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PATENTSCHRIFT Nu 1 601 6.
GEORG NOACK IN LEIPZIG. Maschine zum Schreiben von Webpatronen.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine zum Schreiben vun Webpatronen bestimmte Schreibmaschine, mit deren Hilfe es ohne Erschwerung der Schreibarbeit möglich ist, die verschiedenen Bindungsarton durch unterschiedliche Farben zu kennzeichnen, wodurch die Patrone eine grössere Übersichtlichkeit erhält bezw. leichter losbar wird.
Mit der neuen Maschine wird das Einschreiben der verschiedenen Bindungsarten in die Webpatronen bezw. die Kennzeichnung der unterschiedlichen Bindungsarten durch unterschiedliche Farben dadurch erleichtert, dass für jede Bindungsart nicht allein ein besonderes Farbband vorgesehen ist, sondern auch zu jedem Farbband eine besondere Schreibtype mit Taste angebracht ist und die Farbbänder mit den zugehörigen Tasten so verbunden
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band unter die Druckstelle der Schreibtype bewegt wird.
In der Zeichnung veranschaulicht : Fig. 1 einen Längsschnitt der Maschine, Fig. 2 einen wagrcchten Schnitt, Fig. 3 einen Längsschnitt bei angeschlagener Taste, Fig. 4 einen Querschnitt der Maschine ; Fig. 5 zeigt eine Webpatrone und Fig. G veranschaulicht. eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Bedrucken der Webpatrone mit der Karrierung.
Die Maschine besitzt, wie bereits erwähnt, so viel Tasten t, ( bis t a als Farb- bänder b, b' u. s. f. vorhanden sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel deren fünf.
An vier von den fünf Tastenhebeln to ist je ein Arm 11 \ orgesehen, welcher in ein Schlitzloch v' eines um Zapfen w schwingenden Winkelhebels v eingreift, dessen anderes mit dem Schiitzloch v'' versehenes Ende in eine am Ende gleichfalls geschlitzte Schiene : r
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Oberseite jedoch nur mit einem Anschlag x'" versehen ist, welch letzterer sich gegen die Abstufungen (Fig. 2) eines mit den Bandrolleu a fest verbundenen Querstückes z legt, während die unteren Anschläge x', x'' zusammen mit dem Bock e den Hub der Schiene. begrenzen.
Die Anschläge x'' sind ausserdem durch Zugfedern 2 mit dem längeren Ende der Winkelhebel v verbunden (Fig. 1 und 3), welche beim Niedorbewegen der entsprechenden Tasten t den Schieber x nachziehen und aus diesem Grunde etwas stärker gehalten sein
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(Fig.1und5).
Soll nun z. B. die Type h ein Zeichen von der Farbe des Bandes b'''' auf die Webpatrone r übertragen, so wird die Taste t'''' niedergedrückt und die Übertragung erfolgt ohne weiteros.
Anders verhält es sich jedoch, wenn ein Zeichen eines der anderen Bänder, x. B. vom Farbband b"", übertragen werden soll. In diesem Falle wird am Anfange der Abwiirtsbewegung der Taste t''' der betreffende Hebel r und mit diesem die zugehörige Schiene. r soweit nach rechts geschwungen (Fig. 3), bis der Anschlag t'der letzteren sich gegen
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Ferner kann an der Maschine eine Vorrichtung angebracht werden, welche gleichzeitig mit der Bewegung. derselben die kreuzweise Linierung (Karriorung) der Webpatronen ' vornimmt, so dass die Einstellung der letzteren bei Beginn des Schreibens fortfällt und zum Schreiben gewöhnliches, unbedrucktes Papier vorwendet werden kann, das in der Maschine liniert wird.
Zu diesem Zwecke werden von den behufs Abhebung der Vorrichtung von den am Bolzen 4 schwingbaren Haltern 5 (Fig. 6) ausser der Papierwalze 6 die auf dem Umfang mit der Karrierung versehen Musterwalze 7 und, an diese sich anlegend, die Farbwalze 8 gehalten, welch letztere sich in dem am Ansatz 9 befestigten Farbbehälter 10 dreht, wobei eine Gegendruckwalze 11 die Webkarte r beim Auflaufen. auf die Papierwalze 6 an die letztere anpresst.
Die ganze Druckvorrichtung ist zugleich mit der Transportwalze in der bekannten Weise vor-bezw. rückwärts verschiebbar gehalten.
PATENT. ANSPRÜCHE : I. Maschine zum Schreiben von Webpatronen, auf welchen die verschiedenen Bindungsarten durch unterschiedliche Farben bezeichnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die von verschiebbaren Spulen gehaltenen Farbbänder mit einer gleichen Anzahl Tastenhebel so in Verbindung gebracht sind, dass gleichzeitig mit dem Anschlag einer eine bestimmte Bindungsart bezeichnenden Taste das zugehörige Farbband unter die Anschlagstelle der Type be- wegt wird.