AT159676B - Walzenkalibrierung für Pilgerschrittwalzwerke. - Google Patents

Walzenkalibrierung für Pilgerschrittwalzwerke.

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AT159676B
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 EMI1.1 
 



   Das Kaliber der Pilgerwalzen besitzt in der Regel eine seitliche   Abschrägung,   die sogenannte   Flankenabschrägung,   um beim Walzen dem Werkstoff eine Breitung zu ermöglichen. Die dadurch entstehenden seitlichen Verdickungen des Walzrohres gelangen beim nächsten   Pilgerschlag   in den
Scheitel des Kalibers, so dass in diesem Kaliberteil ein verstärkter Walzdruck auftritt, der zu einer
Zerrung im Walzgut Veranlassung gibt. Die Zerrungen sind bei den   üblichen   Flankenabsehrägungen meist derart stark, dass es nicht   möglich   ist, besonders dünnwandige Rohre herzustellen. 



   Erfindungsgemäss wird dieser Mangel dadurch beseitigt, dass die seitliche Erweiterung des sonst üblichen Kalibers durch konkav zum Kaliber liegende Kurven, beispielsweise Kreisbögen, gebildet wird, deren Schnittpunkt mit dem Kaliberrand zwischen dem Schnittpunkt der üblichen   Abschrägung   mit dem Kaliberrand und dem Schnittpunkt des theoretischen Kaliberkreises mit dem Kaliberrand liegt. Man erreicht mit dieser Ausbildung des Kalibers, dass die im Sprung entstehenden Verdickungen geringer sind als bei einem Kaliber mit gewöhnlichen   Absehrägungen,   jedoch nicht etwa   gänzlich   unter- drückt werden wie bei völlig kreisrunden Kalibern.

   Dies ist wichtig, damit die in dem Gebiet des
Sprunges beim Walzen entstehenden Verzerrungen in den Oberflächensehichten beim nächsten
Pilgerschlag wieder ausgewalzt werden, indem die geringe, stehengebliebene Verdickung vom Scheitel des Kalibers niedergedrückt wird. Würde man   nämlich   das Kaliber völlig kreisrund gestalten, dann würde auch keine Verdickung mehr stehenbleiben, und mithin könnte auch beim folgenden Pilgerschlag vom Seheitel des Kalibers kein Werkstoff mehr erfasst und verdrängt werden, so dass also die Verzerrungen in der Oberfläche im fertigen Rohr bestehen bleiben würden. 



   Versuche haben ergeben, dass es durch die neue Form der   Abschrägung   nicht nur gelingt, die   Oberflächenbeschaffenheit   zu verbessern und die Walzleistung zu erhöhen, sondern auch dünnwandige Rohre herzustellen. 



   Durch das bekannte Zonen-Pilgerwalzenkaliber ist eine Kaliberform angegeben worden, bei der durch die Bildung einer Zone im Sprung eine bogenförmige Absehrägung entsteht. Da jedoch bei den übrigen Kalibern mit Zonen gewöhnliche geradlinige   Abschrägungen   gezeigt sind und über die Bedeutung des kurvenförmigen Verlaufes der   Abschrägung   ebensowenig gesagt ist wie über die besondere, hier gekennzeichnete Lage, konnte der Fachmann aus dieser   Veröffentlichung   nicht den Gedanken entnehmen, bei einem Kaliber   gewöhnlicher   Gestaltung die Abschrägungen gemäss vorliegender Erfindung auszubilden. 



   In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Pilgerwalzenkaliber in Ansicht dargestellt, in Fig. 2 ein Schnitt entlang der Linie x-x der Fig. 1. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Polierteil eines Kalibers im vergrösserten Massstabe zur Darstellung der erfindungsgemässen Ausbildung der   Absehrägung   des Kalibers in der Sprungzone. Fig. 4-6 zeigen Schnitte entlang den Linien   J--M, B-M, C-M   der Fig. 2. 



   In Fig. 3 ist die bisher   übliche   Abschrägung in Form einer Geraden b strichpunktiert angedeutet. 



  Sie schneidet den Kaliberrand im Punkt   c.   Der theoretische Kaliberkreis ist an der Stelle der seitlichen Abschrägung gestrichelt eingetragen und schneidet den Kaliberrand oder dessen eingezeichnete Verlängerung im Punkt   y.   Die Kurve gemäss der Erfindung in Gestalt eines Kreisbogens ist stark ausgezogen und schneidet den Kaliberrand im Punkt z. Sie setzt etwa an der gleichen Stelle   11)   an, an der auch sonst die   Abschrägung   beginnt. 



   Die Grösse des Abschrägungsbogens kann   erfindungsgemäss   über die gesamte Kaliberlänge gleichgehalten werden oder vom Beginn bis zum Ende des Maules allmählich abnehmen, um für den weiteren 

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 Teil des Kalibers gleich zu bleiben. Bei kleineren   Absehrägungsbögen   zu Beginn des Polierteiles empfiehlt es sich, das Kaliber gegen Ende des Polierteiles durch Vergrösserung des Absehrägbogens wieder zu erweitern. Dieser letztere Fall ist aus den Fig. 4-6 ersichtlich. Fig. 4 zeigt den Schnitt entlang der Linie. A-M zu Beginn des Maules mit einem verhältnismässig grossen Abschrägungsbogen. 



  Zu Beginn des Polierteiles ist, wie aus Fig. 5 ersichtlich, der   Abschrägungsbogen   sehr klein, während gegen das Ende des Polierteiles, wie Fig. 6 erkennen lässt, der Abschrägungsbogen wieder etwas grösser ist, jedoch nicht so gross wie im Schnitt A-M. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Pilgerwalzenkalibrierung, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliehe Erweiterung des sonst üblichen Kalibers durch konkav zum Kaliber liegende Kurven, beispielsweise Kreisbögen, gebildet wird, deren Schnittpunkt mit dem Kaliberrand zwischen dem Schnittpunkt der   üblichen     Abschrägung   mit dem Kaliberrand und dem Schnittpunkt des theoretischen Kaliberkreises mit dem Kaliberrand liegt.

Claims (1)

  1. 2. Pilgerwalzenkalibrienmg nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halbmesser der Abschrägungsbögen vom Anfang des Kalibermaules bis zum Anfang des zylindrischen Kaliberteiles abnehmen und vom Anfang des zylindrischen Teiles bis zum Ende des Kalibers stufenweise zunehmen. EMI2.1
AT159676D 1938-05-14 1938-05-14 Walzenkalibrierung für Pilgerschrittwalzwerke. AT159676B (de)

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