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Tragbare Vorrichtung zum Aufsuchen der ein elektrisches Wechselfeld beeinflussenden Eigen- schaften des Untergrundes der Erdoberfläche.
Es ist bereits bekannt, zum Zwecke des Aufsuchens von Inhomogenitäten des Erdreiches oder von erhöht leitfähigen Einschlüssen und ihrer örtlichen Lage ein hochfrequentes Wechselfeld im Erdboden zu erzeugen und dann durch Beobachtung des Wertes bestimmter Feldgrössen und insbesondere durch gegenseitigen Vergleich dieser Werte an verschiedenen Stellen Anhaltspunkte für jene das elektrische Wechselfeld beeinflussenden Eigenschaften des Untergrundes zu gewinnen.
Obwohl die theoretischen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten auf diesem Gebiet nicht unbekannt sind, stellen sich in der Praxis doch sehr erhebliche Schwierigkeiten ein, und es ist bisher ein vollkommen befriedigendes Gerät oder Verfahren nicht bekannt.
Die Bodenverhältnisse sowie auch die Arbeitsbedingungen sind so verschiedenartig, die Zahl der Fehlerquellen so gross, dass eine grosse Anzahl von Massnahmen zusammenwirken müssen, um brauchbare Ergebnisse zu zeitigen. Oft kommt es hiebei auf die glückliche Auswahl einzelner, unter andern Umständen vielleicht belangloser oder für gewöhnlich als andern Massnahmen gleichwertig erachteter Mittel an.
Die vorliegende Erfindung will ein Gerät schaffen, mit dem wohl nicht sämtliche Fragen nach dem Aufbau und den Eigenschaften des Untergrundes zu beantworten sind, welches aber gestattet,
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Hilfsmitteln oder Einrichtungen Angaben über das Vorhandensein, den Verlauf und mindestens die waagrechten Abmessungen von Inhomogenitäten oder Einschlüssen des Untergrundes zu machen.
Um diese Aufgabe zu lösen, muss das Gerät ein leicht tragbares sein, damit die Beobachtungen während der Fortbewegung über dem Gelände in ununterbrochener Folge gemacht werden können, Zeit gespart wird und Beobachtungslüeken vermieden werden. Ferner muss das Gerät in sich Sender und Empfänger vereinigen, damit Unabhängigkeit von Sendestationen und von den Einflüssen des zwischen einem mehr oder minder fernen Sender und dem Empfänger liegenden Raumes erreicht wird.
Ferner wird hiebei auch ein unveränderlicher Abstand zwischen Sender und Empfänger vorsehbar, wodurch überhaupt erst völlige Konstanz der Beobachtungsbedingungen in den Bereich der Möglichkeit rückt.
Diese Massnahmen sind je für sich auch für ähnliche Zwecke bereits bekannt. Ebenso ist es auch bekannt, die Ebene des Senderahmens rechtwinklig zu der des Empfangsrahmens anzuordnen, um so zu erreichen, dass die Ebene des letzteren nicht von den Kraftlinien des Primärfeldes des Senders, vielmehr nur von denen eines im Untergrund erregten Sekundärfeldes oder von reflektierten Kraftlinien geschnitten wird.
In ihrer Vereinigung jedoch und insbesondere in ihrer Verfeinerung durch hinzutretende Merkmale sind diese Massnahmen jedoch von so grosser Bedeutung für die Lösung der gestellten Aufgabe, dass eben ihre Vereinigung nicht als naheliegend bezeichnet werden kann.
Das Wesen der Erfindung besteht somit darin, dass bei einer tragbaren Vorrichtung zum Aufsuchen der ein elektrisches Wechselfeld beeinflussenden Eigenschaften des Untergrundes, die aus einem Tragrahmen mit verhältnismässig schwachem Sender und hochempfindlichem Empfänger besteht, der
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Sender und der Empfänger um parallele, waagrechte Achsen schwenkbar an dem Tragrahmen befestigt und die Trageinrichtung nebst den zur Bedienung von Sender und Empfänger dienenden Einstellmittel derart angeordnet sind, dass die Handhabung des Geräts ohne kapazitive Beeinflussung der Gesamtanordnung erfolgen kann.
Bei den hohen Empfindlichkeitsanforderungen, die gestellt werden müssen, genügt die Verschwenkung allein der Rahmen nicht.
