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Einrichtung zum Ausgleich der Messfehler von trockenen Vierkammergasmessern mit Schieber- steuerung und liegender Kurbelwelle.
Es ist bekannt, bei trockenen Vierkammergasmessern mit Schiebersteuerung und liegender
Kurbelwelle zum Zwecke der Verbesserung der Messgenauigkeit bei steigender Belastung einen Vor- absehluss des Einlasses oder Auslasses vor der Membranumkehr durch eine Verlängerung der den
Einlass oder Auslass steuernden Kanten eines oder beider Schieber vorzusehen. Diese vergrösserten
Schieberiiberdeckungen haben jedoch den Nachteil, dass ein Nachregeln der Fehlanzeige bei solchen Messern, welche trotz ausreichender im voraus für die betreffende Messerreihe in einer die Messfehlerkurve aufrichtenden Grösse festgelegten Schieberüberdeckungen eine schlechte Messfehlerkurve aufweisen, unmöglich ist.
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieses Übelstandes, u. zw. dadurch, dass der eine Schieber von der Kurbelwelle aus, der andere Schieber dagegen unmittelbar vom zugehörigen Membranstangenarm angetrieben wird und in die Kurbelwelle zwischen dem Kurbelarm für die Treibstange des den einen Schieber gleichzeitig bewegenden Membranstangenarmes einerseits und dem Kurbelarm für die
Treibstange des andern Membranstangenarmes anderseits eine Winkelverstelleinriehtung für die beiden
Kurbelwellenteile eingeschaltet ist. Es wird auf diese Weise ein Voreilen des einen Schiebers gegenüber einem in üblicher Weise angetriebenen erreicht, ohne dass die Bewegung des andern Schiebers beeinflusst wird. Dieser sperrt daher erst beim Erreichen der Membrantotpunktstellung die Gaskanäle ab.
Die Einstellung eines mehr oder weniger grossen Voreilens des einen Schiebers vor der Membranumkehr gestattet ein Nachregeln jener Messer, welche aus irgendwelchen Gründen eine schlechte Messfehlerkurve aufweisen. An sich kennt man bereits bei Schiebergasmessern mit stehender Kurbelwelle mit von einem Kurbelzapfen aus angetriebenen Schiebern eine Winkelverstelleinrichtung für den mit den Membranstangenarmen verbundenen Kurbelarm, wobei ein Voreilen beider Schieber bewirkt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. 1 zeigt eine Oberansicht eines geöffneten Gasmessers mit zwei Membranen und vier Messkammern, Fig. 2 eine schaubildliehe Ansieht der Schieberverstelleinriehtung und Fig. 3 eine schematische Darstellung der'Schiebersteuerung.
Der linke Schieber 1 wird von dem die liegende Kurbelwelle 2 a, 2 b über die Treibstange 3 antreibenden Membranstangenarm 4 unmittelbar durch den in ihn eingreifenden Zapfen 5 und der rechte Schieber 6 von der Kurbelwelle aus über die Treibstange 7 und den bei 8 drehbar gelagerten Hebel 9 angetrieben. Die Schieberstange 10 a greift mit einem Zapfen 10 in einen Schlitz des Hebels 9.
Der Membranstangenarm 11 arbeitet über eine Treibstange 12 auf den Kurbelarm 13 der Kurbelwelle. Der mit dem Arm 4 zusammenarbeitende Kurbelarm 14 schliesst mit dem den Schieber 6 antreibenden Kurbelarm 15 einen unveränderlichen Winkel von 900 ein. Zwischen dem die beiden Kurbelarme 14 und 15 tragenden Kurbelwellenteil 2. a und dem den Kurbelarm 13 tragenden Kurbelwellenteil 2 b ist eine Winkelverstelleinrichtung für die beiden Wellenteile eingeschaltet. Sie kann von an sich bekannter beliebiger Bauart sein.
