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PATENTSCHRIFT ? 16115.
EMANUEL HEIMANN iN BRAUNSCHWEIG.
Kontinuierlich arbeitender Extraktionsapparat mit Unten-oder Seitenentleerung.
Die Erfindung bezweckt die Auslaugung von Materialien in der Woiso kontinuierlich vornehmen zu können, dass die Dämpfe des Lösungsmittels stets dazu benutzt werden, einerseits nach erfolgter Kondensation das Extraktionsgut auszulaugen und andererseits vor der Kondensation weiteres Extraktionsgut zu erhitzen resp. zu trocknen. Hei den jetzt gebräuchlichen Extraktionsapparaton wird nach beendeter Extraktion das Lösungsmittel
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Extraktionsgut zuruck. Das Extraktionsmittel ist also ständig am Auslaugen des Materials und braucht niemals, wie das bei der jetzigen Extraktionsmethode der Fall, wieder in den Vorratsbehälter zurückdestilliert zu werden. Es wird also bei der vorliegenden Ertindung eine ganz wesentliche Ersparnis an Dampf und Kühlwasserverbrauch und, was von grösstem Vorteil, auch an Zeit gemacht.
Ein weiterer Vorzug besteht darin, dass der Apparat so eingerichtet werden kann, dass die Entleerung in bekannter Weise nach unten, durch Öffnungen mit aufklappbaren Verschlüssen, stattfinden kann. Dieses ist bei pulverformigen Materialien von sehr grossem Vorteil gegenüber dem heute üblichen zeitraubenden Heransschaufeln durch seitliche Öffnungen oder Herausziehen einzelner Teilo des Extraktionsapparates.
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schlangen und Rührwerk versehen-werden.
Das Lösungsmittel, weiches in den Behältern b das Extraktionsgut ausgelaugt hat,
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fliesst durch die Leitung d das Extraktionsmittel in b ein. Hat das Extraktionsmtttel in ' die Höhe des Heberrohres e erreicht, so hebert das Extraktionsmittel mit dem schon gelösten Extrakt in die Destillierblase über, u. zw. bei dem Apparate mit Seitonontloerung
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hier verdampft, die Dämpfe strömen bei dem Apparat mit Untenentloerung durch Leitung f in den Behälter a und umspülten die BehlHer b.
Bei dem Apparate mit Seitenentleerung eutwickoln sich die Dämpfe des Lösungsmittels in dem Gefässe a selbst Ist der erste Be-
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hatter b gefüllt und das Lösungsmittel am Zulaufen, 80 können die übrigen Behälter b nacheinander oder in bestimmten Zeitabschnitten gefüllt und in Betrieb gesetzt werden.
Das Überhebern des Lösungsmittels geschieht ebenso wie bei dem ersten Behälter b durch die Hoberrohre e.
Die Dämpfe des Lösungsmittels gelangen nun, die Behälter b umspUlend, durch die
Leitung g in einen über dem Apparate stehenden, als Rückflusskühler arbeitenden Konden- sator, von welchem das wieder kondensierte Lösungsmittel durch die Leitungen heiss in die verschiedenen Behälter b zurückfliesst, um das Material weiter auszulaugen. In den Behältern b erreicht das Lösungsmittel wieder die Höhe der Heberrohre e, hebert wieder über, wird in den Destillierblasen wieder verdampft und gelangt wieder nach b ; dieser
Umlauf wiederholt sich nun so oft, bis das Extraktionsgut erschöpft ist.
Ist das in einem Behälter b befindliche Extraktionsgut erschöpft, was durch Probe- entnahme leicht festgestellt werden kann, so wird der Zufluss des Lösungsmittels bei d abgestellt und das noch in der Masse befindliche Lösungsmittel auf bekannte Weise aus- getrieben. Die aus der Masse entweichenden Dämpfe des Lösungsmittels gelangen durch die Leitung h in den obenerwähnten Rücknusskühlor und fliessen als Kondensat gemeinsam mit dem aus a kommenden Lösungsmittel in die übrigen Behälter b. Nachdem das Lösungs- mittel aus dem einen Behälter b ausgetrieben ist, wird der Behälter entleert und sofort wieder geftillt, worauf wieder Lösungsmittel zufliesst, und derselbe Prozess, wie beschrieben, beginnt von neuem.
Nun werden nacheinander oder in bestimmten Zwischenpausen, je
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mittels entleert und wieder gefüllt, ohne dass eine Arbeitsunterbrechung des ganzen Apparates statttindot. Es wird also nur immer ein Toil des Apparates entleert und gleich wieder gefüllt, während die anderen Teile weiter arbeiten. Dadurch wird auch ein Erkalten des Apparates vermieden und der Dampfvorbrauch auch hiedurch noch vermindert.