Es hat sich ferner bei Versuchen gezeigt, dass der gegenseitige Abstand zwischen Sender und Empfänger nicht belanglos ist. Ein Bestwert der Empfindlichkeit ist nur bei einer bestimmten Entfernung vorhanden, ohne dass im voraus angegeben werden könnte, unter welchen Bedingungen und etwa bei welcher Wellenlänge ein bestimmter Abstand zu einem Bestwert führt. Darum kann es von Vorteil sein, den Abstand verstellbar zu machen.
Es ist ferner nicht unwesentlich, wie die Stärke des Senders und die Verstärkung des Empfängers gewählt wird. Eines der Hauptprobleme auf diesem Gebiet besteht ja darin, die Einrichtung so hochempfindlich zu machen, dass sie auf sehr kleine Störungen des Senderfeldes vom Untergrund her noch anspricht, ohne dass sie aber zu empfindlich gegenüber unmittelbaren Einflüssen des Senders oder son- stigen Störungen ist. Es hat sich gezeigt, dass der richtige Weg der ist, einen Sender mit geringer Leistung und einen Empfänger mit sehr grosser Verstärkungsleistung zu verwenden.
Ist nämlich bei Einstellung auf Mindestempfang der Empfangsrahmen etwa rechtwinklig gegen die Ebene des Senderrahmens gerichtet, so bedeutet das, dass der Empfänger die grösste Empfangsintensität gerade in Richtung vom Sender besitzt und nur deswegen nichts oder fast nichts empfängt, weil der Sender in
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ausschliesslich für die von Rahmen zu Rahmen gehende Strahlung. Daneben gibt es aber schwer beherrschbare und kaum ganz ausschaltbare Energieströme, die in Wellenform von andern strahlungsfähigen Teilen des Senders als von seinem Rahmen ausgehen und infolge der an sich empfangsempfindlichen Stellung der Empfangsantenne von dieser und von sonstigen empfangsfähigen Teilen des Empfängers aufgenommen werden und in dem Empfänger Störschwingungen hervorrufen könnten.
Je schwächer der Sender, um so geringer sind diese durch Rahmeneinstellung nicht ausschaltbaren Störströme.
Es hat sich ferner gezeigt, dass es in der Regel am günstigsten ist, wenn von den vielen Möglichkeiten, die Rahmen etwa senkrecht zueinander einzustellen, diejenige ausgewählt wird, bei der der Senderahmen etwa senkrecht zum Erdboden und der Empfangsrahmen etwa waagrecht steht. Dies entspricht nicht nur den im vorhergehenden Absatz hervorgehobenen Verhältnissen, sondern auch der Erfahrung der bisherigen Versuche, denn bei dieser Rahmenstellung ergeben sich die geringsten Schwankungen der Anzeige des Galvanometers, wenn kleine Pendelungen des Gerätes beim Tragen vorkommen.
Wendet man z. B. senkrechte Stellung beider Rahmen an, so kommt das Galvanometer kaum zur Ruhe, während das Gerät über das Gelände getragen wird.
Dies schliesst freilich nicht aus, dass für Senderfälle oder Vergleichsversuche gekreuzte Rahmen mit wahlweise einschaltbaren Wicklungen vorgesehen werden.
Nach den gemachten Erfahrungen empfiehlt es sich, im Empfänger vier je für sich einzeln genauestens abstimmbar Hochfrequenzkreise zu verwenden, deren letzterer induktiv mit der Niederfrequenzstufe gekoppelt ist. Eine gemeinsame Abstimmung aller Hochfrequenzkreise muss mit Rücksicht auf die grosse Empfindlichkeit des Gerätes so lange trotz verlockender Einfachheit der Bedienung ausser Betracht bleiben, als nicht ideal übereinstimmende Kondensatoren erhältlich sind.
Das Gleiche gilt für den Gedanken, die Abstimmung des Senders und des Empfängers auf verschiedene Frequenzen durch gemeinsamen Antrieb vorzunehmen, da derzeit Kondensatoren mit übereinstimmender Abstimmkurve für Sender und Empfänger kaum erlangbar sind.
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kopplung, vorgezogen werden, weil sie zuverlässig stabil ist, während dies bei der Widerstandskopplung nicht der Fall ist ; ausserdem ergibt sie auch ein geringeres Baugewicht.
Zweckmässig wird ein Sender ohne Modulation verwendet. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass auch mit Modulation oder Überlagerungsschwingung gearbeitet werden könnte. Hingegen ist es nach den bisherigen Erfahrungen Bedingung für das Arbeiten des Gerätes, dass beide Teile des Gerätes durch Rückkopplung zum Schwingen gebracht werden. Während der Messungen hat die Einstellung der Rückkopplung unverändert zu bleiben.
