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Österreichische PATENTSCHRIFT Nu 15950.
HARRY MACKINTOSH IN WESTFIELD (GRAFSCHAFT YORK,
ENGLAND).
Verfahren und Apparat zur Erzeugung und Erprobung sich wiederholender Muster für
Gewebe, Tapeten etc.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und den dazugehörigen Apparat für die Herstellung von sich wiederholenden Mustern für Gewebe, Tapeten etc. und bezweckt 1. die Herstellung der verschiedensten Muster aus einfachen Elementen und 2. die Herstellung von Wiederholungen solcher Muster, um den Gesamteindruck beurteilen zu können.
In den beiliegenden Zeichnungen stellt
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Teiles des Apparates dar ;
Fig. 2 ist eine Vorderansicht desselben, wobei die Vorderwand entfernt ist ;
Fig 3 ist ein vertikaler Schnitt nach der Linie f < - der Fig.
Fig. 4 ist eine Draufsicht ;
Fig. 5 ein horizontaler Schnitt nach der Linie c-d der Fig. 2 ;
Fig. 6 ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie y-z der Fig. 2 :
Fig. 7 ist ein Mittelschnitt durch eine ringförmige Zahnstange.
Fig. 8 ist ein horizontaler Schnitt nach der Linie i-e der Fig. 2, teilweise in Draufsicht :
Fig. 9 ist eine Draufsicht auf die Trag- und Einstellvorrichtung für die zu projizierenden Gegenstände in grösserem Massstabe und
Fig. 10 ist ein Vertikalschnitt durch dieselbe ;
Fig. 11 ist eine Sonderansicht des Linsenmechanismns in grösserem Massstabe ;
Fig. 12 und 13 sind zwei unter rechtem Winkel zueinander nach Linien durch den Mittelpunkt der mittleren Linse und parallel zu den Schiebern in Fig. 11 geführte Vortikalschnitte ;
Fig. 14 ist eine Draufsicht und
Fig. 15 eine Randansicht eines der Linsenschieber :
Fig. 16 ist eine Draufsicht und
Fig. 17 ein Vertikalschnitt durch die Führungsplatte für den Linsenschieber ;
Fig. 18 und 19 sind Ansichten und Schnitt einer Einzelheit.
Der Apparat zur Herstellung von Mustern besteht aus einem Gehause 2, in welchem sich ein vertikaler Schieber 3 befindet, der mit Hilfe einer Zahnstange 4 und eines
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sitzt (Fig. 5), das durch eine Schnecke b an einer Seitenwelle 9 (Fig. 4 und 5) durch Drohen eines Handrades 10 angetrieben wird. Der Schieber 3 trägt eine Plattform 12 (Fig. 3), auf deren Boden rückwärts eine Laterne 13 steht, die einen Gasbrenner 74 oder eine andere Lichtqwuelle enthält. Vermittels eines dStrahlenfängers 16 wird das Licht auf den Refloxionsspiegel 17 geworfen, der unter einem Winkel von 45 Grad im Mittelpunkte
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seine Drohung vermittels eines Triebes 24 (Fig. 2) an der vertikalen Welle 25, die durch ein Kegelgetriebe 26 von einem äusseren Handrade 27 aus gedreht wird.
Eine Anzahl von
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Die Linsenwand 30 ist in einer entsprechenden Entfernung oberhalb der Wand 20 befestigt und enthält in ihrer Mitte eine Öffnung 31 (Fig. 3), in welcher ein sich drehendes Rad 32 in gleicher Weise angeordnet ist, wie das Rad 22. Dieses Rad erhält seine Drehung
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und besitzt zwei Querführungen 40 und 41 (Fig. 16). In jeder solchen Schieberplatte sind Schlitze 42 und viereckige Öffnungen 43 vorgesehen. Es gelangen zwei übereinander- liegende Linsenplatten- Paare 45 und 46 (Fig. 12) zur Verwendung. Jedes untere Plattenpaar 45 ist mit einer mittleren Führungsrippe 47 hergestellt, welche sich an die Querführung 40 anlegt ; und jedes obere Paar 46 hat eine tiefere Führungsrippe 48, welche hinab zu den Platten 45 in die Führung 41 reicht.
Die Linsen 50 (Fig. 11) mit Ausnahme der im Mittelpunkte befindlichen, sind in Blöcken 51 gelagert, welche in Schlitze 52 der Linsenplatte einpassen und frei darin verschoben werden können. Der die mittlere Linse tragende Block 53 ist in einem hiezu in der Schieberplatte 37 vorgesehenen Loch befestigt.
Es ist leicht verständlich, dass die Blöcke 51 sich frei entlang den Schlitzen 52 bewegen können, sobald die Linsenplatten gleichmässig vom Blocke 53 weg oder gegen denselben bewegt werden ; dabei behält die Gruppe ihre quadratische Gestaltung. Wird jedoch nur ein Paar der Linsenptatten versteht, so erhält die Linsengruppe eine rechteckige Form. Um die gleichmässige Verstellung der Linsenplatto eines jeden Paares zu erleichtern, sind zwei Schrauben 55 und 56 vorgesehen, welche in an den Platten befestigte Muttergewinde eingreifen. Eine Längsbewegung dieser Schrauben wird an ihren inneren Enden verhindert u. zw. wird das eine Paar 55 durch Lager 57 in dem mittleren Blocke 53 zurückgehalten,-das andere in Lagern 58 in der Befestigung 59 des mittleren Blockes.
