehen, die es ermöglicht, einerseits die Nockenscheibe 21 mit dem Rad zu kuppeln, also mit diesem gemeinsam in Umlauf zu setzen, anderseits durch Kupplung mit dem feststehenden Teil 32 festzuhalten, so dass eine relative Verdrehung der Nockenscheibe 21 gegen- über dem Rad und damit eine Verdrehung der Propellerblätter erfolgt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist eine Kegelfläche 41 vorgesehen, die durch ein schematisch angedeutetes Getriebe 42 in der Achse des
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Rades verschiebbar ist. Auf dieser Kegelfläche ruhen die Propellerblätter 1 mit Hilfe der Gleitkugeln 22 federnd auf, so dass eine radiale Verstellung der Propellerblätter von Hand aus ermöglicht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handregulierung für unter Wirkung der Fliehkraft verstellbare, durch Federkraft zurückgezogene Flügel von Propellerrädern, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenstummel der Propellerflügel auf verschiebbaren Schrägflächen gleitbar angeordnet sind, so dass durch ihre Verstellung eine axiale Verschiebung und damit eine Verdrehung der Propellerblätter erreicht wird.