AT157315B - Gleitlager mit auf der Welle aufgebrachten Nichtmetallen, z. B. Kunststoffen, Gummi, Harthölzern. od. dgl. - Google Patents
Gleitlager mit auf der Welle aufgebrachten Nichtmetallen, z. B. Kunststoffen, Gummi, Harthölzern. od. dgl.Info
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<Desc/Clms Page number 1> Gleitlager mit auf der Welle aufgebrachten Nichtmetallen, z. B. Kunststoffen, Gummi, Harthölzern od. dgl. Um bei der Verwendung von Nichtmetallen, wie z. B. Kunststoffen, Gummi, Hartholz od. dgl., eine gute Ableitung der auftretenden Lagerwärme zu erzielen, ist vorgeschlagen worden, den Kunst- stoff nicht als stillstehende Büchse oder Einkleidung im Lagergehäuse, sondern unmittelbar auf, der Welle aufzubringen und mit dieser umlaufen zu lassen. Das Aufbringen dieser Kunststoffschicht auf die Welle ist jedoch schwierig, denn entweder muss der Kunststoff nach dem Aufbringen mit der Welle zusammen in einer Form od. dgl. einer Nachbehandlung mittels Wärme oder Druck unterzogen werden, oder es müssen fertig hergestellte Kunststoffbüchsen aufgezogen werden, deren Befestigung auf der Welle, zumal bei hoher Lagertemperatur, dauernd zu Beanstandungen Veranlassung gibt. Um nun das Aufbringen von Nichtmetallschichten auf die Wellen oder Zapfen zu erleichtern, wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, entweder die Kunststoffschicht aus einzelnen Segmenten zusammenzusetzen, die vor dem Aufbringen auf die Welle oder auf eine Zwischenbüchse fertig hergestellt sind, oder die Kunststoffschicht auf besondere Metallbüchsen aufzubringen, die dann in bekannter Weise auf die Welle aufgezogen werden. Es entfällt hiemit die Fertigbearbeitung auf der Welle, ausserdem können in einfacher Weise bei einem Verschleiss die Kunststoffschichten erneuert werden. Da derartige Lager besonders bei Walzwerken benutzt werden, können die mittels Nuten oder Schrauben auf der Welle befestigten Segmente Zwischenräume zwischen sich bilden, die zur Zuführung von Kühlluft oder Kühlflüssigkeit dienen. Ebenso können die in beliebiger Weise mit Kunststoff umhüllten Metallbüchsen Aussparungen für Kühlzwecke besitzen. Bei Walzenlager ist ferner von Wichtigkeit, die axialen Drücke durch den festen Lagerkörper aufzufangen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Axialdrücke durch einen Ring aufgenommen werden, der aus einem nichtmetallischen Stoff, z. B. aus Kunstharz, Gummi, Hartholz od. dgl., besteht und der zwischen dem festen Lagerkörper und der Stirnfläche der Welle angeordnet ist. Auf diese Weise kann die entstehende Wärme gut durch den Lagerkörper abfliessen. Der Ring hat ausserdem den Zweck, die Lagerstelle gegen verunreinigtes Wasser und sonstige schädliche Stoffe, wie Walzensinter u. dgl., zu schützen. Dieser Vorteil verhütet den bisher schnellen Verschleiss der Lagerflächen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Kühlwasser nicht auf die eigentliche Arbeitsfläche der Walzenballen kommt und so auch das Walzgut davon verschont bleibt. Auf der Zeichnung sind schematisch mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 zwei verschiedene Formen der Kunststoffumhüllung im Querschnitt und Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Lager. Nach Fig. 1 sind auf die Welle a mehrere Segmente d aus einem nichtmetallischen Werkstoff aufgebracht, u. zw. derart, dass Zwischenräume e zwischen den einzelnen Segmenten entstehen, die zur Kühlung des Lagers durch Luft oder auch zur Zuführung von Kühlflüssigkeiten dienen können. Selbstverständlich kann die Kunststoffschicht der Lagerstelle nach dem Befestigen aller Segmente noch durch Drehen oder Schleifen auf das genaue Mass fertig bearbeitet werden. Ebenso können die Segmente die Welle auch ganz umhüllen. Nach Fig. 2 ist die Kunststoffschicht f auf eine Metallbüchse 9 aufgebracht und fertig bearbeitet. Die Büchse wird dann mit dem Kunststoff auf dem Zapfen a befestigt und durch Verschraubung, Keile od. dgl. gegen Verdrehen gesichert. Die Metallbüchse 9 kann Aussparungen h besitzen, die die <Desc/Clms Page number 2> Bearbeitung verbilligen und zu Kühlzwecken benutzt werden können. Selbstverständlich kann die Kunststoffschicht oder das einzelne Segment irgendwelche Metalleinlagen zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit besitzen. Auch kann sinngemäss der Zapfen mit seiner Umhüllung stillstehen und das Lagergehäuse sich drehen. In Fig. 3 ist ein Lager zur Aufnahme der Axialdrüeke dargestellt, wobei ebenfalls eine gute Wärmeableitung an den Lagerkörper stattfindet. Auf dem Zapfen a befindet sich ein oberes und unteres Traglager mit den Einbaustücken und während auf dem Zapfen selbst oder mittels einer auf ihm aufgezogenen Stahlbüchse m. die Kunststoffschicht b fest aufgebracht ist. Zwischen dem festen Lagerkörper k, l und der Stirnfläche 0 der Walze p ist erfindungsgemäss ein Ring q aus Kunststoff od. dgl. gelegt, der mit der Stirnfläche der Walze fest verbunden sein kann. Zwischen dem Lagerkörper und dem Kunststoffring kann auch noch ein Stützring r angeordnet sein, dessen nach dem Walzenballen zugekehrte Fläche als Gleitfläche für den Kunststoffring dient. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Gleitlager mit auf der Welle aufgebrachten Nichtmetallen, z. B. Kunststoffen, Gummi, Harthölzern od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass zur Erleichterung des Aufbringens die Nichtmetallschicht entweder aus einzelnen, auf der Welle befestigten Teilen (Segmenten) besteht oder auf eine besondere Metallbüchse (g) aufgebracht ist.
Claims (1)
- 2. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle ganz oder teilweise von den Segmenten umhüllt ist.3. Gleitlager nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente mittels schwalbenschwanzfönniger Nuten, Schrauben od. dgl. auf der Welle befestigt sind.4. Gleitlager nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den einzelnen Segmenten (d) Zwischenräume (e) zur Bildung von Kühlkanälen für Luft oder eine Flüssigkeit angeordnet sind. Ï. Gleitlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Kunststoff (fJ umhüllte Metallbüchse (g) Aussparungen (J für Kühlzwecke besitzt.6. Gleitlager mit auf der Welle aufgebrachten Nichtmetallen, insbesondere mit Segmenten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Axialdrücke durch einen Ring (q) aufgenommen werden, der aus einem nichtmetallischen Stoff, z. B. aus Kunstharz, Gummi, Hartholz od. dgl., besteht und der zwischen dem festen Lagerkörper (k, I) und der Stirnfläche (o) der Welle angeordnet ist. EMI2.1
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1937
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