Die Empfindlichkeit des Empfängers soll regelbar sein. Hiezu bieten sich verschiedene Wege.
Man könnte die Verstärkung im Niederfrequenzteil regeln oder den Kopplungsgrad zweier Hochfrequenzkreise ändern. Am zweckmässigsten erscheint ein Verstimmen des ersten Hochfrequenz- (Abstimm-) Kreises durch Änderung der Dämpfung.
Da das Gerät gemäss der Erfindung grundsätzlich zur Intensitätsmessung dient, ist besonders mit Rücksicht auf die hohe Empfindlichkeit ein Mittel zur ständigen Nachprüfung der vorhandenen Empfindlichkeit und der Konstanz der Anzeigen von ausschlaggebender Bedeutung.
Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung im Empfänger oder im Raum zwischen Sender und Empfänger eine verhältnismässig kleine Metallmasse (Platte od. dgl.) schwenkbar oder verschiebbar
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angebracht. Wird zum Zweck der Empfindlichkeitsprüfung die Lage oder der Abstand jener Masse von den übrigen Teilen des Gerätes jedesmal um den gleichen Betrag verändert, so wird damit jedes- mal eine gleiche Störung des Empfanges willkürlich erzeugt. Es muss dann jedesmal der gleiche Aus- schlag des Anzeigeinstruments erfolgen, vorausgesetzt dass noch die gleiche Empfindlichkeit vor- handen ist, also z. B. die Empfindlichkeitseinstellung und die Batteriespannungen keine Veränderung erfahren haben.
Zweckmässig wird man die Empfindlichkeitsprüfung natürlich nicht gerade im Bereich einer sehr erheblichen Störungsquelle aus dem Untergrund oder der Umgebung vornehmen, weil dadurch immerhin zusätzliche Momente auftreten können, die das Bild beeinflussen.
Es ist bemerkenswert, dass die erwähnte Einrichtung zur Empfindlichkeitsprüfung zugleich eine sehr scharfe Prüfung der Einstellung von Sender und Empfänger auf Mindestempfang ist.
Ist diese Einstellung gut erfolgt, so ergibt sich bei der Empfindlichkeitsprüfung stets ein posi- tiver Ausschlag des Instrumentes. Weicht die Minimumeinstellung aber auch nur einigermassen beacht- lich vom richtigen Wert ab, so ergibt sich ein negativer Ausschlag des Instrumentes, gleichgültig nach welcher Seite die Einstellung vom richtigen Wert abwich.
Ist die Minimumeinstellung in Ordnung, so ist bei der Empfindlichkeitsprüfung ein stets gleich grosser Ausschlag (eben als Kontrolle) zu fordern, u. zw. sowohl von der Nulleinstellung des Instrument- anzeigers aus wie auch von einem andern Skalenwert aus.
Die Prüfung der Minimumeinstellung und die der Empfindlichkeit ergänzen sich also gegen- seitig.
Die Prüfbarkeit der Empfindlichkeit und die sich daraus im Verein mit der Einstellbarkeit der- selben ergebende Möglichkeit einer Eichung des Gerätes führt dazu, dass nicht nur im Verlaufe eines kurzen Versuches relativ vergleichbare Messwerte angezeigt und abgelesen werden, sondern dass während der ganzen Dauer der Benutzung des Gerätes zu verschiedenen Zeiten und an beliebigen Orten stets
Werte nach gleichem oder vergleichbarem Massstab erhalten werden. Dies ist begreiflicherweise von hoher Bedeutung für die Auswertung aller Beobachtungsergebnisse.
In diesem Zusammenhang bedeutet es einen weiteren Schritt der Vervollkommnung, dass der
Galvanometerstromkreis mit einer Gegenstromschaltung versehen ist, welche dazu dient, mit Hilfe eines Gleichstroms, also ohne jede Beeinflussung des übrigen Gerätes, den Zeiger auf Null oder auf einen beliebigen günstigen Skalenwert zu bringen. Um so leichter werden dann die Anzeigen ablesbar und auswertbar. Es sind Kompensationsschaltungen zu ähnlichen Zwecken zur Genüge bekannt, doch eignet sich kaum eine andere Massnahme so gut für den hier vorliegenden Zweck als eben die Gegen- stromschaltung.
Zweckmässig werden zwei Galvanometer mit verschiedenem Messbereich, etwa im Verhältnis
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Instrumentes wird zweckmässig stufenweise umschaltbar vorgesehen, so dass man vor einer etwa nötig werdenden Umstellung der Empfindlichkeit sich ein Bild von deren Grössenordnung machen kann.
