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Dachrinne, Rinneisen od. dgl.
Es ist bekannt, Dachrinnen, Rinneisen od. dgl. möglichst witterungsbeständig zu gestalten.
So gibt es korrosionsbeständige Rinnen aus Pressmassen, Holz und anderen Stoffen, die dem Witterung- angriff standhalten. Auch Leichtmetall mit möglichst hohem Korrosionsschutz findet für Rinnen Ver- wendung. Schwarzblech, Eisen und Guss durch Emailüberzüge im Höchstmasse korrosionsbeständig zu machen, ist nicht nur bekannt, sondern eine Hauptaufgabe der Emaillierung. Durch die Emaillie- rungen wird nicht nur eine völlige Witterungsbeständigkeit, sondern auch eine Beständigkeit gegen stärkste Säureangriffe erzielt. Weiter hat man bereits vorgeschlagen, Rohre mit einem Emailüberzug zu versehen. Es ist auch bekannt, zur Bedachung dienende Platten aus Blech oder Gusseisen, Dach- glasrippen zu emaillieren. Ferner ist es bereits für Badeofenzylinder vorgeschlagen, das Blech dieser
Zylinder innen und aussen zu emaillieren.
Schliesslich ist es bekannt, Grund-und Deckschicht des
Emails zusammen oder nacheinander einzubrennen.
Dachrinnen wurden bisher vorwiegend aus Zinkblech, teilweise auch aus Kupfer hergestellt.
Man hat sich auch damit beholfen, die Dachrinnen aus verzinktem Sohwarzblech herzustellen. Diese
Dachrinnen rosten aber leicht und schnell durch. Sie müssen, um überhaupt eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten, in gewissen Zeitabständen immer wieder gestrichen werden.
Erfindungsgemäss erhalten Dachrinnen, Rinneisen od. dgl. einen den Bewegungen der Dachrinne bei normaler Beanspruchung ohne Zerstörung folgenden Emailüberzug. Das hat den Vorteil, dass die Dachrinnen gegen mechanische und thermische Beanspruchungen widerstandsfähig werden. Dachrinnen und Rinneisen sind mechanischen Ansprüchen im Höchstmasse ausgesetzt. Beispielsweise müssen die Dachdecker und Spengler die Rinnen betreten und Leitern anstellen. Die nach der Erfindung emaillierten Dachrinnen halten diese Beanspruchungen aus. Sie werden auch nicht durch Säureeinflüsse verletzt, da die Emailschicht gegen Säureeinflüsse unempfindlich ist. Die gute Gebrauchsfähigkeit der Rinnen in Verbindung mit dem hohen Korrosionsschutz wird durch die Art des verwandten Emails und ihre Auftragsweise erreicht.
Wichtig ist hiebei auch der Ausbau der Rinnen mit den Zubehörteilen und schliesslich die Brenneinriehtung, mit der die Rinnen emailliert werden. Die emaillierten Rinnen werden vorzugsweise aus Schwarzblech hergestellt. Sie werden nicht wie Zinkrinnen verlötet, sondern am Stoss abgesetzt, mit einem besonderen Kitt verdichtet und mit korrosionsbeständigen Schrauben verschraubt. Die Brennein. richtungen sind so geschaffen, dass die Rinnen sich nicht oder nur unwesentlich beim Brande verziehen. Die Rinnen werden in Normallängen von etwa 2 m geliefert, so dass sie sich ganz wenig bei der Grundhitze verziehen, die zum Einbrennen des Grundemails etwa 9500 beträgt.
Die Rinneisen können völlig korrosionsbeständig gestaltet werden. Während andere korrosionsbeständige Rinnenwerkstoffe, beispielsweise Pressstoffe, gewöhnlich mit verzinkten Rinneisen angebracht werden und gerade die Halteeisen hiedurch weniger korrosionsbeständig sind als der Rinnenwerkstoff selbst, werden auch die Rinneisen in der gleichen Art wie die Rinnen emailliert. Zweckmässigerweise wird hiebei der an die Dachsparren anzuschlagende Teil nur grundemailliert, damit die Gefahren der Beschädigung, insbesondere das Absplittern während des Anbringens der Rinneisen, verringert werden.
Falls das Gefälle der Rinnen bekannt ist, ist es zweckmässig, das Rinneisen vor der Emaillierung in den erforderlichen Winkel abzubiegen. Die Erfindung trägt auch den Erfordernissen der Werkstoffersparung insofern Rechnung, als das Schwarzblech für die Rinne in etwas geringerer Stärke gewählt
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werden kann, da durch die Emaillierung wieder eine Versteifung erfolgt. Die Emaillil'fUl1g (Feuevemail) kann in verschiedenen Ausführungen erfolgen. Verwendet wird vorzugsweise ein sehr elastisches Email, das durch die geringstmögliche Dünne des Auftrages noch an Elastizität gewinnt. Die Emaillierung selbst erfolgt entweder durch einen einmaligen Grundemailauftrag in den üblichen Grundfarben oder auch in farbigen Grundemails.