Gemäss Fig. 2 ist beispielsweise auf dem Teil 2 b ein am freien Ende mit einem Führungsschlitz 16 versehener Kurbelarm 17 befestigt und ein zweiter am freien Ende nur mit einer Bohrung versehener Kurbelarm 18 drehbar aufgesetzt. Der Zapfen 19 des Kurbelarmes 15 durchgreift beide Arme 17 und 18
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und er dient zur festen Verbindung aller drei Arme mittels der Schraubenmutter 20. In der Normalstellung schliessen die Arme 14 und 13 einen Winkel von 900 ein. Verstellt man den Arm 17 gegenüber dem Arm 18, so kann man den Winkel zwischen den Armen 13 und 14 vergrössern, was ein Voreilen des linken Schiebers 1 gegenüber der den Arm 11 bewegenden Membran zur Folge hat. Die Grösse dieses Voreilens kann durch eine am Kurbelarm 17 angeordnete Teilung kenntlich gemacht werden.
In der Normalstellung, d. h. bei einem Winkel von genau 900 zwischen den Armen 13 und 14 fällt die Mittelstellung des linken Schiebers 1 mit der Endstellung der den Arm 11 antreibenden Membran
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sich in der Endstellung der den Arm 11 antreibenden Membran der Arm 14 bereits in der gestrichelten Stellung 14 a, während der Arm 13 seine Stellung in der Membranendstellung nicht verändert hat. Der Schieber J ! eilt somit der Bewegung der den Arm 11 antreibenden Membran gegenüber vor. Infolge der Winkelverstellung des Teiles 2 a befindet sich der Arm 15 für den Schieber 6 ebenfalls in der ge-
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einen festen Winkel von 90 0 einschliessen, so fallen die beiden Endstellungen der den Arm 4 bewegenden Membran stets genau mit der Mittelstellung des rechten Schiebers 6 zusammen.
Entsprechend der Stellung nach Fig. 3 eilt auch in der inneren Endstellung der den Arm 11 antreibenden Membran der linke Schieber 1 gegenüber der Membranbewegung vor.
Selbstverständlich kann man die Winkelverstelleinriehtung 17, 18 auch in den Kurbelarm 13 verlegen, wobei dann der einfache Kurbelarm an die Stelle der Kurbelarme 17, 18 gesetzt werden muss.
Ein Schiebervoreilen erhöht infolge der Drosselung des Einlassquersehnittes den Druckverlust des Messers. Beim linken Schieber 1 wird der Hub des Schiebers durch mit dem Schieber unmittelbar verbundenen Ausschlag des Armes 4 bestimmt. Da der rechte Schieber 6 jedoch von der Kurbelwelle aus angetrieben wird, so kann zur Erzielung einer Verminderung des Druckverlustes der Hub des rechten Schiebers 6 gegenüber dem Hub des linken Schiebers 1 durch Wahl entsprechend grosser Kurbelarmlängen vergrössert werden, was natürlich grössere Querschnitte der Rostdurchgänge bedingt.
Werden gleich grosse Roste für beide Schieber 1 und 6 gewünscht, so kann man auch den linken Rost entsprechend dem rechten Rost grösser wählen, wobei dann eben der linke Schieber 1 infolge des geringeren Hubes diesen Rost nicht vollständig ausnutzt.
Ausser bei hintereinander liegendem Schieber kann die Erfindung auch bei andern Lagen der Schieber angewendet werden, so z. B. auch bei parallel nebeneinander liegenden und senkrecht zur Längswand des Gasmessers arbeitenden Schiebern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Ausgleich der Messfehler von trockenen Vierkammergasmessern mit Schiebersteuerung und liegender Kurbelwelle, dadurch gekennzeichnet, dass der eine Schieber (6) von der Kurbelwelle (2 a) aus, der andere Schieber (1) dagegen unmittelbar vom zugehörigen Membranstangenarm (4) angetrieben wird und in die Kurbelwelle (2 a, 2 b) zwischen dem Kurbelarm (14) für die Treibstange (3) des den Schieber (1) gleichzeitig bewegenden Membranstangenarmes (4) einerseits und dem Kurbelarm (13) für die Treibstange (12) des andern Membranstangenarmes (11) anderseits eine Winkelverstelleinriehtung für die beiden Kurbelwellenteile (2 a, 2 b) eingeschaltet ist.