Vorteilhaft für die Überwachung und Einstellung des Gerätes ist es, wenn der Empfänger mit
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flusses der Verbindungsschnüre unzweckmässig.
Es ist schliesslich noch auf einige Massnahmen hinzuweisen, die nur anscheinend mehr baulicher Natur sind, in Wirklichkeit aber ebenfalls von grösster Bedeutung für die praktische Arbeit mit dem Gerät sind.
Ebenso wie die kleine Metallmasse des Empfindlichkeitsprüfers, wenn sie in dem Bereich zwischen Sender und Empfänger bewegt wird, bereits die Anzeige beeinflusst, würde die Bedienung der Einstellknöpfe des Empfängers und der zur Minimumeinstellung erforderlichen Schwenkvorrichtung mit der Hand die Anzeigen kapazitiv stören. Der ganze Raum zwischen den zueinander parallelen, senkrechten, Sender und Empfänger einschliessenden Ebenen muss während der Benutzung des Gerätes frei von veränderlichen Kapazitäten bleiben. Aus diesem Grunde werden zum Tragen des Gerätes grundsätzlich zwei ausserhalb jenes Bereiches am Gerät befestigte Traggriffe vorgesehen, so dass keiner der Träger den genannten Bereich zu betreten braucht.
Ferner werden die Zeigernullstellung, die Empfindlichkeitseinstellung sowie auch die Minimumeinstellung (Schwenkvorrichtung) mit isolierten, nichtleitenden Fernantrieben versehen, die von den ausserhalb des erwähnten Bereiches liegenden Seiten des Gerätes aus bedient werden können. Vorzugsweise wird hiebei auch der Ferntrieb für die Minimumeinstellung, d. h. für die Verschwenkung des Senders auf die Empfängerseite geführt, damit von dort aus alle zur Einstellung des Gerätes erforderlichen Handgriffe vorgenommen werden können.
Da während des Tragens und Ablesens des Instrumentes nach Möglichkeit die Lage desselben im Raum unverändert bleiben soll, hat es sich als äusserst ratsam erwiesen, die Traggriffe oberhalb des Schwerpunktes und in Kugellagern drehbar zu befestigen, weil dann das Gerät ruhig senkrecht hängt und nicht durch unwillkürliche Drehbewegungen der Hände der Tragenden verschwenkt wird, was zu Unruhe der Galvanometerzeiger führen würde. In der Querrichtung ist das Gerät insoweit weniger empfindlich. Um aber auch in dieser Richtung die Lage im Raum wenigstens nachprüfen zu können, wird das Gerät zweckmässig mit einer Libelle ausgestattet.
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der Erfindung, u. zw. zeigen :
Fig. 1 ein Schaltschema der wesentlichsten Teile des Empfängerteiles, Fig. 2 ein entsprechendes
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Der Senderteil S enthält einen einfachen Einkreis-Röhrensender mit einer flach im Boden seines GehäusesliegendenRahmenantenne1undaussenliegendenBedienungsknöpfen2fürdieAbstimmung3
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Während des Transportes kann das schwenkbare Gehäuse durch einen Riegel 10 zur Entlastung der Sehnecke 9 gesichert werden.
An dem gegenüberliegenden Ende des Geräterahmens 5 ist der Empfängerteil E in einem ent- sprechenden verschliessbaren Kasten 11 untergebracht. Die Rahmenantenne 12 liegt flach am Boden dieses Gehäuses.
Es versteht sich, dass diese ebenso wie die Sendeantenne und alle sonst in Betracht kommenden Teile des Gerätes bestmöglich abgeschirmt sind, um ungewollte Influenzwirkungen oder induktive Wirkungen auszuschalten.
Das Schaltbild gemäss Fig. 1 zeigt im Anschluss an den Rahmen 12 vier Hochfrequenzkreise mit
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tones zwecks besserer Abhorung. Sie ist ein schwingendes Audion. Die induktive Kopplung zur Niederfrequenzstufe 20 besorgt der Transformator 21. Hinter der zweiten Niederfrequenzstufe folgt der Ausgangstransformator 22, dem ein Telephon. Lautsprecher od. dgl. 2. 3 parallelgeschaltet ist.
Im Stromkreis des Gleichrichters 24 sind zwei Galvanometer 2o und, 36 hintereinandergeschaltet.
