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Österreichische
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HILLE & MùLLER IN SCIIÖNAU B. SCIILUCKENAU (BÖHMEN).
Blechschleif-und Poliermaschine.
Man hat bei Blechscleif- und Poliermaschinen bereits zylindrische Unterlags- oder Druckwalzen für das zu bearbeitende Werkstück benutzt. Es handelte sich dabei aber immer um B) echschleif- und Poliermascbinen derjenigen Art, boi welchen die Polierscheibenbezw. Polierwalzenachse parallel zur Unterlagswalze und senkrecht über derselben angeordnet war.
Bei Blechschleif- und Poliermaschinen mit schrtigstehenden, achsial hin und her be- wegten Schleif-oder Polierwalzen, durch welche ein bedeutend feinerer, gteicbmHssigerer Schliff bezw. eine glattere Politur der Blechoberfläche erzielt wird, wurde bisher nur immer eine ebene Platte als Unterlage für das Werkstück verwendet. Diese Art der Unterlage schliesst es aber aus, derartige Schleifmaschinen auch zum Schleifen bezw.
Polieren von endlosen oder doch sehr langen Metallbändern zu verwenden, weil bei diesen Schleif- und Poliermaschinen die Unterlage mit dem Werkstück bewegt werden muss, wobei letzteres auf ersterer festgespannt ist Die Benutzung der in Frage stehenden Schleif- und Polier-
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genauen Führungen und damit eine zweckmässige Grösse bezw. Länge der Maschine voraus- setzen. Ausserdem würde ein ununterbrochenes Arbeiten nicht zu erzielen sein, weil das jedesmalige Auf- und Abspannen der bandförmigen Werkstücke von den ebenen Unterlagsplatten erforderlich ist.
Versuche haben nun ergeben, dass bei schmalen Blechstreifen, wie Metallbändern u. dgl. auch eine Walze als Unterlage des Werkstückes trotz der schrägstehenden achsial hin und her beweglichen Schleif- und Polierwalzen benutzbar ist, wenn die Achsen der schrägstehenden Schleif- und Polierwalzen symmetrisch oder nahezu symmetrisch zur Achse der Unterlagswalze angeordnet werdne. Diese Benutzung ist bei Ausbildung der Unterlagswalze als Hyperboloid selbst auf breitere Bilechstreifen und hletallbiinder sowie auch Blechtafeln anwendbar.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in mehreren beispieisweisen Aus-
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stück d (Fig. 1) geht zwischen den Schleifwalzen a, b und der Unterlagswalze c hindurch und kann dabei beispielsweise durch besonders angeordnete Druckwalzen e auf den Umfang der Unterlagswalze c gepresst worden. Die Vorbewegung des Werkstückes und überhaupt die übrige Einrichtung der Vorrichtung in baulicher Beziehung ist für das Wesentliche vorliegender Erfindung nebensächlich.
Die Untorlagswalzo c bewegt sich mit derselben Geschwindigkeit, mit welcher der
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform dient, wie eingangs bemerkt, für schmale Metallbänder; für breitere Bänder erhält die Untorlagswalzo wie in den Fig. 3
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@nd 4 ersichtlich, die Gestalt eines Hyperboloides und die Walzen a und & berühren den Umfang dieser Walze in symmetrisch gelegenen, geraden Mantellinien, in deren Richtung
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rührung der Schliefwalzen mit dem Blech in der ganzen Breite und damit ein gleichmässiges Bearbeiten des Werkstückes.
Um nun bei Anwendung des Hyperboloides als Unterlagswalze nicht einen plötzlichen Übergang dos ebenen Werkstückes in die hyperbolische Form zu erhalten, sind vor und hinter der Unterlagswalze c Leitwalzen e bezw. f für das Blech angeordnet, die je nach ihrer Lage zu dem Werkstücke entweder konvex oder konkav sind. In der Zeichnung ist das erstere der Fall, da dort das Blech unter den Walzen e und f läuft. Die Pfeilhöhe des Krümmungsbogens der Walzen e und f ist etwa halb so gross, wie die der Unterlagswalze c. Hiedurch geht das Blech allmählich in die Bogenform über, so dass Beschädigungen des Bleches durch Knicke u. dgl. nicht vorkommen.
Da man für den Antrieb der Scleif- und Polierwalzen ziemlich viel Platz braucht, so ist man bei Benutzung nur einer Unterlagswalze für beide an eine gewisse Grösse des Durchmessers der Unterlagswalze gebunden. In vielen Fällen, namentlich für Handschleifund Poliormaschinon ist man aber genötigt, den Unterlagswalzendurchmesser möglichst klein zu wählen und dies zu erreichen, ist der Zweck der Anordnung nach Fig. 5.
Im wesentlichen besteht dieselbe darin, dass für jede der Schleif-und Polierwalzen a und b eine besondere Unterlagswalze c bezw. cl angeordnet ist, wobei die Achsen der beiden Unterlagswalzen parallel sind. Diese Abänderung ist auch für die andere Ausführungsform der Maschine möglich. Für die Zeichnung ist nur der einfachste Fall gewählt.
Dadurch, dass man bei dieser Ausführungsform der Maschine die Walzen c und cl nach Belieben verkleinern kann, kann man geringste Bauhöhe der Maschine erzielen.
Ausserdem gestattet die Anordnung einer besonderen Unterlagswalze für jede Schleif- und Polierwalze auch das Bearbeiten desselben Werkstückes mit mehr als zwi Schloif- und Polierwalzen, die, da sie voneinander unabhängig sind, null beliebige Winkel mit der
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Blechschleif- und Poliermaschine mit zur Bewegungsrichtung des Werkstückes schrägstehenden, achsial hin und her bewegten Schleif-und Polierwalzon, dadurch gekonn- zeichnet, dass als Unterlage für das zu bearbeitende Werkstück eine Walze dient, deren Achse von denjenigen der Schleif- und Polierwalzen gekreuzt wird.