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Österreichische PATENTSCHRIFT N 15988.
JOSEF GROBEL IN LENNEP (RIIEINPROVINZ).
Vorrichtung zum gleichzeitigen Lüften von Räumen und Befördern papierener
Gegenstände.
Die bisherigen Rohrpostanlagen, bei welchen papierene Gegenstände, lose oder in Büchsen verpackt, von einem durch Exhaustoren erzeugten Luftstrom mitgenommen werdfe, besitzen den Nachteil, dass dieselben nicht gleichzeitig zum Lüften benutzt werden können, weil dann leicht ein Teil der Befördorungsloitungen, u. zw. diejenigen, welche nicht unmittelbar in die Exhaustorleitung einmünden, aus dem Luftstromkreise ausgeschattct werden.
Dieser Übelstand ist bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung in der Weise vermieden worden, dass vermiige eines eigenartigen Exhanstorrohrnetzes es ermöglicht wird, jede Beförderungsleitung für sich mit dem Luftstromkreise in direkte Verbindung zu setzen und demnach an jeder beliebigen Stelle die Aufgabetrichter für die zu befördernden Gegenstände zwecks Lüftung offen zu lassen, ohne dass hiedurch die Luftgeschwindigkeit il. den Beförderuugsleitungen eine Verminderung zu erfahren braucht.
Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist in den Fig. 1-2 der Zeichnung im Seitenriss und Grundriss zur Darstellung gebracht, u. zw. der Deutlichkeit halber nur in Anwendung auf zwei Stationen bezw. Arbeitstische X bezw. Y, welche miteinander durch die beiden Beförderungs- bezw. Lüftungsrohre m, n verbunden sind.
Die Leitungen < !, welche durch das Rohr v mit einem Exhaustor verbunden sind
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stehen. Letztere laufen mit ihren freien Enden in die Trichter a bezw. b der Arbeitstische X bezw. r ans, auf welchen die vorher genannten Empfangsschränke ebenfalls an- geordnet werden können. Sobald der mit Rohr t) in Verbindung stehende Exhaustor in Hctrieb gesetzt ist, wird die Luft zunächst aus den Leitungen l abgesaugt bezw. in den-
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Empfangsschränke ein entsprechendes Vakuum geschaffen. Infolgedessen wird die über den Arbeitstischen X bezw.
Y befindliche schlechte verbrauchte Luft durch die Trichter H boxez und Lüftungsleitungen m bezw. n weggesaugt, ohne dass, wie bereits bemerkt, hindurch ein Teil der Beförderungsleitungen aus dem durch don Exhaustor erzeugten Luftstromkreise ausgeschaltet wird.
Die der angemeldeten Verrichtung zugrunde liegende parallele Schaltung sämtlicher Beförderungsleitungen ermöglicht daher unter Vermeidung
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tischen beschäftigten Beamten stets mit frischer Luft zu versorgen, welche von aussen her an Stelle der durch Trichter a bezw. b entweichenden tritt und dieselben hiebei einem mässigen kühlenden Luftstrom auszusetzen. Da der Durchmesser der mit glatter Innenwandung versehenen Lüftungsrohre m bezw. n verhältnismässig gering ist, so wird die entweichende verbrauchte Luft sich in genannten Leitungen mit entsprechend grosser Geschwindigkeit
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iiberzuführen.
Die Empfangsschränko A und sind durch eine oben durchbrochene lotrechte Querwand in zwei Abteile geteilt, in deren eines w das Saugrohr 1, in deren andere ein oder
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Verbindung, dass die in den Raum r gelangenden Gegenstände zunächst durch Niederklappen der Klappe c in den unteren Raum niederfallen und nach Wiederaufklappen der Klappe c, von dort durch Öffnen der Türe t herausgenommen werden können.
Ein Ansaugen der Aussenluft durch den Empfungsschranl hindurch in das Förderrohr n bezw. m und die Exhaustorleitung l, sowie eine damit verbundene Ausschaltung der in den raum r mündenden Beförderungsleitung kann hiebei nicht eintreten, weil beim Niederklappen des Bodens c nur die geringe Luftmenge aus k durch den Exhaustor fortgosaugt wird, während nach dem Wiederaufklappen der Klappe c und bei dem darauffolgenden öffnen der türe ein Ansaugen von Aussenluft ebenfalls nicht wahrnehmbar sein wird.
Bemerkt sei noch, dass der Raum,. zweckmässig mit der transparenten Wand zu versehen ist, damit man das Hineinfallen der beförderten Gegenstände in den Raum r bemerken kann und dass die Einführung des Rohres m bezw. n in den Raum r nicht allein seitlich, wie in Fig. 1, sondern auch von oben durch Wand p erfolgen kann, welche Anordnung sich in dem Falle empfohlen dürfte, in welchem die Beförderungsloitung m bezw. n höher als der zugehörige Empfangsschrank liegt. Es ist selbstverständlich, dass jeder einzelne Arbeitstisch, z. B.
X zwecks Beförderung papierener Gegenstände nicht allein mit Y, wie auf der Zeichnung gezeigt, sondern mit beliebig vielen anderen Arbeitstischen in Vorbindung gesetzt werden kann, zu welchem Zwecke dann statt eines Rohres n, deren mehrere in den Raum r dieses Empfangsschrankes münden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Lüften von Räumen und Befördern papierener
Gegenstände, dadurch gekennzeichnet, dass mit einem Exhaustor in Verbindung stehende
Rohre . mit ihren freien Enden in Empfangsschränke (A und B) münden, in welche
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nahe einem der anderen Empfangsschränke (A bezw. B) sich befinden, so dass mittels dos Exhaustors papierene Gegenstände, lose oder in Büchsen gesteckt, durch die Rohre (m hozw. nach den zugehörigen Empfangsschränkon (B bezw. A) und die hiebei mitgesaugte verbrauchte Zimmerluft ins Freie befördert werden.