Wo die Witterungsbeständigkeit noch erhöht werden soll und wo eine völlig gleichmässige Farbdeeke erwünscht ist, kommt über das Grundemail noch eine Deekemailschiehte.
Diese kann so aufgebracht werden, dass das abgetrocknete Grundemail mit einem Deckemail überspritzt und dann Grund-und Deekemail zusammen eingebrannt werden, ferner auch dadurch, dass das Grundemail erst eingebrannt und dann in einem zweiten Arbeitsgang das Deckemail aufgetragen und für sich eingebrannt wird.
Die Dachrinnen können in jeder beliebigen Form. emailliert hergestellt werden, z. B. mit Sonderwulsten, Verstärkungsschienen, als Kastenrinnen od. dgl. An den emaillierten Rinneisen werden aus witterungsbeständigem Werkstoff, z. B. aus nichtrostendem Stahl, Leichtmetallegierungen od. dgl., bestehende Federn befestigt. Die Federn der Rinneisen können nicht aus dünnem emailliertem Blech hergestellt werden, da die Federn im spitzen Winkel abgebogen werden müssen und hiebei die Gefahr der Verletzung des Emails gegeben ist. Aus diesem Grunde werden die Federn aus anderem völlig korrosionsbeständigem Werkstoff gewählt, beispielsweise aus nichtrostendem Stahl, aus besonders beständigen Leichtmetallegierungen und sonstigen beständigen Werkstoffen.
Die Emaillierung der Rinnen und der erwähnten Zubehörteile kann in jeder gewünschten Tönung erfolgen.
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Bodenstück u. dgl., und auf alle hiefür notwendigen Halte-und Befestigungsmittel, besonders die Rohrschellen. Die Dachrinnen können in beliebigem Querschnitt, also halbzylindrisch, viereckig bzw. kastenförmig od. dgl. gehalten sein.
Der Erfindungsgegenstand ist in beispielsweisen Ausführungsformen in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigt :
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Dachrinne, Fig. 2 eine Ansieht eines Rinneisens mit Feder, Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Dachrinne mit Rinneisen und Feder, Fig. 4 eine Ansicht eines Fallrohres.
Die in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Dachrinne 1 weist eine nach aussen gehende Umbördelung oder. einen Wulst 2 und eine nach innen gehende Abbiegung 3 auf. Die Anordnung des halbkreisförmigen Wulstes 2 ist wiehtig, weil dadurch ermöglicht wird, die Rinnen ineinander zu schieben und eine gute Anpassung der Rinnen aneinander zu erhalten. Die aus Schwarzblech bestehende Dachrinne 1 ist innen und aussen mit Emailschichten 4, 5 versehen. Diese Schichten bestehen aus einer Grundschicht und einer nach Trocknung der Grundschicht hauchdünn aufgespritzten Deckschicht, die zusammen mit der Grundschicht eingebrannt oder nach dieser aufgetragen und eingebrannt wird.
Das Rinneisen. 6 weist eine Abbiegung 7 und einen etwa im Winkel von 46 abgebogenen Teil 8 auf. Der Teil 8 kann auch in einem anderen Winkel abgebogen sein. Das Rinneisen ist auf seiner gesamten Oberfläche emailliert. Der Teil 8 weist Befestigungslöcher auf und dient in üblicher Weise zum Befestigen des Rinneisens an dem Sparren. An dem Rinneisen 6 ist eine Feder 9 befestigt. Man kann hiebei so vorgehen, dass man das Rinneisen 6 ohne Feder emailliert und die Feder 9 aus biegsamem und witterungsbeständigem Werkstoff, z. B. aus nichtrostendem Stahl, aus einer Aluminiumlegierung nach der Emaillierung des Rinneisens 6 an diesem anschraubt oder annietet. Eine solche Feder 9'braucht, weil sie bereits eine Abbiegungsstelle enthält, nur leicht an Ort und Stelle abgebogen zu werden.
Fig. 3 zeigt im zusammengesetzten Zustand die Dachrinne 1 mit dem Rinneisen 6 und mit in die fertige Form gebogenen Federn 10 und 1 {)'. Die Federn können auch erst, nachdem sie in die fertige Form 9'gebogen sind, emailliert werden, worauf die Dachrinne von der Seite her in den Zwischenraum zwischen Feder 10 und Abkantung 7 bzw. unter die Feder 10'geschoben wird.
Fig 4 zeigt eine teilweise Ansicht eines Fallrohres 11 mit Schellen 12, die emailliert sind.
Die Emaillierung kann in gewünschter Farbtönung gehalten sein.