<Desc/Clms Page number 1>
Kreiselpumpe mit Elltlüttlmgspumpe.
Die Erfindung betrifft eine mit einer Entluftungspumpe verbundene Kreiselpumpe. Bei diesen ist es üblich, sowohl die Kreiselpumpe als auch die Entlüftungspumpe an die Welle des antreibenden Motors anzukuppeln. Die Entlüftungspumpe kann dabei beispielsweise oberhalb des Motors angeordnet sein.
Wenn die Kreiselpumpe das Fördermittel nach vorherigem Entlüften des Saugrohres selbst ansaugt, wird sie zumeist nur gegen niedrige Drücke fördern. Im Bedarfsfalle kann man aber auch die zu fördernde Flüssigkeit der Pumpe unter Druck zulaufen und die Pumpe gegen einen höheren Druck fördern lassen. Dabei muss die Pumpe bisweilen mit einer über 100% höheren Drehzahl betrieben werden. Da der Leistungsbedarf einer Pumpe bei Drehzahlerhöhung mit der dritten Potenz steigt, würde, wenn man die dabei nicht benötigte Entlüftungspumpe stets leer mitlaufen liesse, das eine beträchtliche Erhöhung des Leistungsbedarfes bedeuten.
Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, die Entlüftungspumpe mittels einer mechanischen Kupplung abschaltbar zu machen. Derartige Kupplungen sind aber beispielsweise dann nicht anwendbar, wenn die Pumpen als Lenz-und als Feuerlöschpumpen auf Schiffen gebraucht werden, da sie dort zumeist in unzugänglichen engen Räumen Aufstellung finden. Denn mechanische Kupplungen benötigen zu ihrer Betätigung Gestänge für den axialen Bewegungshub, die einer dauernden Überwachung und Wartung bedürfen, wenn sie einwandfrei arbeiten sollen. Ihre Verwendung stösst beim Sehiffsbetrieb besonders dann auf Schwierigkeiten, wenn die Kupplung selbsttätig ein-und ausgerückt werden soll, da die hiefür notwendigen besonderen mechanischen Vorkehrungen einen umfangreichen Platz beanspruchen.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile durch den Einbau einer elektromagnetischen Kupplung zwischen Kreisel und Entlüftungspumpe.
Bei der Verwendung einer solchen Kupplung kann von jeder beliebigen Stelle aus und in einfachster Weise die Entlüftungspumpe abgeschaltet werden. So kann beispielsweise der Schaltkontakt für die Kupplung mit dem Regelanlasser des Antriebsmotors oder mit einem Fliehkraftregler verbunden sein, so dass die Entlüftungspumpe zwangsläufig abgeschaltet wird, wenn eine bestimmte Drehzahl überschritten wird. Die Kupplung kann auch durch einen Schaltkontakt betätigt werden, der mit dem Ventil verbunden ist, mit dem die Pumpe vom Selbstansauge-auf Zulaufbetrieb umgeschaltet wird. Ferner können die Druckänderungen in der Saug-oder Druckleitung zum Ein-und Abschalten der Kupplung Verwendung finden.
In den Abbildungen ist die Erfindung und deren Anwendung beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 eine Anordnung, bei der die Abschaltung der elektromagnetischen Kupplung entweder von Hand oder entsprechend der Regelung der Motordrehzahl erfolgt, Fig. 2 eine Ausführung, bei der die Abschaltung entsprechend der Einstellung des Umschaltventils auf der Saugseite erfolgt, Fig. 3 eine Anordnung, bei der die Abschaltung durch den Druck in der Saugleitung gesteuert wird, Fig. 4 eine Anordnung, bei der die Abschaltung durch den Druck in der Druckleitung gesteuert wird, Fig. 5 die Abschaltung mittels eines Fliehkraftreglers.
Auf dem einen Ende der Welle des Motors 1 sitzt die Kreiselpumpe 2 mit dem Saugstutzen 3 und dem Druckstutzen 4, auf dem andern Ende ist über die elektromagnetische Kupplung 5 die Entlüftungspumpe 6 beliebiger Bauart angekuppelt. Die Kupplung 5 wird durch Zu-oder Abschalten
<Desc/Clms Page number 2>
einer Stromquelle 7 betätigt. Das Schalten erfolgt im einfachsten Falle durch den Handschalter 8, der über die Leitungen 9 und 10 mit der Kupplung 5 verbunden ist.
Es hat sich als besonders zweckmässig herausgestellt, die Kupplung in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kreiselpumpe abzuschalten. Die Drehzahlregelung des Motors 1 geschieht durch den
EMI2.1
die in der Fig. 1 beispielsweise gezeigte Stellung erreicht hat und dann zur Erhöhung der Motordrehzahl noch weiter nach rechts gedreht wird, dann gleitet ein an ihm angebrachter Kontakt von der Kontaktschiene 15 ab und öffnet damit den Stromkreis M, 10, 9,7, so dass der Magnet der Kupplung 5 stromlos und die Entlüftungspumpe 6 ausgeschaltet wird.
Fig. 2 zeigt eine andere Anordnung. An den Saugstutzen 3 der Pumpe 1 ist über ein Umschaltventil 16 entweder das Saugrohr 77 oder ein Rohr 20, durch das die zu fördernde Flüssigkeit der Pumpe unter Druck, beispielsweise aus einem Behälter 18 zuläuft, angeschlossen. Die Kupplung 5 wird durch einen Kontaktarm 19 gesteuert, der mit dem Umschaltventil16 zwangsläufig gekuppelt ist. Wenn die Pumpe selbst ansaugt, ist der Stromkreis über 19, 10, 7 und 9 geschlossen und die Kupplung eingeschaltet. Wird (dagegen das Umschaltventil16 so verdreht, dass die Pumpe mit Zulauf aus dem Rohr 20 arbeitet, so nimmt der Kontaktarm 19 eine solche Stellung ein, dass die Kupplung 5 abgeschaltet ist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung geschieht das Abschalten der Kupplung 5 durch eine auf den Druck in der Saugleitung 17 ansprechende Vorrichtung 21, die in beliebiger Weise, z. B. als Membrane, als Kolben, als Schwimmer, als Stauscheibe od. dgl. ausgebildet sein kann. Arbeitet die Kreiselpumpe 2 selbstansaugend, so ist der Druck in der Saugleitung 17 niedriger als dann, wenn der Pumpe 2 die zu fördernde Flüssigkeit aus dem Behälter 18 zuläuft.
Nach der Fig. 4 erfolgt die Abschaltung in Abhängigkeit von dem Druck, der in der Vorrichtung 22 in der Druckleitung 23 herrscht. Je nachdem, ob die Pumpe 2 gegen niederen oder hohen Druck arbeitet, ist die Kupplung durch den Kontakt der Vorrichtung 22 ein-oder abgeschaltet.
Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 5, bei der ein Fliehkraftregler 24 vorgesehen ist, der auch in die Kupplung 5 eingebaut sein kann. Dieser bewirkt das Abschalten der Hilfspumpe 6 beim Überschreiten einer bestimmten Drehzahl.
Da die Stromaufnahme des Antriebsmotors mit der dritten Potenz der Drehzahl steigt, kann für das Ein-und Ausrücken der Kupplung auch eine in den Stromkreis des Motors eingeschaltete elektromagnetische oder elektrothermische Vorrichtung 25 dienen, die ebenfalls in der Fig. 5 gezeigt ist.
Diese Vorrichtung schaltet beim Überschreiten einer bestimmten Stromstärke die Kupplung ab.