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Synchronisierung von Seheibenzerlegern.
Die Erfindung bezieht sich auf Fernsehempfänger nach dem Zeilensprungverfahren. Wenn die Zahl der Zeilen pro Bild gegen 400 oder mehr beträgt, ist es aus praktischen Gründen nötig, dass die Zerlegerscheibe mehr als eine Umdrehung pro Teilbild ausführt, also im Falle von zwei Teilbildern wenigstens N = 4 Umdrehungen pro Bild. Im folgenden ist N = 4 und eine Zeilenfrequenz f voraus- gesetzt.
Es ist bekannt, dass für den Einsatz der Bildwechselstösse beim Zeilensprungverfahren eine so hohe Präzision verlangt wird, wie sie nur durch besondere Methoden sichergestellt werden kann. Das Verhältnis zwischen Bildwechselzahl und Zeilenstosszahl muss unverrückbar konstant und der Einsatz beider Zeichen voneinander völlig unabhängig sein. Die vielfach übliche Art, den Bildwechselimpuls aus irgendeinem elektrischen Antriebsstromkreis der Scheibe herzuleiten, ergibt keine ausreichende Präzision und damit kein genügend ruhiges Stehen der beiden Bildraster ineinander. Die beste Bildruhe erhält man mit der in der Zeichnung dargestellten rein optischen Methode der Zeichenerzeugung.
In der Zeichnung ist 8 die Zerlegerscheibe, auf der die Abtastlöeher in einer vierfachen Spirale (nicht gezeichnet) angeordnet sind und ferner zum Zwecke der Synchronisierung zwei Gruppen von Öffnungen, nämlich erstens der Schlitzkranz 6 für die Zeilenstösse und zweitens der Schlitz 9 für den Bildweehsel. Jede dieser beiden Sehlitzarten wird durch eine besondere Einrichtung beleuchtet. Die Lampe 1 (11) wirft über eine Kondensorlinse 2 (12) Licht auf eine Blende 3 (13), die durch eine Abbildungslinse 4 (14) scharf auf die Scheibe 8 abgebildet wird. Diese Abbildung wird dabei in solchem Massstabe vorgenommen, dass das auf der Scheibe 8 entstehende Bild der Blenden kleiner ist als die Radialhöhe der Schlitze.
Dadurch wird erreicht, dass ein Schwirren der Scheibe keinen merklichen Einfluss auf die Amplitude des Lichtzeichen hat. Tangential wird die Dimension des Zeilenlichtpunktes gleich gemacht dem Abstand zwischen zwei Schlitzen. Dadurch entsteht eine angenähert sinusförmige Kurve des Photozellenstromes.
Bei der Bildwechseloptik liegen prinzipiell gleiche Verhältnisse vor. Der Bildwechselschlitz 9 enthält radiale Speichen. Diese werden kleiner gemacht als die Flächen der Leuchtfigur, nämlich des durch 14 gebildeten Abbildes von Blende 13. Der Lichtkreis wird ins Innere des Schlitzes hinein scharf abgebildet und ist auch wieder um etwa 1 tKm kleiner als die zirka 4 mm hohe Fensteröffnung 9.
Für Zeile und Bild werden zwei ganz verschiedene elektrische Verarbeitungsmethoden verwendet, u. zw. für den Zeilenstrom x, der in der Photozelle 21 in einen Steuerton umgeformt wird, das Sinusimpulsverfahren und für den Bildwechselstoss y das aperiodische Verfahren.
Der hinter dem Sehlitzkranz 6 durch Unterbrechung des Lichtes entstehende Steuerton ist gleich der N = 4fachen Frequenz des Zeilenwechsels. Er wird über scharf selektive Resonanzkreise 22 und Sehirmgitterverstärker 23 ausreichend verstärkt. Die Bandbreite wird sehr gering gehalten. Dadurch wird die Vertikallinie geglättet und Störungen ausgefiltert. Ein Frequenzreduktor 24, bestehend aus einer auf Zeilenfrequenz selbst schwingenden Fünfpolröhre, wird mittels eines zweiten Gitters durch den Steuerton 4 ; synchronisiert und liefert in ihrem Anodenkreis einen Sinuston von Zeilenfrequenz.
Ein besonderer Sinusimpulsformer 34, der auf der Steuerung zweier Gitter einer Röhre in fast entgegengesetzter Phase beruht, wandelt diese Frequenz um in einen Steuerimpuls am Ende jeder Zeile, dessen Dauer durch den phasenverschiebenden R-Kreis geregelt werden kann.
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Als beste Methode für den Bildwechselimpuls erwies sich eine einfache periodische Verstärkung des von der Photozelle 31 gelieferten Stromstosses durch einen Widerstandsverstärker 33. Hiebei muss jedoch folgender Kunstgriff angewendet werden : Da die Scheibe sich N-mal pro Bild dreht, so liefert sie mehr Bildwechselimpulse als gebraucht werden, bei viermaliger Drehung 4, während nur zwei gebraucht werden. Man könnte, wie bereits bekannt geworden ist, das Signallicht 11 durch eine rotierende Blende unterbrechen. Es wird jedoch die Aufgabe einfacher durch einen Transformator 41 gelöst, der der Photozelle. 31 Anodenweehselspannung gibt. In der negativen Halbwelle dieser durch 46, 42 von Oberwellen befreiten Anodenspannungskurve fällt daher das Bildwechselzeichen aus.
An Stelle dieser einfachsten Schaltung kann natürlich auch der Netzwechselstrom in den Ver- stärker 33 eingeführt werden. Es ist auf zahlreiche Arten möglich, die Frequenzreduktion der Bildwechselzeichen durch Einführung des Netzstromes in den Zug des Bildwechselverstärkers zu bewirken.
Besondere Sorgfalt ist der Mischungsröhre 35 zuzuwenden, welche die nunmehr fertigen Bildund Zeilenimpulse miteinander auf derselben Leitung 36 zu vereinigen hat. Man verwendet hier eine Doppelmodulatorschaltung in Form einer Fünf- oder Sechspolröhre, deren hintereinanderliegende Steuergitter mit der einen bzw. ändern Zeichengruppe gespeist werden. Durch eine besondere Überleitung 38 kann dabei eine kurz vor dem Einsatz des Bildwechselstosses beginnende Unterdrückung der Zeilenstösse vor sich gehen, wodurch die gegenseitige Störung der beiden Zeichengruppen noch besser verhindert wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur optischen Erzeugung von Synchronisierimpulsen für Fernsehzweeke mittels
EMI2.1
und getrennte Einrichtungen für Bildabtastung, Zeilensynehronisierimpulserzeugung (1, 2, 3, 4, 21) und Bildweehselsynchronisierimpulserzeugung (11, 12, 13, 14, 31) besitzt, wobei n eine ganze Zahl und grösser als 1 ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Abtastscheibe (8) die Zahl der für die Erzeugung der Zeilensynehronisierimpulse bestimmten Schlitze bzw. Löcher gleich der Zahl der Abtastlöcher (6) und auf einem einzigen Kreis angeordnet ist, während zur Erzeugung der Bildsynchronisierimpulse mindestens ein besonderer Schlitz (9) auf der Scheibe vorgesehen ist.