<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zur Abschirmung von Zündanlage.
EMI1.1
Bekanntlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Zündanlagen von Kraftfahrzeugen so abzuschirmen, dass durch die von ihnen ausgehenden Hochfrequenzschwingungen in der Nähe liegende Radiogeräte nicht gestört werden. Die eine Möglichkeit besteht darin, die gesamte Zündanlage allseitig metallisch
EMI1.2
Viel einfacher und wesentlich billiger ist es jedoch, in die Hochspannungsleitungen der Zündanlage Hochohmwiderstände einzubauen, durch welche erreicht wird, dass die Entladungen nach dem Funken- Übergang aperiodisch verlaufen. Diese Widerstandsentstörung, bei welcher üblicherweise ein Widerstand vor jede Zündkerze und ein weiterer in der Leitung von der Zündspule zum Zündverteiler gelegt ist, genügt zwar in vielen Fällen, wenn aber-wie z. B. bei Ultrakurzwellenentstörung-gesteigerte Ansprüche gestellt werden müssen, kommt man damit nicht aus. Dies ist darauf zurückzuführen, dass durch den Einbau der Hoehohmwiderstände an den erwähnten Stellen diejenigen Teile der Zündanlage in welchen Hochspannungsfunken übergehen (z. B.
Zündkerzen, Zündverteiler), gegen die Hoeispannungsleitungen nicht einwandfrei abgeriegelt sind, und dass daher sowohl die Leitungen selbst als insbesondere auch die ganz ungeschützten Zündkerzen und Verteiler Hochfrequenzschwingungen ausstrahlen, welche Störungen in Radiogeräten verursachen.
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass eine einwandfreie Entstörung von
EMI1.3
von Hochfrequenzschwingungen durch den zwischen den Hochohmwiderständen und den Funken- 'strecken liegenden Leitungsteile verhindert wird. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass lediglich diejenigen Teile der Zündanlagen, in denen ein Funkenübergang stattfindet, metallisch umhüllt und gegen'die zu ihnen führenden und von ihnen abgehenden, nicht abgeschirmten Hoch- spannungsleitungen durch in unmittelbarer Nähe der Funkenstrecken eingebaute Hochohmwiderstände abgeriegelt sind. Die Hochohmwiderstände werden dabei zweckmässig innerhalb der metallischen Umhüllungen derjenigen Teile angeordnet, in denen der Funkenübergang stattfindet.
Das kann also z. B. innerhalb von Ziindkerzenabschirmkappen oder Verteilerschutzhauben sein, welche zur metallischen Umhüllung dieser Teile dienen.
Auf diese Weise können auch ohne lückenlose metallische Umhüllung der Zündanlage sehr kurzwellige Störschwingungen unschädlich gemacht werden, was durch den Einbau von Widerständen in die Hochspannungsleitungen allein nicht zu erreichen ist. Es muss dagegen als vollkommen abwegig bezeichnet werden, bei einer lückenlos metallisch umhüllten Zündanlage in die abgeschirmten Hoch- spannungsleitungen auch noch Hochohmwiderstände einzuschalten, da eine lückenlose metallische
Umhüllung auch für sehr kurzwellige störschwingungen undurchlässig ist und daher unter allen Um- ständen einen vollkommenen Schutz gegen Störungen in Radioanlagen bietet.
Um das Wesen des Erfindungsgegenstandes näher zu erläutern, ist in Fig. 1 a die Schaltung einer
Batterieziindanlage mit der bisher üblichen Widerstandsentstörung und in Fig. 1 b die Schaltung einer derartigen Anlage mit gemäss der Erfindung vorgenommener Abschirmung dargestellt. Die
Fig. 2-4 zeigen Ausführungsbeispiele von abgeschirmten Zündkerzen und einem abgeschirmten Zündverteiler mit eingebauten Entstörwiderständen.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
verteiler a, in dessen Gehäuse der Pnmärstromunterbrepher e mit dem Unterbrecherkondensator f eingebaut ist, und die Zündkerzen g. Der Primärstromunterbrecher e ist mit der Primärwicklung b der Zündspule durch die Leitung verbunden.
Als Entstörmittel waren bisher bei derartigen Zündanlagen lediglich ein Entstörkondensator i, ein Entstörwiderstand k in der Leitung von der Zündspule zum Zündverteiler cl und die Entstörwiderstände I unmittelbar vor den Zündkerzen g vorgesehen. Bei dieser Art der Entstörung strahlen sowohl der Zündverteiler als auch die Zündkerzen und die Leitungen zwischen dem Verteiler und den Zündkerzen, welche ganz ungeschützt sind, hochfrequente Störschwingungen aus.