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meter 26. Dieses besitzt umschaltbare Nebenschlüsse 27, so dass sein Messbereich noch mehrfach in Stufen geändert werden kann.
Parallel zum Stromkreis des Gleichrichters 24, jedoch mit entgegengesetztem Vorzeichen, ist an die Galvanometer ein Gleiehstromkreis 28 mit regelbarem Widerstand 29 angeschlossen. Mit dessen Hilfe kann nach Belieben die Zeigerstellung der Instrumente 25, 26 beeinflusst werden. Entweder
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noch vorhandenen Stromes (Restausschlag) kompensiert, oder aber es wird eine für die Ablesung günstige Grung- oder Ruhestellung der Zeiger eingestellt. Wenn man beim Antreffen einer Inhomo-
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hat man aber mit negativen Aussehlägen zu rechnen, so bringt man die Zeiger auf einen genügend von Null entfernten Teilstrich.
Zur Empfindlichkeitsprüfung dient eine durch eine Zugstange 30 mit Knopf 31längsvrrschieb- bare Metallplatte 32 : die einer an die Antenne 12 angeschlossenen Gegenplatte 33 gegenübergestellt
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schiebung der Platte aus ihrer Grundstellung immer die gleiche Störung des vorhandenen Feldes her- vorrufen muss. Sind sämtliche auf die Galvanometer einwirkenden Faktoren im übrigen gleichgeblieben, so muss sieh diese Störung in einem ebenfalls gleichbleibenden Zeigerausschlag äussern.
Die Einstellknöpfe der Abstimmkondensatoren 13, 14, 15, 16 sind nach oben herausgeführt und mit 3. 7, 3J, 36, 37 bezeichnet. Mit dem Knopf 34 ist zugleich koaxial, aber selbständig drehbar der Einstellknopf 38 für die Empfindlichkeitsregelung 18 vereinigt ; so ist jedenfalls die Darstellung in
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ist mit einem Kegelradsatz 89 und Stange 40 zu einem an der S1iftwand aussen angebrachten Knopf 41 verlängert, kann also auch von dort aus bedient werden. In ganz ähnlicher Weise ist dem Drehknopf 42
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ein Ferntrieb 45 zugeordnet.
Somit können alle zur Bedienung des Gerätes während des Gebrauches oder doch nach seiner
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nommen werden.
Zur Einschaltung des Empfängers E dient ein Hauptschalter 46.
An den beiden Stirnwänden des Gesamtgerätes sind Gewindebuchsen 49 oberhalb der Höhe des Schwerpunktes des Gerätes angebracht. In sie werden bei Ingebrauchnahme des Gerätes die Traggriffe eingeschraubt. Diese bestehen aus einer in den genannten Buchsen fest einschraubbaren Welle 47 und
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in der rechtwinklig znirWellenaehse verlaufenden Ebene senkrechte Lage annehmen. Um die Antenne 12 in eine waagrechte Lage zu bringen, hat man dann die Achse der Wellen 47 waagrecht zu halten. Dies kann durch die Libelle 50 überwacht werden.
Die Batterien des Empfängers E werden ebenfalls durch Kontrollvoltmeter VA und Vn überwacht.
Fig. 5 zeigt eine Abänderung der in Fig. 1 im einzelnen angegebenen Galvanometerschaltung.
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wicklung allerdings geteilt ist, in übereinstimmender Weise gespeist, denn sie liegen parallel zueinander an den beiden Wicllungbhälften, dennoch aber sind die beiden Galvanometer unabhängig voneinander zu beeinflussen. Zu diesem Zwecke ist jedem der beiden Galvanometer 25 und 26 je ein Gleichricht 24a und 24b zugeordnet, die wiederum untereinander parallel zu der gleichen Stromquelle liegen. Die oben erläuterte Gegenstromschaltung, bestehend aus dem Regelwiderstand 29 und der Gleichstrom- quelle 51 sowie dem Einschalter 52, ist nun aber nur an die Klemmen des hochempfindlichen Galvano- meters 25 angeschlossen.
Der"Ruhestrom"oder"Restausschlag"wird auf diese Weise also nur bei diesem Galvanometer kompensiert bzw. der Zeiger auf einen beliebigen zweckmässigen Wert einreguliert.
Das andere, weniger empfindliche Galvanometer 26 bleibt hievon ganz unberührt. Es ist jedoch mit einem ausschaltbaren Nebelwchlusswiderstand 5. 3 versehen, welcher regelbar ist und eine stufenlose
Veränderung der Empfindlichkeit gestattet.