An den äusseren Enden der Schrauben sind Triebe 60 angebracht, von welchen ein Paar mit den Zähnen an der unteren Kante der oberen ringförmigen Zahnstange 61 (Fig. 3 und 7) in Eingriff steht ; das andere Paar greift in die Zähne an der unteren Kante der unteren ringförmigen Zahnstange 62. Jede der Zahnstangen enthält eine Ringnut 63 und ist mit den letzteren zwischen Antifriktionswalzen 64 gelagert, die von vertikalen Achsen im Rade 32 getragen werden. Die Zahnstangen haben an ihrer oberen Kante Zähne 66
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welche das fertige Muster haben soll. Es kann aber auch ein dunkler photographische Schieber in eine dieser Öffnungen eingepasst sein.
Der Apparat wird nun in folgender Weise verwendet : Ein Rahmen 28 (Fig. 3 und fis). dessen mittlere Öffnung dieselbe Grösse hat, welche das Muster erhalten soll, wird in dem Rade 22 gelagert und alles, was zur Bildung eines Musters geeignet ist, auf eine matte Glasplatte in oder auf diesen Rahmen gelegt ; beispielsweise kann eine Anzahl von Blumen, Blättern und anderen Gegenständen zur Bildung eines Musters auf dem Glase angeordnet werden. Das so zusammengestellte Muster wird durch die mittlere Linse auf die in dem oberhalb angeordneten Rahmen 76 befindliche, matte Glasplatte projiziert.
Ist ein befriedigendes Bild erhalten worden und will man nun den Gesamteindruck einer Wiederholung desselben beobachten, so werden die Schieber 71 und 74 entfernt und eine grosse, matte Glasplatte an deren Stelle gebracht. Jede der neun Linsen wirft dann ein Bild des Musters auf die Glasplatte und diese Bilder werden durch Verstellung der Linsen in die geeignete Lage nebeneinander gebracht. Im Falle die so erzeugten Wiederholungen nicht befriedigen, so kann das Bild durch Neuanordnung der Gegenstände auf der Auflage oder durch Verstellung der Räder 22 und 32 solange verändert werden, bis eine befriedigende Wiederholung auf der Glasplatte erhalten wird.
Zwischen den Rippen 81 an der Seitenplatte 37 und den inneren Kanten der Platten 45 (Fig. 13) sind ausdehnbare Blenden oder lichtundurchlässige Schirme RO an-
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Platten 46 und der Befestigung 59 angebracht welche Befestigung zu dem Zwecke vorgesehen ist, einer Kante der Blende 82 als Auflage zu dienen. Anstatt nach Fig. 1
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verstellbar im Rahmen 90 befestigt. Der Trieb 91 trägt eine in beliebiger Weise angetriebene Schnurscheibe 94. Der Rahmen 90 ist seinerseits verstellbar in dem unbeweglichen Rahmen 98 gelagert und'in gleicher Weise angeordnete Zahnstangen und Triebe sind zur Vorstellung desselben vorgesehen.
Durch diese Verstellungen können die auf den Platten befindlichen Gegenstände in die erforderliche Lage unterhalb der Öffnung im Rahmen 28 gebracht werden. Die Platte & 5 kann ausserdem vermittels des in die Zahnstange 87 eingreifenden Triebes 95 (Fig. 9) gedroht werden. Um die Bewegung der Rahmen 89 und 90 zu ermöglichen, ist die Welle 96, welche den Trieb 95 dreht, teleskopisch hergestellt, so dass sie im erforderlichen Masse verlängert oder verkürzt werden kann ; ausserdem ist sie an beiden Enden mit Universalgelenken versehen. Der Antrieb der Welle 96 kann ausserhalb des Gehäuses 2 mittels Kegelräder erfolgen.
Bilder von undurchsichtigen Gegenständen werden mit Hilfe von durch eine Öffnung zugeleitetem Reflexionslichte hergestellt. Um diese Öffnung herum sind vertikale, nach unten reichende Wände vorgesehen, damit kein direkter Lichtstrahl von der Lampe zu den Linsen gelange.
Fig. 19 stellt in Draufsicht jene Ausführungsform des Apparates dar, welche bezüglich der Anordnung der Linsen nötig ist, um sogenannte Versetzmuster zu erzeugen.
Fig. 18 ist ein Vertikalschnitt durch dieselbe. In diesem Falle sind beispielsweise zwölf Linsen in drei Schiebern 9R gelagert, welche in der die Schieberplatte 37 ersetzenden Seitenplatte 99 angeordnet sind. Jeder Schieber 98 kann auf die Entfernung der Versetzung des Musters bewegt werden.
Das so erzeugte einzelne Muster wird nun gezeichnet, um dasselbe zwecks Vergrösserung auf bekannte Weise mittels einer Kamera auf das Musterpapier zu übertragen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ein Verfahren zur Herstellung von Wiederholungsmustern für Musterbiätter, für Wel) erei-und andore Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegenstand oder eine
Gruppe von Gegenständen auf eine oder mehrere verstellbare Auflageplatten aufgelegt und
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durch eine Anzahl von in derselben Ebene angeordneten Linsen in vielfacher Wiederholung auf eine matte Glasplatte geworfen wird, worauf nötigenfalls die Stellung des Gegenstandes, bezw. die gegenseitige Stellung mehrerer solcher sowie jene der Linsen so lange verändert wird, bis man ein zufriedenstellendes Wiederbolungsmuster erhält, welches sodann photographiert oder durch Nachzeichnen als einfach durchsichtige Wiederholung abgenommen wird.