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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zum Belüften von Schutt gut, insbesondere von organischen Stoffen, z. B. Getreide, bei dem die Luft wechselweise in entgegengesetzter Richtung durch das Schüttgut hindurchgeleitet wird. Bei einem bekannten derartigen Verfahren wird entweder nur mittels Druckluft oder nur mittels Saugluft belüftet, wozu entweder die Unterbringung des Schüttgutes in einem allseits nach aussen abgeschlossenen Raume oder, bei auf dem Boden offen gelagertem Schüttgut, die Anordnung von zwei Belüftungskanalsystemen im Schuttgut, je eines für jede Luftführungsrichtung, erforderlich ist.
Gemäss der Erfindung wird die Belüftung in der einen Richtung mittels Druckluft und in der ändern Richtung mittels Saugluft durchgeführt,
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(Klappen od. dgl.) eingebaut, die ihren wahlweisen Anschluss an die Druckseite oder an die Saugseite des Gebläses ermöglichen.
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Die Belüftung kann nun gemäss der Erfindung durch diese Fallrohre erfolgen.
Zu diesem Zweeke sind erfindungsgemäss die Fallrohre über den einzelnen Lagerböden mit feinen Durchbrechungen versehen, die den Durchtritt der Luft gestatten, den Durchtritt von Lagergut aber verhindern. Zweckmässig sind die Fallrohre an den durchbrochenen Stellen von einem Gehäuse umgeben, an das Verteilungsleitungen beliebiger Art angeschlossen sind. In dem Gehäuse sind vorteilhaft Regelmittel, z. B. Klappen, angeordnet, die den Luftaustausch zwischen den Fallrohren, oder den sie umgebenden Gehäusen und den Verteilungsleitungen steuern.
Bei Verteilungsleitungen die aus Hauptleitungen und an diese angeschlossene Zweigleitungen bestehen, sind aus den Hauptleitungen Öffnungen ausgeschnitten, in die die anzuschliessenden Zweigleitungen eingesteckt und sodann verschwenkt werden, so dass sie sich abdichtend an die Ränder der Öffnungen der Hauptleitung anlegen und mit der Hauptleitung einen stumpfen Winkel einschliessen.
Die Zweigleitungen besitzen hiebei an ihren einen Enden einen oder mehrere hakenförmige Vorsprünge, mit denen sie sich von innen her gegen die Ränder der Hauptleitung abstützen.
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dem Einfluss ihres Eigengewichtes die gestrichelt angedeutete Lage einnimmt, sich jedoch in die in vollen Linien gezeichnete Stellung bewegt, sobald Druckluft durch den Stutzen 21 gegen die Leitung 2 gefördert wird.
Über den oberen Enden der Fallrohre 2 ist ein windgetriebener Rotor 24 angeordnet.
Dadurch wird erreicht, dass durch den Rotor 24 ständig durch die Rohre : 2 Luft abgesaugt wird, die von dem Lagergut über die Verteilungsleitungen 11 die Gehäuse 10 und die Schlitze 9 in die Rohre 2 gelangt. Anderseits kann durch Inbetriebnahme des Drucklufterzeugers 2. 2 Über die Stutzen 21 Druek- luft in die Rohre 2 eingeleitet werden, die über die Schlitze 9 und die Gehäuse 10 in die Verteilerleitungen 11 gelangt und von dort aus in das Lagergut übertritt, z. B. um bei feuchtem Lagergut eine Trocknung herbeizuführen.
Durch die Klappen 12 wird hiebei ermöglicht, einzelne Teile des Lagergutes für sich zu belüften, oder die Belüftung an den einzelnen Stellen in verschiedenem Masse durchzuführen oder solches Lagergut, das keiner Belüftung bedarf oder bei dem eine Belüftung schädlich ist, z. B. Malz. von dem Luftstrom abzuschliessen.
Durch die Verwendung der Rohre.'2 zur Belüftung des Lagergutes wird die Benutzung derselben zum Einfüllen, Überleiten oder Entnehmen von Lagergut in keiner Weise beeinträchtigt.
Durch Verstellen der Klappen 6 oder der Schieber 7 der Verteilerstutzen 3 kann wie bei be- kannten Anlagen der Lauf des durch die Rohre 2 zugeführten Gutes geregelt werden.
Die Luftverteilung in den einzelnen Speicherräumen kann in bekannter Weise durch am Boden verlegte Leitkörper erfolgen, welche durch kleine Stützen vom Boden entfernt, den Luftein-und austritt gewährleisten. Bisher wurden diese Leitkörper im Winkel von 900 zum Hauptrohr verlegt, u. zw. in der
Weise, dass am Hauptrohr Stutzen von einigen Zentimetern Länge angebracht waren, über welche die
Leitkörper geschoben wurden. Es hat sieh dabei gezeigt, dass auch für die Luftführung im Inneren des Hauptrohres Lenkbleche angeordnet werden müssen, um die Luft in die Zweigleitungen abzulenken.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 11,12 und 13 sind nun aus dem Hauptrohr 11 Öffnungen 17 (Fig. 13) ausgeschnitten, die etwas grösser sind als der Querschnitt der Nebenleitungen 18. Diese werden, wie in Fig. 11 gestriehelt angedeutet, erst im Winkel von 900 zum Hauptrohr in die Öffnungen 17 eingeschoben und dann in die in vollen Linien gezeichnete Lage verschwenkt, wobei sich ihre Seiten- wandungen fest gegen die Kanten der Öffnungen 17 anlegen. Da hiebei die Seitenwandungen leicht zusammengedrückt werden, drückt sieh, wie in Fig. 13 gestrichelt angedeutet, das Dach 19 der Neben- leitungen 18 derart in die Höhe, dass es am oberen Rand des betreffenden Ausschnittes 17 des Haupt- rohres 11 zur Anlage kommt.
Die Nebenleitungen liegen dadurch so dicht an dem Hauptrohr an, dass ein Hineinfallen von Körnern in dasselbe als ausgeschlossen bezeichnet werden kann. Die Leitkörper 18 erhalten zweckmässig an der einen Seite (oder auch beidseitig) einen Vorsprung 20, der sich beim Schräglegen auf der Innenseite gegen den Rand der Ausschnitte 77 des Hauptrohres anlegt.
Dadurch, dass die Nebenleitungen 18 infolge ihrer Schräglage mit ihrer einen Seite in das Haupt- rohr 11 hineinragen, werden besondere Ablenkbleche vermieden und auf einfachste Weise ein Auf- fangen des Luftstromes und eine günstige Fmleitung desselben in die Nebenleitungen erreicht.
Die Fig. 14, 15, 16 und 17 stellen dieselbe Lüftungsanordnung mit rechteckigem Fallrohr und seitlich gerückten Verteilungsleitung dar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Belüften von Schüttgut, insbesondere von organischen Stoffen, bei dem in bekannter Weise die Luft wechselweise in entgegengesetzter Richtung durch das Schüttgut hindurch-
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