AT158627B - Walzenkaliber für Pilgerschrittwalzwerke. - Google Patents

Walzenkaliber für Pilgerschrittwalzwerke.

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AT158627B
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  Walzenkaliber für Pilgersebrittwalzwerke. 



   Die üblichen Pilgerwalzenkaliber erhalten sowohl im exzentrischen wie auch im konzentrischen Teil eine starke   Flankenabschrägung.   Der Vorteil dieser Kalibrierung liegt darin, dass das Anpilgern leicht vonstatten geht und die Rohre keine Verletzungen und   Eindrüeke   durch die Kanten des Kalibers erhalten können. Die seitliehe Öffnung der Kaliber hat aber den Nachteil, dass Zonen geringeren Walzdruckes geschaffen werden, so dass Zerrungen im Walzgut entstehen, die zu Verwerfungen und Querbrüchen führen können, wenn der Vorschub ein bestimmtes Mass überschreitet. 



   Zur Behebung dieses Nachteiles wurde vorgeschlagen, das Kaliber mit möglichst geringen   Flankenabschrägungen   zu versehen, um dadurch eine   Vergleichmässigung   der Streckung über den Rohrumfang herbeizuführen. Dadurch wird die Anwendung grösserer Verschiebungen und damit das Walzen dünnwandiger Rohre ermöglicht. Da aber das natürliche Breitungsbestreben des Rohres durch die nichtgeöffneten Kaliberkanten gewaltsam gehindert wird, weisen die mit diesem Kaliber gewalzten Rohre meist mehr oder weniger tiefe   Eindrücke   auf, die auch, wenn sie günstigstenfalls nur noch als Zeichnung auf der Rohrwand erkennbar sind, die Güte, mindestens jedoch das Aussehen der Rohre im ungünstigen Sinne beeinträchtigen. Ein weiterer Nachteil des geschlossenen Kalibers besteht darin, dass das Anpilgern sehr erschwert wird. 



   Zur Vermeidung dieser Nachteile wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, den Angriffsteil des Kalibers mit einer solchen, beispielsweise normalen Flankenabschrägung zu versehen, die ein einwandfreies Anpilgern ermöglicht. Die   Abschrägung   wird im weiteren Verlauf des   Kalibermaules   derart verringert, dass das Kaliber zu Beginn des konzentrischen Teiles nur noch wenig   abgeschrägt   ist. Es wird damit ein Kaliberteil geschaffen, welcher in bekannter Weise das Rohr möglichst vollständig   umschliesst   und damit die Vorteile einer   Vergleichmässigung   der Streckung besitzt.

   Für den weiteren Teil des Polierkalibers werden die Flanken jedoch wieder nach der Kaliberaustrittsseite zu geöffnet, so dass am Ende des Polierteiles die   Flankenabsehragung   innerhalb des konzentrischen Teiles ihren grössten Wert erreicht. 



   Durch diese Walzenkalibrierung wird das im Kalibergrund des ersten Teiles der Polierfläche gewalzte Rohr bei der nächsten Drehung in die Zone der   abgeschrägten   Polierlänge gedreht und damit den schädlichen Einwirkungen der Flanken nicht mehr ausgesetzt. Umgekehrt werden die von den Flanken des ersten Teiles der   Polierfläche   bearbeiteten und dadurch mit kleinen   Eindrücken   versehenen Rohrteile bei der nächsten Walzenumdrehung in den Kalibergrund genommen, wo die Eindrücke ausgewalzt werden. 



   Die   Abschrägung   zu Beginn des Kalibermaules ist zweckmässig   350 oder   darunter auszuführen. 



  Diese   Abschrägung   verringert sich allmählich bis zum Übergang in die Polierfläehe beispielsweise auf   10  und   darunter, um im weiteren Verlauf der Polierfläche wieder bis zu etwa 35  anzusteigen. Die Abnahme der   Flankenabschrägung   im Polierteil des Kalibers kann stetig oder auch stufenweise erfolgen. 



   Die vorteilhafte Wirkung des Kalibers ist nicht unbedingt gebunden an die Einhaltung eines kleinsten   Abschrägungswinkels   von 10  an dem Übergang vom exzentrischen zum konzentrischen Kaliberteil. Das Wesen und Hauptmerkmal der Erfindung liegt vielmehr in der zunehmenden   Abschrägung   des Kalibers vom Beginn bis zum Austritt des Polierteiles. 



   Auf der Zeichnung ist ein Kaliber gemäss der Erfindung dargestellt. Aus den Schnitten 1,   1I,     Ill   sind die in Frage kommenden Abschrägungswinkel deutlich zu ersehen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Walzenkaliber für Pilgerschrittwalzwerke, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaliber im Übergang vom exzentrischen zum konzentrischen Teil möglichst wenig abgeschrägt ist und dass die Abschrägung im Polierteil nach der Seite des Walzenaustrittes zu stetig oder stufenweise wieder vergrössert wird.
    2. Pilgerwalzenkaliber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschrägungswinkel EMI2.1 EMI2.2
AT158627D 1938-05-14 1938-05-14 Walzenkaliber für Pilgerschrittwalzwerke. AT158627B (de)

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