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Fernkompass.
Zur Fernübertragung von Kompassstellungen stehen bei dem Mutterkompass nur sehr geringe Richtkräfte zur Verfügung. Man hat daher bisher komplizierte Mittel angewandt, um bei der Einstellung des Gebers Reibungen oder rückwirkende Kräfte möglichst zu vermeiden. So z. B. hat man die Kompass- stellung durch Licht-oder Wärmestrahlen abgetastet. Vorliegende Erfindung bezieht sich darauf, trotz
Vorhandenseins nur geringer Richtkräfte des Mutterkompasses eine einwandfrei arbeitende reibungsoder rückwirkungsfreie Gebevorrichtung zu schaffen, bei der auf der Geberseite komplizierte lichtoder wärmeempfindliche Abtasteinrichtungen vermieden sind.
Es sind ferner Gebevorriehtungen zur Übertragung der Stellung eines Kompasses an eine entfernte Empfangsstelle mittels eines ringförmigen Widerstandes bekannt, an dem durch schleifende Abgreiforgane ein der Stellung der Magnetrose entsprechender Spannungsabgriff erfolgt, der zur Übertragung der Kompassstellung dient. Es ist weiterhin bei der Fernanzeige von Kompassstellungen bekannt, das Kompassmagnetsystem durch eine von einem Uhrwerk bewegte Klemmvorrichtung zu arretieren, wobei die Klemmvorrichtung und das Uhrwerk von der Kompassrose getragen werden.
Diese Einrichtung besitzt ferner eine Vielzahl voneinander unabhängiger Stromkreise, von denen je einer in einer bestimmten Stellung der Magnetrose geschlossen wird. Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass das Kompassmagnetsystem durch das zur periodischen Arretierung benötigte Uhrwerk belastet ist, wodurch die Empfindlichkeit herabgesetzt wird und eine umfangreiche elektrische Einrichtung erforderlich wird, die durch die grosse Zahl der Fernübertragungsleitungen und durch eine verhältnismässig komplizierte Empfängerschaltung bedingt ist.
Es ist zwar eine Gebevorrichtung zur elektrischen Übertragung der Stellung eines Kompasses an eine entfernte Empfangsstelle bekannt, wobei die Magnetrose des Kompasses mittels einer fallbügelartig wirkenden Vorrichtung arretierbar ist, wodurch eine zusätzliche Belastung des Kompassmagnetsystems vermieden ist. Jedoch arbeitet diese Einrichtung ebenfalls mit einer Vielzahl voneinander unabhängiger Stromkreise.
Erfindungsgemäss wird eine Gebevorrichtung zur Fernübertragung von Kompassstellungen, die eine fallbügelartig wirkende Arretiervorriehtung für die Kompassrose besitzt, derart ausgebildet, dass an der Gebestelle ein ringförmiger Spannungsteilerwiderstand vorgesehen wird, bei dem zugleich mit der Arretierung der Magnetrose ein Kontaktschluss zwischen dem Abgriffsglied des Spannungsteilers und dem zugehörigen Widerstand hergestellt wird. Diese Einrichtung ermöglicht nicht nur eine reibungs-und rückwirkungsfreie Fernübertragung der Kompassstellung, sondern es wird auch die gesamte elektrische Einrichtung bedeutend einfacher, da man hiebei nur sehr wenige Fernleitungen und ein einfacheres Anzeigegerät benötigt.
Ein Ausführungsbeispiel ist zeichnerisch dargestellt. Die Rose 1 eines Kompasses mit den Magneten 2 und 3 lagert auf der Nadel 4 des Nadelträgers 5. An der Rose ist ein halbkugeliger Körper 6 befestigt, mit dessen Hilfe eine Arretierung in zentrischer Lage bewirkt wird, wenn der trichterförmige Teil 7 über den Hebel 8 durch ein Exzenter 9 gehoben wird, der durch einen nicht dargestellten Antrieb, z. B. einen Motor oder ein Uhrwerk, angetrieben wird. Die Rose trägt ausserdem einen ringförmigen isolierenden Anschlag 10, der ein leitendes Kontaktstück 11 besitzt. Bei der Arretierung legt sich die Rose 1 mit ihrem ringförmigen Anschlag 10 gegen eine ringförmige Widerstandswicklung 12, die an dem Kompassgehäuse 13 mit Isolierstücke festgelagert ist.
Dabei kommt eine Berührung des Kontaktes 11 mit der Widerstandswicklung 12 zustande. Die Zuleitung zum Kontakt 11 erfolgt z. B. über den halbkugeligen Körper 6 und den trichterförmigen Teil 7.
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Fig. 2 zeigt die elektrische Schaltung der Anordnung. 12 ist wieder die Widerstandswieklung mit den Stromzuführungen j ! a und dem als Spannungsabgreifer dienenden Kontakt 11. Je nach der Drehung der Kompassrose 1 von 0 bis 360 greift der Kontakt eine andere Spannung an der Wider- standswieklung ab. Beim Übergang der Rosenstellung 360 auf 0 findet ein Sprung vom höchsten Spannungsabgriff auf den Spannungswert Null statt. Bei beliebigem Durchdrehen der Kompassrose wird daher immer wieder der Winkelwert von Null ansteigend bis zu seinem Höchstwert angezeigt.
Die abgenommene Spannung wird dazu benutzt, um am Empfangsort die Stellung des Mutterkompasses anzuzeigen.
An der Wirkungsweise wird nichts geändert, wenn die Widerstandswieklung 12 von der Rose 1
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