Es empfiehlt sich sehr, das Gerät in Traglasten zerlegbar und dadurch handlicher für den Ferntransport, z. B. im Kraftwagen, zu machen. Zweckmässig wird der Rahmenteil 5 mit dem Sender S als ein Teil, der Empfänger E mit dem Kasten 11 als der andere Teil ausgeführt ; beide sind mit Stiftschrauben und Flügelmuttern starr verbindbar, sie könnten aber auch gegenseitig verschiebbar oder verschwenkbar eingerichtet sein. Die Traggriffe 47 bis 49 sind, wie angegeben, abnehmbar.
Als wichtigste Angaben über die Bedienung des Gerätes sind die folgenden zu machen.
Sender und Empfänger werden in an sich bekannter Weise mit den beschriebenen Mitteln auf eine bestimmte Wellenlänge sorgfältig abgestimmt. Es versteht sich, dass man hiebei etwa an dem betreffenden Ort empfangbaren Rundfunkfrequenzen ans dem Wege geht. Die Entdämpfung bleibt während der Abstimmung fest angezogen. Genaue Abstimmung des Senders auf den vorher abgestimmten Empfänger macht sich im Telephon als Koppiungspfeifen bemerkbar.
Die Wahl der Arbeitsfrequenz kann aber in vielen Fällen auch mit Rücksicht auf die geologbchrn Verhältnisse am Untersuehungsort erfolgen, da je nach der Art der dort aneinandergrenzenden Gesteine und ihrem Zustand bald die eine, bald die andere Wellenlänge besonders geeignet ist, die vorhandenen Unterschiede anzuzeigen. Die Auswahl kann durch entsprechende Verstellung der Sende-und Empfangsschwingungskreise des Gerätes erfolgen, soweit nicht getrennte Untersuchungen zu diesem Zwecke mit einem besonderen Prüfgerät vorausgehen.
Mitunter ist es nicht unzweckmässig, sich auch der Mühe einer Verstellung des Abstandes SenderEmpfänger zu unterziehen, um auch in dieser Richtung einen Bestwert zu finden.
Hierauf erfolgt nach Lösen des Riegels 10 die genaue Einstellung des Minimumempfanges durch Schwenken des einen Teiles (S) mit dem Ferntrieb 8 und Schneckentrieb 9. Die richtige Stellung kann optisch und akustisch kontrolliert werden. Besonders wertvoll ist dabei auch die Empfindlichkeitsprüfung 31-33, wie oben angegeben.
Die Empfindlichkeitsprüfung wird weiterhin öfters wiederholt. Da Konstanz und gegenseitige Vergleichbarkeit aller Anzeigen wesentlich für die Arbeit sind, empfiehlt es sich, vor Beginn der Arbeit und Einstellung die Batterien schon eine Zeitlang einzuschalten, um sie in einen Gleichmässigkeitszustand eintreten zu lassen.
Die Empfindlichkeit des Empfängers wird mittels des Kondensators 18 eingestellt und bleibt während der Messungen unverändert. Das gleiche gilt für die Entdämpfung (Kondensator 19).
Man wird stets bestrebt sein, mit möglichst hoher Empfindlichkeit zu arbeiten, d. h. bei einer Einstellung, bei der bei Benutzung der Empfindlichkeitsprüfung 31-33 ein möglichst grosser Ausschlag erfolgt.
Dadurch, dass die beiden Galvanometer 25, 26 oder (gemäss Fig. 5) mindestens das hochempfind- liche Anzeigeinstrument 25 durch die Gegenstromschaltung 28 bzw. 28a unabhängig von der absoluten Grösse des gerade vorhandenen"Minimumstromes" (Restausschlages) jederzeit auf einen für das Arbeiten günstigen Skalenstrich eingestellt werden können, kann man die Empfindlichkeit sehr steigern, ohne Gefahr zu laufen, dass etwa an der Grenze des Mess- oder Anzeigbereiches die Feinheiten der Messung verlorengehen könnten.
Bei der Schaltung gemäss Fig. 1 (Galvanometerteil) werdrn zunächst einige Probemessungen im Gelände ausgeführt, wobei sich bald erweist, ob die Grundstellung der Zeiger brauchbar ist oder ob z. B. wegen Tendenz zu negativen Ausschlagen die Grundstellung durch Gegenstrom auf einen höheren Teilstrich zu verlegen ist. Gegebenenfalls wird durch Schaltung 27 die Empfindlichkeit des weniger empfindlichen Instrumentes 26 herabgesetzt.
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