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Vorrichtung zum Wiederaufnehmen von Fallmaschen bei Wirk-und Strickwaren.
Es ist eine Vorrichtung zum Wiederaufnehmen von Fallmasehen von Wirk-und Strickwaren, insbesondere Strümpfen bekannt, bei der in einem als Hohlzylinder ausgebildeten Heft ein die Aufnahmenadel tragender, mit einer Ledermanschette versehener Kolben beweglich ist, dessen Vorbewegung durch in das Heft stossweise eingelassene Druckluft erzielt wird, während seine Rückbewegung durch die Gegenwirkung einer Feder erfolgt. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, dass die Ledermanschette
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die Saugwirkung einströmende Luft die Manschette von der Zylinderwand abhebt. Demgemäss kann durch Änderung der Stärke der Druekluftstösse die Nadelkraft nur in der Richtung des Nadelaustrittes aus dem Heft, nicht aber auch umgekehrt geregelt werden.
Die Erfindung bezweckt die Behebung dieses Mangels, was dadurch ermöglicht wird, dass eine
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dem jeweiligen Druck in dem der Druckluftzuführung benachbarten Teil des Zylir. derraumes und der Aussenluft stattfinden kann. Zweckmässig besteht die Kolbendichtung aus zwei Manschettenringen, von welchen einer beim Hin-, der andere beim Rückgar ge des Kolbens dichtet.
In der Zeichnung ist im Längsmittelschnitt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Der Zylinder 1 bildet den Griff der Vorrichtung. Am oberen Er : de trägt er zwei scheibenförmige Ansätze 2 (die Zeichnung zeigt nur den hinteren Ansatz), an welchen der Griff zwischen Daumen und Zeigefinger derart gehalten wird, dass er um die gemeinsame Achse der Absätze schwingen kann. In den Ansätzen 2 vorgesehene ovale Öffnungen 4 erleichtern das Halten des Griffes. Ein zwischen den Scheiben 2 in den Zylinder 1 eingeschraubten Propfen. 5 ist mit einer TÜlle 6 versehen, an welche die
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Zylinderraum dauernd mit der Aussenluft verbindet. In Bohrungen 7 des Propfens 5 können die Zapfen eines Schraubenschlüssels eingesteckt werden. Der Kolben 8 ist mit einer Führungsnut 9 versehen, in die eine Führungsschraube 10 greift.
Er ist unten durch einen Holzklotz 11 abgeschlossen, in den die Nadel 12 eingesteckt ist. An seinem oberen Ende trägt der Kolben durch eire Schraube 14 festgehaltene, entgegengesetzt gerichtete Ledermanschetten 1. 3, 23 als Dichtungen, von welchen eine beim Hin-, die andere beim Ruckgange des Kolbens 8 wirksam ist.
Wenn die an die Tülle 6 abgeschlossene Pumpe zu saugen beginnt, während sieh die Nadel in ihrer Ruhelage befindet (die in der Zeichnung dargestellt ist), verhindert die Manschette 23 das Vorbeifliessen der Luft an der Manschette 13 ; infolgedessen ruft die Pumpe im Nadelzylinder einen Leerraum hervor ; geht sie nun zur Druekperiode über. dann wird in dieser Periode nur ein Wiederaufheben des Leerraumes erfolgen, aber die Nadel noch nicht vorwärtsgestossen.
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der Pumpe sei, die Nadel stets ungefähr unter gleichen Bedingungen arbeitet, ist es erforderlich, entweder im Verschlussstöpsel der Vorrichtung oder an der die Luftstösse hervorbringenden Maschine oder an irgendeiner andern Stelle eine Öffnung vorzusehen, die ein geringes Entweichen von Luft
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gestattet.
Wenn unter diesen Umständen die Maschine, wie oben angegeben, mit dem Saugen beginnt, tritt die Luft beispielsweise durch den auf der Zeichnung dargestellten Kanal 3 von aussen in den erzeugten Saugraum ein. Im Augenblick der Kompression wird diese Luft zusammengedrückt und treibt den Kolben der Nadel vor, während zugleich ein geringes Entweichen von Luft durch den Kanal 3 hindurch stattfindet.
Sehr schnell wird sich ein Gleichgewicht bilden zwischen der Ansaugkraft und der Repulsionskraft und dem Eintreten und Austreten der Luft, so dass praktisch, wie auch immer die Anfangstellung der Maschine sei, die Arbeit der Nadel immer ungefähr in gleicher Art vonstatten gehen wird.
Natürlich ist es notwendig, dass ein für allemal die Abmessung des Luftkanals 3 so eingestellt wird, dass der Luftverlust ausreichend ist, um das Gleichgewicht herzustellen ; aber anderseits nicht so stark, dass die ganze Luft frei entweichen könnte und dann nicht mehr auf den Kolben einwirkt.
Man muss auch ein für allemal die Stärke der Feder 15 und die Stärke der Gegenfeder 16 einregulieren.
Die Vorrichtung hat, wie schon oben angegeben ist, den Vorteil, dass die Kraft der Nadel nach beiden Richtungen geregelt werden kann, indem man einfach die Stärke der Luftstösse der Maschine ändert. Ausserdem hat die Vorrichtung den Vorteil, eine wesentlich schwächere Feder 15 zu benötigen als in dem Fall der Arbeit mit nur einfacher Ledermanschette ; die Wirkungsweise der Nadel gestaltet sich viel weicher, wodurch die Arbeit besonders an feinen Artikeln erleichtert wird und auch die Arbeit mit der Hand verbessert wird, indem die Einwirkung der Hand auf die Nadel durch das Dazwischenliegen der Feder 15 gemildert ist. Die unter dem Kolben 8 liegende Gegenfeder 16 ist am Ende 17 befestigt.
Die am Kopf 11 des Kolbens sitzende Nadel 12 ist als Schiebernadel ausgebildet. Vermittels Klemmschraube 19 ist ein Führungsring. 18 für den Schieber an der Nadel befestigt. Der Schieber steht unter Wirkung einer feinen Feder 20, die sich gegen einen Ring 21 abstützt. Alle empfindlichen Teile sind durch den Zylinderfortsatz 22 geschützt.