Eine folgerichtige Abrieglung der Zündkerzen. (J und des Verteilers gegen die zu ihnen führenden und von ihnen abgehenden Leitungen ist in dem Schaltbild gemäss Fig. 1 b dargestellt. In diesem Fall sind die in dem Schaltbild nach Fig. la verwendeten Entstörwiderstände lz, und I jeweils in zwei Widerstandseinheiten k', k" und l', l" mit dem halben Widerstandswert aufgeteilt und die halben Widerstände jeweils in die zu den Funkenstreeken führenden und von den Funkenstrecken abgehenden, nicht abgeschirmten Hochspannungleitungen in unmittelbarer Nähe der Funkenstrecken eingebaut. Die Wirkung der Entstörwiderstände ist nämlich umso günstiger je näher sie an den Funkenstrecken des Zündverteilers bzw. der Zündkerzen angeordnet sind.
Die zwischen den Euststörwiderständen liegenden Leitungsteile können nun keine Störschwingungen mehr aussenden, da bei ihnen die Entladungen na < 'h dem Überschlag der Funken auf Grund der eingebauten Hochohmwiderstände aperiodisch verlaufen.
Trotz der Aufteilung, der Widerstände würden aber durch eine derartige Zündanlage noch
EMI2.2
selbst und die zwischen den Funkenstrecken und den Hochlhmwiderständen A', k"und , f liegenden Leitungsteile immer noch Störschwingungen ausstrahlen könnten. Gemäss der Erfindung werden diese dadurch unschädlich gemacht, dass Verteiler und Zündkerzen in an sich bekannter Weise metallisch umhüllt werden, so dass die Störschwingungen sich ausserhalb der Umhüllungen nicht ausbreiten
EMI2.3
Primärstromzuleitung h wird als einzige, nicht Hochspannung führende Leitung zwischen Ziindspale und Verteiler zweckmässig metallisch umhüllt und dadurch gleichzeitig eine gute Masseverbindung zwischen dem Zöndspulen- und Verteilergehäuse hergestellt.
Die metallischen Umhüllungen sind in Fig. 1 b durch strichpunktierte Linien angedeutet. Um die Entstörwiderstände in unmittelbarer Nähe der Funkenstrecken mmterbringen zu können, ist es zweckmässig, sie innerhalb der metallischen Umhüllungen anzuordnen.
In den Fig. 2-4 sind als Ausführungsbeispiele dieses Erfindungsgedankens eine Zündkerze mit Abschirmkappe und eingebautem Entstörwiderstand, eine stahlummantelte Zündkerze mit eingebautem Entstörwiderstand und ein Zündverteiler mit Verteilerabschirmhaube dargestellt.
In Fig. 2 ist' ? eine Zündkerze, auf welche die Abschirmkappe n aufgesetzt ist. Die Abschirmkappe besteht aus dem Metallmantel o, dem Isolator p und der Spannvorrichtung q, durch welche die Kappe gegen den Zündkerzenkörper verspannt ist. Innerhalb der Kappe ist der Entstörwiderstand 7 :' untergebracht. An Stelle einer Zündkerze mit aufgesetzter Absehirmkappe kann auch eine stahlummantelte, abgeschirmte Zündkerze gemäss Fig. 3 verwendet werden, bei welcher der Kerzenkörper m'und der Abschirmmantel o' eine konstruktive Einheit bilden. Der Entstörwiderstand l" ist in diesem Fall in den Abschirmmantel o'eingesetzt.
An derjenigen Stelle, an welcher die Hochspannungsleitung eingeführt ist, ist der Absehirmmantel durch einen Metalschraubodeckel y abgeschlossen.
EMI2.4
an die Verteilerelektroden s in die Verteilerscheibe t eingebaut. Die Absehirmhaube u besteht in diesem Fall lediglich aus einer auf die Verteilerscheibe aufgesetzten Metallhaube, die durch dieselben Klemmfedern v festgehalten wird, wie die Verteilerseheibe selbst. Die Zündleitungen ? sind an der Durchführungsstelle durch die Metallhaube u je mit einer Gummitülle x umgeben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Unterdrückung der von Zündanlagen in Kraftfahrzeugen ausgehenden Hochfrequenzschwingungen unter Verwendung metallischer Umhüllungen und in die Hochspannungsleitungen eingebauter Hochohmwiderstände, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich diejenigen Teile der Zündanlagen, in denen ein Funkenübergang stattfindet, metallisch umhüllt und gegen die zu ihnen führenden und von ihnen abgehenden, nicht abgeschirmten Hochspannungsleitungen durch in unmittelbarer Nähe der Funkenstrecken eingebaute Hochohmwiderstände abgeriegelt sind.